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| 18.01.03 |
Diskussionsrunde:
Der Mensch hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gegenüber der Umwelt! Präses Schneider plädierte für eine bessere Balance zwischen Erhaltung und Gestaltung von Natur und Umwelt. Soziale Fragen und insbesondere der Umgang der Menschen sei damit unmittelbar verbunden. Extrempositionen wie das Beharren auf vorrangigen Eigenrechten der Natur oder ausschließlichem Nutzungsdenken müssten der Vergangenheit angehören. Vielmehr, so Bischof Marx, müssten Politik, Wissenschaftler und Landwirtschaft gemeinsam Ziele definieren und Wege suchen, wie die Funktion des Menschen als Teil und Gestalter der Schöpfung verantwortlich ausgefüllt werden könne. Die Bauernschaft - Motor des Fortschritts? Prof. Troge wandte sich gegen das pauschale Urteil, die Landwirte seien schuld an vielen Umweltproblemen. Alle Seiten hätten dazu gelernt, und man dürfe auch nicht vergessen, dass maßgebliche Weichen von der Agrarpolitik gestellt worden seien. ''Wir sind vorangekommen, und die so genannte konventionelle Landwirtschaft hat in der Vergangenheit viel zur Verminderung von Umweltbelastungen getan. Aber es muss noch mehr getan werden'', so Prof. Troge weiter. Dazu stellte Bauernpräsident Sonnleitner fest: ''Wenn die konventionelle Landwirtschaft erkennbar auf dem richtigen Weg ist, dann brauchen wir keine Agrarwende', sondern eine Fortsetzung dieser Entwicklung.'' Das QS-System sei ein Beispiel dafür, wie die Landwirtschaft in Eigeninitiative und Kooperation mit Verarbeitern und Handel entsprechende Qualitätsstandards entwickelt habe. EU-Osterweiterung - internationale Tier- und Umweltschutzstandards nötig Gerade mit Blick auf die Osterweiterung der EU und den Handel mit Ländern der Dritten Welt sei es jedoch unabdingbar, nicht nur in Deutschland verbindliche Standards zum Tier- und Umweltschutz vorzugeben, sondern solche Regelungen auch in die kommenden WTO-Verhandlungen aufzunehmen. ''Strukturveränderungen, die im Zuge der Neuausrichtung des Welthandels notwendig sind, dürfen nicht auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen werden,'' so Bischof Marx. Verbraucher sind schuld am unverantwortlichen Umgang mit der Umwelt? Da heute durchschnittlich nur noch 15 % des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben würden - von denen im übrigen gerade mal ein Viertel bei den Bauern ankomme - sei es eine wichtige Herausforderung, auch die Konsumenten sensibler zu machen, stellten die Teilnehmer der Diskussionsrunde einhellig fest. Preisdumping sei dagegen der falsche Weg und mit einem verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung unvereinbar. Viola Kaesmacher
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Koordinationsbüro ErlebnisBauernhof |
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