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Zurück zur letzten Seite Grüne Woche 2003: Retrospektive

18.01.03

Dialog zwischen Politik, Produzenten und Verbrauchern

Die Internationale Grüne Woche (IGW) fand vom 17. bis 26. Januar 2003 in Berlin zum 68. Mal statt. Sie ist eine internationale Ausstellung der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus. Nahrungs- und Genussmittel-Produzenten aus aller Welt nutzen die IGW in Form von Ländergemeinschaftsschauen und Produktmärkten als Absatz- und Testmarkt sowie zur Imagefestigung.


IGW und Tierschutz

Bedenkt man, dass die Initiatoren der Grünen Woche der Deutsche Bauernverband und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie sind, dürfte es nicht verwundern, dass das Thema Tierschutz nur am Rande zu finden war.

Hier finden Sie eine Auflistung von Beiträgen, die sich (zumindest teilweise) mit Tierschutz beschäftigen

IWG 2003: Messe-Gelände Berlin
Der kleine hellblaue Fleck war die  "Heim Tier Pflanze"-Messe


IGW und tierschutz-relevante Aussteller

Unter den 1.596 Ausstellungs-Ständen fand der echte Tierfreund ganze 4 (vier), an denen Tierschutz Hauptthema war:

  • Tierheim Berlin

  • Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung

  • AK Mensch und Tier

  • Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg

 
 
 

IGW und Tiere

Tiere gab es jede Menge zu sehen, meist leblos und für den Verzehr des Menschen zubereitet. Die lebenden IGW-Tiere kann man grob in 7 Gruppen einteilen:

  • Die "Vorzeige"-Tiere des Erlebnisbauernhofes, z.B. Ferkel, Kühe, Puten, Hennen, Hähnchen - Hauptsache Stroh und der Verbraucher ist beruhigt

  • Die "Nutz"-Tiere in der Tierhalle, z.B. Pferde, Rinder, Schafe, Esel, Kaninchen - die es wahrscheinlich selbst in ihrem Zuhause noch besser haben

  • Die "Pokal"-Tiere in Halle 1.2, z.B. Katzen, die vor lauter Pokalen und dekorativ ausgestellten Futter-Döschen kaum zu sehen waren (welch Glück für sie)

  • Die "Schau"-Tiere auf dem Hundeplatz, von dem immer und immer wieder eine Megaphon-Stimme brüllte: "Sicher, auch Mischlinge sind Hunde, aber..."

  • Die "Heim"-Tiere in Halle 1.2 in Käfigen, Aquarien und Terrarien, die erstaunlich cool waren - ein Papagei z.B. war in bester Flirtlaute und zwinkerte mir unablässig zu

  • Die "Heile-Welt"-Tiere im angelegten Biotop, z.B. Vögel und Schildkröten. Auch hier wunderte mich die Gelassenheit der Tiere

  • Die "Verzehr"-Tiere in den Verzehrhallen, z.B. Fische


Zahlen und Fakten Schwerpunkt-Themen Stimmungen und Meinungen Politische Prominenz


IWG - Zahlen und Fakten

Von Kaufzurückhaltung und Konsumflaute war auf der Grünen Woche nichts zu spüren.

  • Besucherrekord: Bis Sonntagabend werden über 480.000 Besucher (2002: 451.000) erwartet, darunter etwa 110.000 Fachbesucher (2002: 103.000). Unterteilt nach der regionalen Herkunft stammten rund 38 Prozent der Besucher aus Berlin, über 45 Prozent aus den neuen und mehr als 14 Prozent aus den alten Bundesländern. Rund 10.000 Besucher stammten aus dem Ausland. Mehr als 40 Prozent aller Besucher reisten aus einer Entfernung von mindestens 100 Kilometern nach Berlin.

  • IGW-Personal: Zusätzlich zum Besucheraufkommen hielten sich im Tagesdurchschnitt rund 10.000 Beteiligte wie Aussteller und Standpersonal, Service- und Dienstleistungskräfte sowie Medienvertreter in den Messehallen auf.

  • Medienvertreter: Rund 4.000 Journalisten aus 75 Ländern berichteten vom Messegeschehen in Wort, Bild und Ton in alle Welt.

  • Direkter Umsatz: Die Besucher nutzten das vielfältige Angebot für den Kauf und Verzehr von Produkten in Höhe von rund 88 Millionen Euro (2002: 73 Millionen Euro). Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben der Besucher der diesjährigen Grünen Woche stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 171 auf 183 Euro. Dabei wurden im statistischen Durchschnitt 28 Euro (2002: 27 Euro) pro Besucher für den direkten Verzehr von Speisen und Getränken sowie 155 Euro (2002: 144 Euro) für den Kauf beziehungsweise die Bestellung von Waren und Produkten auf der Messe ausgegeben.

  • Indirekter Umsatz: Für Berlin generierte die Grüne Woche eine Umwegrentabilität von über 100 Millionen Euro.

 

Internationale Grüne Woche 2003: Tierfreunde sahen vor allem Rot (tote Tiere)
Tierfreunde und -schützer sahen eher eine "Rote Woche"


Arten- und Tierschutz lässt grüßen

Exotische Spezialitäten fanden ihre Abnehmer:

  • Fischkekse aus Japan
  • Krokodil-Chili aus Australien
  • Lamafleisch aus Bolivien
  • Gänseleber-Pralinen aus Österreich

Die grüne Woche aus CMA-Sicht

Halle 20 stand unter dem Motto "Marktplatz für Genießer - Schmeck die Vielfalt der Regionen":

  • Thüringen grillte 40.000 Bratwürste
  • Bayern zapfte 37 Hektoliter Bier und verkaufte 3 Tonnen Käse
  • Schleswig-Holstein verkaufte 830 Schinken
 
 
 
  • Aussteller: Mit 1.596 Ausstellern aus 55 Ländern verzeichnete die Grüne Woche eine der stärksten Beteiligungen in ihrer Geschichte. Die Aussteller meldeten Umsatzzuwächse von fünf bis zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

  • Ausstellungsfläche: Die Bruttofläche betrug 114.000 Quadratmeter, zuzüglich 30.000 Quadratmeter Hallenfläche der FRUIT LOGISTICA 2003


IGW - Schwerpunkt-Themen

  • Qualitätssicherung und Verbraucherschutz

    Qualitätssicherung und Verbraucherschutz, denen im Rahmen der Internationalisierung des Handels eine verstärkte Bedeutung zukommt, zogen sich wie ein roter Faden durch sämtliche Gesprächsrunden. Unter anderem diskutierten Landwirtschaft und Ernährungsindustrie die künftigen Herausforderungen, wie Qualität und Preisdruck in Einklang gebracht werden können.

    Vor allem der Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel, der im vergangenen Jahr seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat und sich auf landwirtschaftliche Betriebe und alle anderen Betriebe der Nahrungskette auswirkt, stand im Mittelpunkt der Diskussionen.

  • Agrarpolitik

    Als bedeutendes Forum der Agrarpolitik leistete die Grüne Woche vor dem aktuellen Hintergrund anstehender Entscheidungen einen wesentlichen Beitrag zum Informationsaustausch auf höchster Ebene. Die Gespräche zur Reform der EU-Agrarpolitik und die Agrarverhandlungen der Welthandelsorganisation WTO sind in vollem Gange.

    Die Vertreter aus Landwirtschaft und Ernährungsindustrie nutzten die Grüne Woche, um gemeinsam mit politischen Spitzenvertretern die daraus resultierenden Auswirkungen auf ihre Unternehmen und auf die Sicherung ihrer Absatzmärkte zu erörtern.

    Welches Marktpotential hinter diesem Wirtschaftszweig steht, verdeutlicht der Situationsbericht 2003 des Deutschen Bauernverbandes (DBV): Das gesamte Agribusiness, also der Branchenumsatz der Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland inklusive der vor- und nachgelagerten Bereiche beläuft sich demnach auf 552,9 Milliarden Euro.

    4,3 Millionen Menschen finden hier Beschäftigung. Damit sind 11,1 Prozent aller Erwerbstätigen (jeder neunte Arbeitsplatz) direkt oder indirekt damit beschäftigt, Menschen mit Essen und Getränken zu versorgen beziehungsweise pflanzliche Rohstoffe für Nicht-Nahrungsmittel zu erzeugen.

  • EU-Osterweiterung

    Die beschlossene Erweiterung der EU auf 25 Länder zum Jahr 2004 hat sich deutlich auf das Messegeschehen ausgewirkt. Die Beitrittskandidaten nutzten die Grüne Woche, um die Absatzchancen ihrer Produkte bei den Konsumenten auszuloten und Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern zu knüpfen. Dabei haben sie im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme des Verbraucherinteresses gespürt.

    Für die deutsche Ernährungsindustrie stellen die zehn Beitrittsländer wichtige Geschäftspartner dar: Exporte in diese Region stiegen im vergangenen Jahr um 11,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Die EU-Osterweiterung rückt auch die Marktchancen in Russland - in diesem Jahr der größte ausländische Aussteller auf der Grünen Woche - in ein neues Licht.

    Im Jahr 2001 lieferten deutsche Unternehmen nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) Lebensmittel und Getränke im Wert von 870 Millionen Euro in das größte Land der Welt, das erhebliche Wachstumspotentiale bietet. Insgesamt brachte das abgelaufene Wirtschaftsjahr im Export ein Spitzenergebnis von 28 Milliarden Euro.

IGW - Stimmungen und Meinungen

  • Renate Künast

    Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hat die Grüne Woche genutzt, um deutlich zu machen, dass umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft und sorgfältig geprüfte Prozessqualität ihren Preis haben.

    Sie fordert die Verbraucher auf, "Politik mit dem Einkaufskorb" zu machen. Der Umbau zu einer an Umwelt- und Tierschutz orientierten Landwirtschaft und die verbesserte Förderung ländlicher Regionen sind Ziele der Agrarreformen, die die EU-Kommission vorgeschlagen hat. Diese gelte es jetzt mit Mut und Tatkraft anzugehen.

  • Gerd Sonnleitner

    Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV): "Mit Politik, Wirtschaft und Handel diskutierten wir heftig unsere langjährige, von Ministerin Künast jetzt thematisierten Forderungen über Maßnahmen gegen die Wertevernichtung durch Billigstpreise bei Lebensmitteln und über die Vorschläge zur Reform der EU-Agrarpolitik von Kommissar Fischler."

    Auf dem 23. Internationalen Forum Agrarpolitik betonte er vor rund 800 Gästen: "Die deutsche Landwirtschaft hat aus der BSE-Krise gelernt. Mit der Einrichtung des Qualitätssicherungssystems "QS" bietet sie eine Nahrungsmittelproduktion an, die für Sicherheit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit steht."

    Die Verbraucher, so der Präsident weiter, honorierten diese Bemühungen der Landwirtschaft, was die Verkaufszahlen für Rindfleisch deutlich zeigten. Hier sei der "Vor-BSE-Status" wieder erreicht worden. Gleichzeitig forderte er seine Berufskollegen auf, mit den Wünschen der Konsumenten, zu denen neben Qualität und Sicherheit auch hohe Umwelt- und Tierschutzstandards zählten, offensiv umzugehen.

  • Dr. Peter Traumann

    Für den Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungs-Industrie hat die Grüne Woche in diesem Jahr den Auftakt für einen neuen Dialog zwischen Verbrauchern, Landwirten und der Ernährungsindustrie gegeben.

    Für die EU-Beitrittskandidaten leistet die Grüne Woche einen wichtigen Beitrag für deren Integrationsprozess. "Als internationaler Treffpunkt wird die Bedeutung der Messe in den kommenden Jahren zunehmen", so Traumann.


 

IGW - Politische Prominenz

Zahlreiche Spitzenvertreter der nationalen und internationalen Politik statteten der Grünen Woche 2003 ihren Besuch ab. Zu den hochrangigen Gästen gehörten Renate Künast, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Bundesumweltminister Jürgen Trittin, Bundesfamilienministerin Renate Schmidt und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.

  • Politiker aus aller Welt: Stellvertretend für die zahlreich angereisten Politiker aus aller Welt sei S.E. Hervé Gaymard genannt, Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Fischerei der Republik Frankreich, die in diesem Jahr ihre 50. Grüne Woche-Teilnahme feierte. Insgesamt 31 ausländische Premierminister, Minister und 35 Staatssekretäre vieler der in diesem Jahr vertretenen Länder sowie 81 Botschafter und 15 Honorarkonsuln kamen mit ihren Delegationen zur Grünen Woche.

  • Polit-Prominenzen: Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, David Byrne, informierte sich ebenso wie EU-Agrarkommissar Dr. Franz Fischler bei ihrem mehrtägigen Besuchsprogramm.

  • Deutsche Politiker: Aus den deutschen Bundesländern reisten 36 Ministerpräsidenten, Minister und Staatssekretäre zur Grünen Woche. Mit eigenen Rundgängen informierten sich die Bundesvorsitzenden der CDU, Angela Merkel, der FDP, Dr. Guido Westerwelle, und von Bündnis 90/Die Grünen, Reinhard Bütikofer.


Veranstaltet wurde die Internationale Grüne Woche Berlin 2003 von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger waren der Deutsche Bauernverband (DBV), Bonn und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Bonn.

Die nächste Grüne Woche findet vom 16. bis 25. Januar 2004 statt.

Weiterführende Informationen

  • Messe Berlin GmbH
    Messedamm 22, D-14055 Berlin
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Wolfgang Rogall
    Tel.: (030) 3038 2218
    Fax: (030) 3038 2287
    E-Mail:
    rogall@messe-berlin.de

  • Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
    Reinhardtstr. 18, D-10117 Berlin
    Pressesprecher Dr. Michael Lohse
    Tel.: (030)319 04 240
    Fax: (030) 319 04 431
    E-Mail:
    m.lohse@bauernverband.de

  • Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, e.V. (BVE)
    Godesberger Allee 142-148, D-53175 Bonn
    Geschäftsführerin Dr. Sabine Eichner Lisboa
    Tel.: (0228) 308 29 52
    Fax: (0228) 308 29 99
    E-Mail: seichner@bve-online.de


Quelle:

Grüne Woche Presseservice www.gruenewoche.de
Zusammenfassung von Viola Kaesmacher

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