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Zurück zur letzten Seite Grüne Woche 2003: Verantwortung des Menschen

18.01.03

Diskussionsrunde:
Verantwortung des Menschen ''im Zentrum der Schöpfung''

Am 18. Januar 2003 diskutierten Präses Nikolaus Schneider aus Düsseldorf, Bischof Reinhard Marx, Trier, Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes in Berlin, und Bauernpräsident Gerd Sonnleitner über die Frage, wo Grenzen im Umgang mit der Schöpfung liegen.

Die Teilnehmer der von großem Publikumsinteresse begleiteten Veranstaltung waren sich einig, dass der Mensch im Zentrum der Schöpfung stehe und aus dieser Position heraus die Natur nutzen und gestalten dürfe.

Der Mensch - die angebliche Krönung der Schöpfung

Dabei, so Prof. Troge, greife der Mensch auf eine Vielfalt zurück, die sich in Millionen von Jahren entwickelt habe, und die auch kommenden Generationen zur Verfügung stehen müsse.

Diese Vielfalt, so ergänzte Sonnleitner, sei vor allem durch die landwirtschaftliche Urbarmachung und Nutzung der Böden entstanden.

In den vergangenen Jahren sei es gelungen, nicht nur die Fruchtbarkeit der Böden auf hohem Niveau zu erhalten, sondern auch gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Roten Listen wieder zu stabilisieren.

Damit sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung gegangen worden.

IGW 2003: Werbung für mobile Treibgatter
"Ein Treibgatter bewahrt vor Schaden und verhindert Stierkampf-Eskapaden" - so der Spruch auf der Werbetafel für mobile Treibgatter unter dem Titel "Aus der Praxis für die Praxis.


Mein Kommentar: Anstatt mit Gewalt an die Sache zu gehen, könnte man sich ja einmal Gedanken machen, WARUM die Rinder nicht wie gewünscht in Reih und Glied in den Transporter spazieren.

Vielleicht würden ja schon Tritthilfen auf der schrägen Ladeklappe Wunder wirken.

Ein Hobby-Hühnerhalter prügelt seine Hühner ja auch nicht jeden Abend über eine glatte Hühnerleiter in den Stall.

 

Der Mensch hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gegenüber der Umwelt!

Präses Schneider plädierte für eine bessere Balance zwischen Erhaltung und Gestaltung von Natur und Umwelt. Soziale Fragen und insbesondere der Umgang der Menschen sei damit unmittelbar verbunden. Extrempositionen wie das Beharren auf vorrangigen Eigenrechten der Natur oder ausschließlichem Nutzungsdenken müssten der Vergangenheit angehören.

Vielmehr, so Bischof Marx, müssten Politik, Wissenschaftler und Landwirtschaft gemeinsam Ziele definieren und Wege suchen, wie die Funktion des Menschen als Teil und Gestalter der Schöpfung verantwortlich ausgefüllt werden könne.

Die Bauernschaft - Motor des Fortschritts?

Prof. Troge wandte sich gegen das pauschale Urteil, die Landwirte seien schuld an vielen Umweltproblemen. Alle Seiten hätten dazu gelernt, und man dürfe auch nicht vergessen, dass maßgebliche Weichen von der Agrarpolitik gestellt worden seien.

''Wir sind vorangekommen, und die so genannte konventionelle Landwirtschaft hat in der Vergangenheit viel zur Verminderung von Umweltbelastungen getan. Aber es muss noch mehr getan werden'', so Prof. Troge weiter.

Dazu stellte Bauernpräsident Sonnleitner fest: ''Wenn die konventionelle Landwirtschaft erkennbar auf dem richtigen Weg ist, dann brauchen wir keine ‚Agrarwende', sondern eine Fortsetzung dieser Entwicklung.''

Das QS-System sei ein Beispiel dafür, wie die Landwirtschaft in Eigeninitiative und Kooperation mit Verarbeitern und Handel entsprechende Qualitätsstandards entwickelt habe.

EU-Osterweiterung - internationale Tier- und Umweltschutzstandards nötig

Gerade mit Blick auf die Osterweiterung der EU und den Handel mit Ländern der Dritten Welt sei es jedoch unabdingbar, nicht nur in Deutschland verbindliche Standards zum Tier- und Umweltschutz vorzugeben, sondern solche Regelungen auch in die kommenden WTO-Verhandlungen aufzunehmen.

''Strukturveränderungen, die im Zuge der Neuausrichtung des Welthandels notwendig sind, dürfen nicht auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen werden,'' so Bischof Marx.

Verbraucher sind schuld am unverantwortlichen Umgang mit der Umwelt?

Da heute durchschnittlich nur noch 15 % des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben würden - von denen im übrigen gerade mal ein Viertel bei den Bauern ankomme - sei es eine wichtige Herausforderung, auch die Konsumenten sensibler zu machen, stellten die Teilnehmer der Diskussionsrunde einhellig fest. Preisdumping sei dagegen der falsche Weg und mit einem verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung unvereinbar.

Viola Kaesmacher


Quelle:

Koordinationsbüro ErlebnisBauernhof
c/o Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V.
Konstantinstraße 90
53179 Bonn
Tel.: 0228 / 9799334, Fax: 0228/97993-40
verantwortlich: Dr. Jürgen Fröhling, Dr. Andreas Frangenberg m.wiedenau@fnl.de

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