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Refugium ursorum Kuterevo


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Buchtipp: Die Wölfe von Yellowstone

Die Wölfe von Yellowstone

Von Elli H. Radinger. Verlag Peter von Döllen, Worpswede, 2004. Preis: 25,00 €. Subskriptionspreis: 23,00 €
ISBN 3-933055-15-6

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Buchtipp: Im Reich der Riesenbären  

Im Reich der Riesenbären

von Andreas Kieling, September 2003, amazon-Link


Buchtipp: Die Seele des Bären 

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von Maureen Enns, August 2003, amazon-Link



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Braunbärenwaisen - URL dieser Site: www.ursusarctos.de.vu


Abgesehen von all den Zahlen, die auf diesen Seiten zu finden sind, gibt es hier ein handfestes Beispiel, warum keine Bären zum Abschuss freigegeben werden sollten und wie in Kroatien versucht wird, den Bärenkindern in Not zu helfen

Junger Braunbär im Schnee, copyright: Refugium ursorum kuterevo

Bärige Grüße aus Kroatien!
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Kroatien, Kuterevo: Der Glaube versetzt Bären
FAZ-Beitrag (19. August 2004) von Karl-Peter Schwarz

Brandbrief Refugium ursorum Kuterevo, 18.02.04:
In Kuterevo herrscht Notstand, zwei neue Bärenwaisenkinder brauchen schnelle Hilfe! hier gehts weiter...


Braunbärenrefugium Kuterevo - Kroatien
Sanctuary orphaned bear – Refugium ursorum Kuterevo

Das Bärchen als kuscheliges Stofftier und beliebtes Kinderspielzeug ist inzwischen universelles Kulturgut - das Bärenrefugium als artgerechte Zuflucht für Bärenwaisenkinder und andere misshandelte Wildtiere soll es noch werden


Das Biosphärenreservat und Naturpark Velebit, eine wildnisreiche und urschöne Karstregion an der kroatischen Nordadriaküste, ist Heimat eines einzigartigen Projektes zum Schutz des europäischen Braunbären geworden. Die Ortschaft Kuterevo, eine 700 Seelen zählende Berg-Gemeinde ist seit alters her ein Refugium für Menschen gewesen, die seit Jahrhunderten an den nördlichen Hängen des Velebitgebirges siedeln und dort ihre weithin bekannte Kuterevo-Holzmanufaktur (Musikinstrumente, Fässer, Bottiche, Kanister, Körbe, Klappstühle, Werkzeuge für Wald und Flur) betreiben.

Das Zusammenleben mit Bär, Wolf und Luchs ist den Menschen hier von der sie umgebenden üppigen und urschönen Natur von Anfang an gegeben. Und der Meister Petz und sein Anhang sind in der Vergangenheit hier nicht immer geliebte Gäste gewesen.

Dennoch steht die Dorfgemeinschaft der Gründung dieses Refugiums für gefährdete Wildtiere positiv gegenüber, und rechnet sich inzwischen festen Nutzen für die lokale Wirtschaft aus. Der Bär und Co. ist seitdem für die Menschen im Kuterevo-Tal in der neuen Rolle als Hoffnungsträger unterwegs.


Das Kuterevo-Refugium ist einzige artgerechte Bärenzuflucht in Kroatien

Die aufgenommenen Bären werden von Fachleuten der tiermedizinischen Fakultät in Zagreb fachlich betreut. Koordination der Realisierung des gesamten Projektprogramms haben ein Soziologieprofessor und ein Sozialpädagoge inne. Inzwischen schon eine weit bekannte Anlaufstelle für verwaiste Bärchen soll das Bärenrefugium Kuterevo in Zukunft immer mehr das Kompetenzzentrum Bär und Ökologie werden.

Denn neben der Rettung und Pflege der Bärenwaisen sind Information und Aufklärung wichtige Funktion des Bärenrefugiums geworden. Zahlreiche Besucher der Schutzstation werden dadurch für die zunehmenden Probleme der kroatischen Bären sensibilisiert und für den aktiven Bärenschutz motiviert.

Dabei sind Kinder und Jugendliche die wichtigsten und die dankbarsten Adressaten dieser Aufklärungsarbeit. Sie können sich das noch am ehesten vorstellen wie die im Wald umherirrenden Bärenwaisenkinder in der Regel qualvoll verenden müssen, und reagieren dann auch betroffen wenn man ihnen offenbart dass den Bärchen bisher niemand geholfen hatte.

Dies auf den Weg zu bringen, nachdem in Kuterevo die guten Voraussetzungen installiert wurden, wird eine umfassende und gedeihliche Zusammenarbeit mit anderen Bärenfreunden und Tierschützern notwendig machen

Not wenden heißt: soviel materielle Hilfe der Spender und Sponsoren und noch mehr ideelle Hilfe der aktiven Unterstützer und Volontäre damit die Not des Bären und anderer Wildtiere aus dem Bärenreich zum besseren gewendet werden kann.

Brumm. ICP, Januar 2004

Stehender junger Bär fletscht die Zähne. copyright: Refugium ursorum kuterevo Spielender Bär copyright: Refugium ursorum kuterevo Bär im Profil. copyright: Refugium ursorum kuterevo
Spielender Bär im Baumtunnel. copyright: Refugium ursorum kuterevo Starfoto Bär im Baum copyright: Refugium ursorum kuterevo Bär auf dem Rücken im Schnee. copyright: Refugium ursorum kuterevo

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Bären-Postkarte, © Refugium ursorum kuterevo, Kroatien

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Refugium ursorum kuterevo, Kroatien

Projektlobby ist das Zagreber Ökozentrum "Wissen für die Umwelt" und Träger der Aktivitäten vor Ort ist der Velebitverein Kuterevo. Das kroatische Umweltministerium steht dem Projekt positiv gegenüber und hat im ersten Jahr eine Anschubfinanzierung geleistet. Hauptsponsor ist Zagrebacka banka.

Das Projektprogramm beinhaltet mehrere Projektmodule:

  • Bärenkinder-Schutzstation: bereits gebaute Gehege für verwaiste Jungbären im Kindesalter

  • Bären-Waldpark: naturnahe Groß-Reviere für erwachsene „Bärenwaisenkinder“ - umzäuntes Waldgelände mit zwölf ca. 8-ha-Großgehegen als Dauerheimat. In Planung auch für Wölfe und Luchse

  • Bären-Ökoschule: Bärenforschungsstation, Kuterevo- Holzmanufaktur und Bärenerlebnisspielplatz (in Planung)

  • Bären-Gästezentrum: Infopunkt, Ökocamp und Heu-Hotel für Refugiumbesucher (teilweise installiert)

  • Bärengrat-Wanderpfad: Erlebnis- und Lehrwanderweg (42 km) mit touristisch-ökologischen Inhalten (teilweise installiert)


Bärenpostkarte, © Refugium ursorum kuterevo, Kroatien

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Location und Bewohner

Das Refugium befindet sich in der kroatischen Nordadria bei den Gebirgsketten Gorski kotar und Velebit. Hier leben laut amtlichen Angaben zur Zeit über 600 Bären in stabilen Populationen. Wegen dieser "Stabilität" sind sie die Tiere nicht streng geschützt, sondern werden regelgerecht bis regelwidrig bejagt.

Derzeit sind, in zwei Gehegen, vier junge Bärenwaisen untergebracht und erfreuen sich bester Laune und Bärengesundheit:

  • Der einjährige Ljubo Lik wurde in letzter Minute vorm Verhungern gerettet

  • Sein Jahrgangskumpel Zdravi Gor wurde von Menschen abgegeben, die ihn aufgelesen und auf eigene Faust mehrere Wochen gefüttert hatten

  • Die zweijährige Janja Zora wurde in den Wäldern Bosniens umherirrend gefunden und zwei Monate in einer Fabrikhalle eingesperrt gehalten bevor sie ins Refugium kam

  • Mrnjo Brundo wurde aus einem überschwemmten Fluss gerettet und ist als erster Bewohner der Schutzstation eine Medienberühmtheit geworden


Bären-Ecard, © Refugium ursorum kuterevo, Kroatien

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Gefahr durch Jagd

Die Idee dieser Bärenschutzstation ist vor allem auf die Anregungen aus den jagdkritischen Kreisen zurückzuführen inklusive einigen Jägern, die sich über die gewissenlosen Jagdgenossen aufregen, welche nicht davor zurückschrecken, auch Nachwuchs führende Bärenmütter als Trophäe zu betrachten um dann anschließend die mutterlosen Bärenkinder elendig krepieren zu lassen.

Gefahr durch Infrastruktur

Europa hat nicht zu viele Bären, eher zu wenig. Inzwischen wissen wir, dass nicht die Wilderer und gewissenlose Jagdgenossen die einzig Schuldigen sind. Die Hauptverursacher von Bärentragödien sind die zunehmenden Verkehrsströme am Rand der Bärenareale, in die manch eine Bärenmutter mit ihren Jungen gerät und von den Bärchen dann, mit oder ohne Verletzungen, dauerhaft getrennt wird.

Gefahr durch Menschen

Aber auch die zunehmenden touristischen und forstwirtschaftlichen Aktivitäten, meistens ohne Rücksicht auf den Meister Petz und sein Verlangen nach Ruhe und Distanz, können dauerhafte Trennung der Bärenmutter von ihren Jungen zu Folge haben. Und da hilft es wenig, dass die jungen Tiere fürs erste ein Versteck finden mögen. Auf die Dauer ereilt sie der Hungertod, weil die vorgefundene Pflanzennahrung die Bärenmutter-Milch (22% Fettgehalt, lebenswichtige Proteine) keineswegs ersetzen kann.


 

Anlaufstelle und Kompetenzzentrum über Kroatien hinaus

Alleine in Kroatien rechnet man inzwischen mit mindestens 10 Bärenwaisenkinder im Jahresdurchschnitt, wenn alles gut geht, wird das Refugium für mindestens vier davon einen Pflegeplatz anbieten können.

Ivan Crnkovic, Sozialpädagoge, Bärennarr, ehrenamtlicher Mitarbeiter und Koordinator des Refugiums will die Besucher der Schutzstation sensibilisieren und für den aktiven Bärenschutz motivieren. Wenn die Stoffteddybärchen schon als Kuscheltiere für Kinder herhalten, dann dürfe ihnen nicht verschwiegen werden, dass für die Rettung der im Wald umherirrenden Bärenwaisenkinder nichts getan wird. In der Regel müssen diese qualvoll verenden, wenn ihnen nicht fachgerecht geholfen wird - die Bärchen müssen verhungern.

Jetzt, nachdem die ersten Voraussetzungen für eine art- und fachgerechte Pflege der Bärenwaisenkinder installiert wurde, wird eine Zusammenarbeit mit anderen europäischen Bärenfreunden und Tierschützern angestrebt. Es sind auch Vorschläge und Beratungen erwünscht.

November 2003, Aktualisierung Februar 2004. Quelle Text und Abbildungen:

Refugium ursorum kuterevo.
Adresse und weitere Informationen:
Velebitska udruga Kuterevo
Pod crikvom 103
HR-53225 Kuterevo, Kroatien.
Telefon: 00385 53 799 222
Handy: 00385 91 583 54 12
kuk-kuterevo@gs.htnet.hr Web


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