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Braunbärenwaisen -
URL dieser Site: www.ursusarctos.de.vu
Abgesehen
von all den Zahlen, die auf diesen Seiten zu finden sind, gibt es
hier ein handfestes Beispiel, warum keine Bären zum Abschuss
freigegeben werden sollten und wie in Kroatien versucht wird, den
Bärenkindern in Not zu helfen

Bärige
Grüße aus Kroatien!
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Braunbärenrefugium
Kuterevo - Kroatien
Sanctuary orphaned bear – Refugium ursorum Kuterevo
Das
Bärchen als kuscheliges Stofftier und beliebtes Kinderspielzeug
ist inzwischen universelles Kulturgut - das Bärenrefugium als artgerechte
Zuflucht für Bärenwaisenkinder und andere misshandelte Wildtiere
soll es noch werden
Das
Biosphärenreservat und Naturpark Velebit, eine wildnisreiche
und urschöne Karstregion an der kroatischen Nordadriaküste,
ist Heimat eines einzigartigen Projektes zum Schutz des europäischen
Braunbären geworden. Die Ortschaft Kuterevo, eine 700 Seelen
zählende Berg-Gemeinde ist seit alters her ein Refugium für
Menschen gewesen, die seit Jahrhunderten an den nördlichen
Hängen des Velebitgebirges siedeln und dort ihre weithin bekannte
Kuterevo-Holzmanufaktur (Musikinstrumente, Fässer, Bottiche,
Kanister, Körbe, Klappstühle, Werkzeuge für Wald
und Flur) betreiben.
Das
Zusammenleben mit Bär, Wolf und Luchs ist den Menschen hier
von der sie umgebenden üppigen und urschönen Natur von
Anfang an gegeben. Und der Meister Petz und sein Anhang sind in
der Vergangenheit hier nicht immer geliebte Gäste gewesen.
Dennoch
steht die Dorfgemeinschaft der Gründung dieses Refugiums für
gefährdete Wildtiere positiv gegenüber, und rechnet sich
inzwischen festen Nutzen für die lokale Wirtschaft aus. Der
Bär und Co. ist seitdem für die Menschen im Kuterevo-Tal
in der neuen Rolle als Hoffnungsträger unterwegs.
Das
Kuterevo-Refugium ist einzige artgerechte Bärenzuflucht in
Kroatien
Die
aufgenommenen Bären werden von Fachleuten der tiermedizinischen
Fakultät in Zagreb fachlich betreut. Koordination der Realisierung
des gesamten Projektprogramms haben ein Soziologieprofessor und
ein Sozialpädagoge inne. Inzwischen
schon eine weit bekannte Anlaufstelle für verwaiste Bärchen
soll das Bärenrefugium Kuterevo in Zukunft immer mehr das Kompetenzzentrum
Bär und Ökologie werden.
Denn
neben der Rettung und Pflege der Bärenwaisen sind Information
und Aufklärung wichtige Funktion des Bärenrefugiums geworden.
Zahlreiche Besucher der Schutzstation werden dadurch für die
zunehmenden Probleme der kroatischen Bären sensibilisiert und
für den aktiven Bärenschutz motiviert.
Dabei
sind Kinder und Jugendliche die wichtigsten und die dankbarsten
Adressaten dieser Aufklärungsarbeit. Sie können sich das
noch am ehesten vorstellen wie die im Wald umherirrenden Bärenwaisenkinder
in der Regel qualvoll verenden müssen, und reagieren dann auch
betroffen wenn man ihnen offenbart dass den Bärchen bisher
niemand geholfen hatte.
Dies
auf den Weg zu bringen, nachdem in Kuterevo die guten Voraussetzungen
installiert wurden, wird eine umfassende und gedeihliche Zusammenarbeit
mit anderen Bärenfreunden und Tierschützern notwendig
machen
Not
wenden heißt: soviel materielle Hilfe der Spender und Sponsoren
und noch mehr ideelle Hilfe der aktiven Unterstützer und Volontäre
damit die Not des Bären und anderer Wildtiere aus dem Bärenreich
zum besseren gewendet werden kann.
Brumm.
ICP, Januar 2004
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Refugium
ursorum kuterevo, Kroatien
Projektlobby ist das Zagreber Ökozentrum "Wissen für die Umwelt"
und Träger der Aktivitäten vor Ort ist der Velebitverein Kuterevo.
Das kroatische Umweltministerium steht dem Projekt positiv gegenüber
und hat im ersten Jahr eine Anschubfinanzierung geleistet. Hauptsponsor
ist Zagrebacka banka.
Das
Projektprogramm beinhaltet mehrere Projektmodule:
-
Bärenkinder-Schutzstation:
bereits gebaute Gehege für verwaiste Jungbären im
Kindesalter
-
Bären-Waldpark:
naturnahe Groß-Reviere für erwachsene „Bärenwaisenkinder“
- umzäuntes Waldgelände mit zwölf ca. 8-ha-Großgehegen als Dauerheimat.
In Planung auch für Wölfe und Luchse
-
Bären-Ökoschule:
Bärenforschungsstation, Kuterevo- Holzmanufaktur und Bärenerlebnisspielplatz
(in Planung)
-
Bären-Gästezentrum:
Infopunkt, Ökocamp und Heu-Hotel für Refugiumbesucher
(teilweise installiert)
-
Bärengrat-Wanderpfad:
Erlebnis- und Lehrwanderweg (42 km) mit touristisch-ökologischen
Inhalten (teilweise installiert)
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Location und Bewohner
Das
Refugium befindet sich in der kroatischen Nordadria bei den Gebirgsketten
Gorski kotar und Velebit. Hier leben laut amtlichen Angaben zur
Zeit über 600 Bären in stabilen Populationen. Wegen dieser
"Stabilität" sind sie die Tiere nicht streng geschützt,
sondern werden regelgerecht bis regelwidrig bejagt.
Derzeit
sind, in zwei Gehegen, vier junge Bärenwaisen untergebracht
und erfreuen sich bester Laune und Bärengesundheit:
-
Der einjährige Ljubo Lik wurde in letzter
Minute vorm Verhungern gerettet
-
Sein
Jahrgangskumpel Zdravi Gor wurde von Menschen
abgegeben, die ihn aufgelesen und auf eigene Faust mehrere Wochen
gefüttert hatten
-
Die zweijährige Janja Zora wurde in den
Wäldern Bosniens umherirrend gefunden und zwei Monate in
einer Fabrikhalle eingesperrt gehalten bevor sie ins Refugium
kam
-
Mrnjo
Brundo wurde aus einem überschwemmten Fluss gerettet
und ist als erster Bewohner der Schutzstation eine Medienberühmtheit
geworden
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Gefahr durch Jagd
Die
Idee dieser Bärenschutzstation ist vor allem auf die Anregungen
aus den jagdkritischen Kreisen zurückzuführen inklusive
einigen Jägern, die sich über die gewissenlosen Jagdgenossen
aufregen, welche nicht davor zurückschrecken, auch Nachwuchs
führende Bärenmütter als Trophäe zu betrachten
um dann anschließend die mutterlosen Bärenkinder elendig krepieren
zu lassen.
Gefahr durch Infrastruktur
Europa hat nicht zu viele Bären, eher zu wenig. Inzwischen wissen
wir, dass nicht die Wilderer und gewissenlose Jagdgenossen die einzig
Schuldigen sind. Die Hauptverursacher von Bärentragödien
sind die zunehmenden Verkehrsströme am Rand der Bärenareale,
in die manch eine Bärenmutter mit ihren Jungen gerät und
von den Bärchen dann, mit oder ohne Verletzungen, dauerhaft
getrennt wird.
Gefahr durch Menschen
Aber
auch die zunehmenden touristischen und forstwirtschaftlichen Aktivitäten,
meistens ohne Rücksicht auf den Meister Petz und sein Verlangen
nach Ruhe und Distanz, können dauerhafte Trennung der Bärenmutter
von ihren Jungen zu Folge haben. Und da hilft es wenig, dass die
jungen Tiere fürs erste ein Versteck finden mögen. Auf
die Dauer ereilt sie der Hungertod, weil die vorgefundene Pflanzennahrung
die Bärenmutter-Milch (22% Fettgehalt, lebenswichtige Proteine)
keineswegs ersetzen kann.
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Anlaufstelle
und Kompetenzzentrum über Kroatien hinaus

Alleine
in Kroatien rechnet man inzwischen mit mindestens 10 Bärenwaisenkinder
im Jahresdurchschnitt, wenn alles gut geht, wird das Refugium für
mindestens vier davon einen Pflegeplatz anbieten können.
Ivan
Crnkovic, Sozialpädagoge, Bärennarr, ehrenamtlicher Mitarbeiter
und Koordinator des Refugiums will die Besucher der Schutzstation
sensibilisieren und für den aktiven Bärenschutz motivieren.
Wenn die Stoffteddybärchen schon als Kuscheltiere für
Kinder herhalten, dann dürfe ihnen nicht verschwiegen werden,
dass für die Rettung der im Wald umherirrenden Bärenwaisenkinder
nichts getan wird. In der Regel müssen diese qualvoll verenden,
wenn ihnen nicht fachgerecht geholfen wird - die Bärchen müssen
verhungern.
Jetzt,
nachdem die ersten Voraussetzungen für eine art- und fachgerechte
Pflege der Bärenwaisenkinder installiert wurde, wird eine Zusammenarbeit
mit anderen europäischen Bärenfreunden und Tierschützern
angestrebt. Es sind auch Vorschläge und Beratungen erwünscht.
 November
2003, Aktualisierung Februar 2004. Quelle Text und Abbildungen:
Refugium ursorum kuterevo.
Adresse und weitere Informationen:
Velebitska udruga Kuterevo
Pod crikvom 103
HR-53225 Kuterevo, Kroatien.
Telefon: 00385 53 799 222
Handy: 00385 91 583 54 12
kuk-kuterevo@gs.htnet.hr
Web
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Spaziergang
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