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der sich persönlich von dem Hanika-Artikel betroffen
fühlt, sollte Anzeige erstatten. |
Leserbrief
an die WELT und Iris Hanika (Birgit Mütherich)
Ursprüngliche
Nachricht
Betreff:
Politische Hetze gegen Minderheiten in Ihrer Kolumne von I.
Hanika
Datum: Mon, 02 Feb 2004 00:14:23 +0100
Von: "B. Muetherich"
An: redaktion@welt.de
Politische
Hetze gegen Minderheiten in Ihrer Kolumne von I. Hanika:
Artikel "Essen und nicht essen" (10.01.04), "Schmähungen"
(24.01.04)
Sehr
geehrte Damen und Herren,
bedauerlicherweise
ist es ja nicht das erste Mal, dass die Springer-Presse mit
realitätsfernen und polemischen Generalisierungen aufwartet
und gegen Minderheiten - allen voran gegen solche mit politisch-emanzipatorischem
Hintergrund - hetzt.
Das
Stilmittel einer (pseudo-)fiktiven Kriegserklärung, d.
h. das lustvoll dargestellte Szenario eines Maschinengewehrgemetzels
unter Wehrlosen nach dem "Vorbild" des amerikanischen
My Lai-Massakers von 1968 hat allerdings eine neue Qualität.
Wenn die Verfasserin (mit dem Segen des Chefredakteurs) ein
von einer einzelnen Organisation ausgewähltes Literaturzitat
des jüdischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers
Isaac Bashevis Singer ("For the animals it is an eternal
Treblinka", Quelle: The Letter Writer) dazu benutzt,
nicht nur ihre trotzig-infantilen Hasstiraden gegen Andersdenkende
abzusondern, sondern einen impliziten Aufruf zur Gewalt gegen
die Mitglieder einer ganzen sozialen Bewegung (merke: Tierrechtsbewegung)
zu lancieren, sollte eine solche publizistische Entgleisung
nicht ohne rechtliche, letztlich auch personelle Konsequenzen
bleiben.
Der
allem Anschein nach an einer postpostmodernen Sinnkrise leidenden
Iris Hanika kann mit auf den Weg gegeben werden, dass Sie ihre
eigene Dummheit und maßlose Selbstgerechtigkeit am ehesten
dadurch überwinden könnte, indem sie eine "fremde
Sache" - z. B. die der Opfer direkter, systematischer oder
struktureller Gewalt (Frauen, AusländerInnen, Schwule,
Mitglieder anderer Spezies, Kinder, indigene Völker usw.)
- auch zu ihrer eigenen macht, statt sich in saturierter Anything-goes-Haltung
leerlaufartig um "ihre eigenen Interessen" zu drehen.
In
Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleibe ich
mit
(verhalten) freundlichen Grüßen
B. Mütherich
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Birgit Mütherich M.A.
- Sozialwissenschaftlerin -