| 13.09.03,
Quelle: tierlieb.net,
blick.at
Horror-Trip für 57.000 Schafe
Die Tiere sollten nach Saudi-Arabien geliefert werden - dort aber
verboten die Zöllner die Abladung wegen Seuchengefahr. Der
Versuch, die Tiere in den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten
zu verkaufen, scheiterte. Der Kapitän kurvt seit zwei Wochen
im Persischen Golf. Für die Tiere die Hölle - seit dem
5. August sind sie unterwegs. Die australische Regierung sei empört
über das Vorgehen Saudi-Arabiens und stoppe bis auf weiteres
alle Fleisch-Transporte in das Wüstenreich.
13.09.03,
Quelle: tierlieb.net,
rp-online
Gnadentod gefordert
Mittlwerweile
bitten Tierschützer um die Erlösung derTiere: Finde sich
nicht umgehend ein Abnehmer, sollte man sie besser töten, um
ihrem Leiden ein Ende zu machen, sagte der Präsident der größten
australischen Tierschutzorganisation, Hugh Worth, am Freitag dem
australischen Rundfunksender ABC. Nach Angaben der Tierschutzorganisation
RSPCA verendeten von den ursprünglich 57.000 Schafen bereits
etwa 3.500.
19.09.03,
Quelle: ANC
© 2003 Animal News Center, Inc
Schafe auf dem Todesschiff gefangen
Bereits
seit über 6 Wochen sind die bemitleidenswerten Tiere unterwegs
- weil 6% von ihnen krank sind - 1% mehr als in Saudi-Arabien erlaubt.
Weder die Vereinigten Arabischen Emirate noch Pakistan wollen die
Tiere kaufen - der Besitzer hat vergeblich versucht, sie zu verschenken.
Es fand sich kein Abnehmer.
Nach
Australien können sie auch nicht zurück - Quarantäne-Gesetze
verbieten dies. Täglich gehen hunderte von Schafen elendig
auf dem "Todesschiff" zugrunde - und diese Rate wird steigen.
Australische Exporteure von lebenden Schafen machen jährlich
Geschäfte mit Saudi-Arabien in Höhe von $195 Millionen
- dieser Handel wird oft wegen der barbarischen Behandlung der Tiere
kritisiert.
Jedes
Jahr überleben etwa 78.000 diese "Reise" nicht. Nachdem
letzten Sommer 14.500 Schafe in nur einem Monat wegen Überhitzung
und Streß auf der Verschiffung krepiert sind, gab es etwas
strengere Gesetze. Die "Scabby mouth disease" ist eine
virale Infektion und entsteht aufgrund der engen Verhältnisse
an Bord. Diese Erkrankung ist nicht tödlich und heilt normalerweise
innerhalb von einigen Wochen.
23.09.03,
Quelle: fuente.de
Schafe in qualvoller Enge /Cormo Express
Die
Nachrichten überschlagen sich - weltweit sind die Menschen
geschockt über diesen Skandal und die furchtbaren Bilder, z.B.
auf Animal
Liberation Queensland - die Tiere versinken in ihrem Dreck.
Auf
fuente.de
gibt es ein Pressescreening und weitere Infos.
Protest-Aufruf: Außerdem
den den Aufruf, an den australischen Landwirtschaftsminister zu
schreiben, dass er schnellstens den Tieren helfen soll und dass
Australien ganz mit dem Lebendtiertransport aufhören soll,
der nicht nur in Einzelfällen großes Tierleid zur Folge
hat - zum
E-Mail-Protest bei fuente.de
- zur
Petitionsseite
bei gopetition
24.09.03,
Quelle:
Yahoo
"ausgesprochen vielschichtig"
Australiens
Landwirtschaftsminister Warren Truss sagte in Sydney, er sei zuversichtlich,
dass eine zufriedenstellende Lösung gefunden werde. Die Angelegenheit
sei "ausgesprochen vielschichtig".
Die
Schafe befänden sich im Besitz einer saudiarabischen Importgesellschaft
auf einem niederländischen Schiff, das unter philippinischer
Flagge fahre - und dies alles tausende von Kilometern von Australien
entfernt.
Nach
Angaben des Schiffseigners Vroon BV verbesserte sich die Lage der
Herde auf dem Schiff in den vergangenen Tagen. Die Tiere bekämen
wieder ausreichend zu essen und zu trinken, und auch die Lüftung
funktioniere besser, seitdem sich das Schiff wieder auf offenem
Meer befinde.
28.09.03,
Quelle: tierlieb.net
Tierverladungen blockiert
Aufgrund
der Katastrophe im Persischen Golf haben australische und neuseeländische
TierrechtlerInnen Schiffsverladungen von Schafen in verschiedenen
Häfen blockiert.
In
Portland und Melbourne wurden die Verladungen tagelang erfolgreich
verhindert, weil die AktivistInnen mit Kleinbooten den Hafen besetzten
und das Andocken der grossen Schiffe unmöglich gemacht haben.
Schlechtwetter hat dann weitere Blockaden verhindert. Ein Bericht
dazu auf abc.
Am
2. Oktober 2003 gab es in Österreich eine Demo vor der australischen
Botschaft hinter der Karlskirche in Wien.
28.09.03,
Quelle: fellbeisser.info
Schweizer Tierschützer will den Schafen Asyl gewähren
Den
50.000 australischen Schafen, die seit Wochen auf einer Odysee im
Persischen Golf unterwegs sind, will der Schweizer
Tierschützer Franz Weber zur Hilfe kommen - bis eine Lösung
gefunden ist. Sie sollen in Webers australischem Wildpferderefugium
untergebracht werden. Um sein Vorhaben zu realisieren, habe sich
Weber per Fax und E-Mail an den australischen Premierminister John
Howard gewandt.
Weber
könne beim Transport, bei der Unterbringung, der Versorgung
und der ärztlichen Betreuung der Tiere auf die Hilfe internationaler
Gemeinschaften zählen. Etwa 6.000 Tiere sind seit Beginn der
Odyssee an Bord der „Cormo Express“ bereits verendet.
Die australische Regierung verhandelt nach eigenen Angaben mit zehn
Staaten über den Verbleib der Schafe.
Nach
einem Bericht der australischen Zeitung Age von Ende September soll
dazu auch der Irak gehören. Im Irak sollen die Tiere demnach
am traditionellen Fest zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan am
24. November geschlachtet werden. (hier
Infos über Schächten)
24.10.03,
Quelle: Tier-Info, web.de
Zehntausende gestrandete Schafe gehen in Eritrea an Land
Nach fast dreimonatiger Irrfahrt sind am 24.10.03 mehr als 50.000
australische Schafe in Eritrea an Land gegangen. Das teilte die
australische Regierung in Canberra mit. Der afrikanische Staat hat
die Tiere von Australien geschenkt bekommen. Dazu kassiert Eritrea
zudem etwa 700.000 US-Dollar (594.000 Euro), damit die Schafe fachgerecht
geschlachtet werden können. Zuvor
hatten 25 Länder die Annahme der Schafe verweigert. Nach Tierschutzangaben
sind bei der Gluthitze an Bord etwa 5000 Schafe verendet.
Ihre
Meinung? Schreiben Sie doch einen Lesebrief an die Zeitungen*
- momentan dürfte in jedem Medium ein aktueller Bericht darüber
zu finden sein. Und wenn nicht, umsosehr ein Grund, die Journalisten
anzuschreiben. Es ist gut, wenn solche Themen in die Öffentlichkeit
kommen. *z.B.
an die Berliner Morgenpost
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