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Buchtipp: Leben für die Affen  

NG-Serie: Leben für die Affen

CD: Der Starttitel der National Geographic-Serie umfasst die Reportagen zweier Frauen, die ihr Leben den Gorillas (Dian Fossey) und den Schimpansen (Jane Goodall) widmeten. Ihr Leben mit diesen Tieren und für sie waren für die Forschung bahnbrechend. Dank ihrer Arbeit seit den 1960ern haben wir den Alltag der Affen verstehen gelernt. Sie berichten aber auch von Widerständen und Hindernissen. Link zu amazon


Buchtipp: Über Primaten - Menschenaffen 

Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie

Dieses Buch ist das erste deutschsprachige Lehrbuch der vergleichenden Primatologie seit 30 Jahren. Es vermittelt in konzentrierter Form einen Überblick über die Biologie unserer nächsten Verwandten: die Primaten. Neueste Erkenntnisse und Entwicklungen auf allen wichtigen Gebieten der Primatenbiologie: Anatomie, Anthropologie, Artenschutz, Ethologie, Evolutionsbiologie, Genetik, Morphologie, Ökologie, Systematik, Taxonomie und Wissenschaftsgeschichte. Gibt dem Interessierten eine einführende Gesamtdarstellung der Primatologie. Link zu amazon. Fotos von Thomas Geissmann mit freundlicher Genehmigung auf der tierdach-Gibbonseite.


cover  

Affen. Unsere haarigen Vettern. Bildband aus der BBC Edition.

Broschiert, 96 Seiten. Dorling Kindersley Verlag Starnberg
erschienen: März 2002
ISBN: 3831002657
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Buchtipp: Mahale - Begegnung mit Schimpansen

Angelika Hofer: Mahale - Begegnung mit Schimpansen

Ein außergewöhnlicher Bildband. Im Stil der Reisetagebücher früherer Forschungsreisender konzipiert, werden die faszinierenden Bilder bereichert. Jede Seite ist ein Genuss. Das Buch als solches mit seinen Fotos, den Texten, den Kohle-Portraits der Schimpansen, mit den Aquarellen von Früchten, Pflanzen und Gegenständen, die zum Leben der Tiere gehören, eingebunden in ein ansprechendes Layout, kann man geradezu als Kunstwerk bezeichnen.

Der Leser und Betrachter gewinnt einen Einblick in das Leben der "Mansoko", der "Waldmenschen", wie sie die Afrikaner nennen. Es ist das erste Buch, das Schimpansen zum Thema eines großformatigen Bildbandes hat. Es richtet sich an alle Menschen, die sich für das Verhalten von Tieren und für biologische Zusammenhänge interessieren. Jeder wird verzaubert sein von den einzigartigen Bildern.

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Ausführliche Beschreibung mit einigen Fotos - mit freundlicher Genehmigung der Autoren - auf der tierdach-Schimpansenseite


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Gibbons - Der Mensch macht ihnen das Leben schwer


Gibbon-Postkarte (Quelle: Provider)

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Feinde des Gibbon

Gibbons haben kaum natürliche Feinde. Aufgrund ihres Lebens in den Baumwipfeln hoch über dem Urwaldboden sind sie vor Raubfeinden weitgehend sicher. Allerhöchstens fällt gelegentlich ein unerfahrenes Jungtier einem Nebelparder, einem Python oder einem Adler zum Opfer.

Bild: Gelbwangen-Schopfgibbon, Rennendes Männchen. Quelle: Thomas GeissmannEigentlich haben die akrobatischen Menschenaffen nur einen Feind zu fürchten: den Menschen. Hierbei spielt die direkte Verfolgung eine untergeordnete Rolle: Wirksame Handelsbeschränkungen auf internationaler Ebene, gute Zuchterfolge in den zoologischen Gärten sowie ein allgemein verbesserter Vollzug der Artenschutzgesetze im südostasiatischen Raum haben erfreulicherweise dazu geführt, dass den Gibbons heute durch Jagd und Fang keine übermäßige Gefahr mehr droht.

Ungleich härter trifft sie die in horrendem Tempo voranschreitende Abholzung ihrer Waldheimat. Überall in Südostasien wächst die menschliche Bevölkerung schnell, und sie erfährt derzeit eine enorme zivilisatorische Entwicklung. Daraus resultiert unter anderem ein massiver Erschließungsdruck auf die letzten Regenwaldgebiete. Auf breiter Front wird gerodet, um Bau- und Brennholz zu gewinnen und Platz für immer neue Pflanzungen und Siedlungen zu schaffen. Zusätzlich beschleunigt wird dieser fatale Prozess durch die Nachfrage der westlichen Welt nach Edelhölzern für alle möglichen und unmöglichen Verwendungszwecke.


Menschenähnliches Skelett eines Gibbons (Quelle : : http://www.geocities.com/Athens/Forum/1059/livingprimatelabspecimens.html)


Vielen Dank an Markus Kappeler für die Genehmigung, Teile seiner Publikationen bei tierdach.de zu verwenden.
© 1990 Markus Kappeler / SZU-WWF

Zerstörung der Lebensräume

Nun wird den Gibbons ausgerechnet das zum Verhängnis, was sie im Lauf ihrer langen Stammesgeschichte zur höchsten Perfektion entwickelt haben und was sie so einzigartig macht: ihr schwinghangelndes Dasein in der obersten Regenwaldetage.

Dermaßen stark haben sie sich spezialisiert, dass ihre Lebensbedürfnisse heute einzig und allein von immergrünem tropischem Regenwald mit geschlossenem Kronendach gedeckt werden und es außerhalb dieser reichsten aller irdischen Vegetationsformen kein Überleben mehr für sie gibt. In dem Maß, wie die südostasiatischen Regenwälder verschwinden, verschwinden deshalb auch die Gibbons.

Zwar ist es nicht möglich, zuverlässige Angaben über die Größe der heutigen Gibbonpopulationen zu machen. Unbestritten ist jedoch, dass die Bestände der Arten stark rückläufig sind und wahrscheinlich in den vergangenen zwanzig Jahren insgesamt um mehr als 90% geschrumpft sind. Fünf Gibbonarten stehen bereits in der Kategorie "vom Aussterben bedroht" auf der Roten Liste.


Bild: Weisswangen-Schopfgibbon, Erwachsenes Männchen Gorbi. Quelle: Thomas Geissmann

Gibbonschutz heißt Regenwaldschutz

Einerseits gilt es, größte Sorge zu tragen zu den bereits bestehenden Schutzgebieten, darunter dem Khao-Yai-Nationalpark in Thailand, dem Taman-Negara-Nationalpark in Malaysia und dem Ujung-Kulon-Nationalpark in Indonesien.

Andererseits muss alles unternommen werden, damit weitere großflächige Regenwaldreservate eingerichtet werden. Hierfür setzt sich der WWF im Rahmen zahlreicher Projekte im ganzen südostasiatischen Raum seit vielen Jahren ein.

Diese Schutzmaßnahmen kommen auch dem Sumatranashorn, dem Malaienbär, dem Schabrackentapir, der Marmorkatze und dem Orang-Utan zugute.


Bild: Weisswangen-Schopfgibbon, Erwachsenes Männchen Charly. Quelle: Thomas Geissmann

Sichere Zuflucht im Ujung Kulon

«WWF-Projekt Nr. 1518: Indonesien, Ujung-Kulon-Nationalpark.»
Zwei der seltensten Großsäuger unseres Planeten verdanken ihr Überleben diesem Projekt. Der «Ujung-Kulon-Nationalpark» ist mit 760 km² Fläche gut viermal so groß wie der Schweizerische Nationalpark.

Die botanische Vielfalt im Ujung Kulon ist unermesslich. Längst gilt das Ujung Kulon als eines der besterhaltenen Naturschutzgebiete Südostasiens.

In seiner tierlichen und pflanzlichen Gesamtheit und Unverfälschtheit ist es wahrhaft ein Juwel - eine faszinierende tropische Wildnis voll einzigartigen Lebens.


Kleiner Exkurs: Nashorn-Schutz. Mehr zu Nashörnern hier

  • Hauptgrund für den Schutz des Ujung Kulons war und ist die Tatsache, dass es vom Javanashorn bewohnt wird, dem seltensten der weltweit fünf verschiedenen Nashörner

  • Bereits 1928 war das Gebiet von den niederländischen Kolonialherren zum Reservat erklärt worden, weil es den letzten überlebensfähigen Restbestand dieser grauen Kolosse beherbergte

  • Die Bewachung war allerdings zumeist mangelhaft: Die letzten Javanashörner wurden wegen ihres Nasenhorns eines nach dem anderen gewildert, so dass die Art um 1960 unmittelbar vor der endgültigen Ausrottung stand. Durch diese fatale Entwicklung wurde der damals noch junge WWF alarmiert - und er handelte umgehend

  • Ab 1964 trug er im Rahmen seines Langzeitprojekts Nr. 1518 unter der engagierten Leitung des Basler Nashornspezialisten Rudolf Schenkel mit großem Erfolg zur wirksamen Bewachung des Ujung Kulons und damit zur Erhaltung der letzten Javanashörner in ihrem angestammten Lebensraum bei

  • Deren Bestand vermochte dank dieser Rettungsaktion von anfänglich etwa fünfundzwanzig auf heute fünfzig bis sechzig Individuen anzuwachsen.

Nicht nur das Javanashorn hat vom Schutz des Ujung Kulons profitiert, sondern mit ihm eine bunte Palette weiterer einmaliger und teils arg gefährdeter Tierarten, darunter (um nur einige der größeren Säugetiere zu nennen):

  • der Banteng

  • der Rothund

  • der Sundalangur

  • der Riesengleitflieger

  • und der Silbergibbon


Silbergibbons

Bild: Gelbwangen-Schopfgibbon-Päärchen. Quelle: Thomas GeissmannMitte der siebziger Jahre erhielt Markus Kappeler vom WWF den Auftrag, während zwei Jahre erstens die Lebensweise des javanischen Silbergibbons zu untersuchen und zweitens sein Vorkommen auf Java und die Chancen für sein Überleben auf der Insel abzuklären.

Im schwierigen, zweiten Teil des Auftrags sollten innerhalb weniger Monate sämtliche Urwaldregionen Javas auf das Vorkommen von Gibbons hin abgesucht werden.

  • Es stellte sich heraus, dass die Population der javanischen Gibbons in 32 isolierte Bestände zerrissen - zurückgedrängt auf kleine bis winzige «Waldinseln» - waren.

  • In vielen Fällen waren diese Restbestände bereits dermaßen gering, dass allein aufgrund ungenügender genetischer Vielfalt ihr längerfristiger Fortbestand wenig wahrscheinlich war.

  • Den Gesamtbestand der langarmigen Affen schätzte Markus Kappeler damals, vor 20 Jahren, auf 4000 bis 5000 Individuen.

  • Der Silbergibbon, der nur auf Java vorkommt, war damit als der seltenste und meistbedrohte von allen Gibbons einzustufen.

  • Eine gesunde Population von Silbergibbons (mit geschätzten 900 bis 1.200 Individuen ist sie der wohl größte zusammenhängende Restbestand der Art) hat im Ujung Kulon auch heute eine sichere Zuflucht. Wenigstens sie hat eine gute Chance, vom Untergang bewahrt zu bleiben - dank des langjährigen und zielgerichteten Einsatzes des WWF im Rahmen seines Projekts Nr. 1518.

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Markus Kappeler hat 1975/76 im tropischen Tiefland-Regenwald Westjavas (im Ujung-Kulon-Nationalpark) eine Studie über das Verhalten und die Ökologie des Silbergibbons unternommen. 1978 hat er zudem eine Erhebung über das Vorkommen und die Bestandsgröße des Silbergibbons auf der ganzen Insel Java durchgeführt.

Die Arbeit ist die erste Freilandstudie über die Lebensweise des Silbergibbons. Im Juni 1996 hat der WWF Schweiz ein «Panda Magazin» herausgegeben mit dem Titel «Menschenaffen - Im Schatten des Menschen».

Von Markus Kappeler sind die Kapitel über die Gibbons. Zu den Menschenaffen bei tierdach - mit Auszügen von Markus Kappeler


Linktipps

Gothic illuminated manuscripts: Charles VI Talking to Pierre Salmon, 1412 (Detail). Vellum, 26,5 x 10,5 cm. Bibliothèque Publique et Universitaire, Geneva


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Planet of Covance - Linktipp!

Linktipp: Planet of CovanceNachdem im Dezember 2003 das erste Mal Bild- und Videomaterial aus dem Münsteraner Affenlabor Covance im Fernsehen gezeigt wurde, brach ein Sturm der Entrüstung los. Dem milliardenschweren Unternehmen Covance ist es durch seine Anwälte jedoch gelungen, dieses Bildmaterial für ein halbes Jahr zu unterdrücken. Nun hat das OLG Hamm zugunsten der Verbreitung des Bildmaterials entschieden. Das Videomaterial ist als Beitrag für die Meinungsbildung von größtem öffentlichen Interesse. Wir versuchen daher, mit unserer Flashanimation einen gewissen Denkanstoß zu geben.

Diese Informationsseite soll daneben Hintergrundinformationen zu Covance, Tierversuchen und den Tierschutz allgmein liefern.