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Insektenfresser: Igel


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Igel


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Buchtipp: Kaninchen- und Nagetiere-Enzyklopädie  

Kaninchen- und Nagetiere-Enzyklopädie

Gebundene Ausgabe
320 Seiten - Nebel Verlag
Oktober 2002
ISBN: 3895550736
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Buchtipp: Die Seele der Tiere  

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Igel gehören wie Maulwürfe zur Ordnung Insectivora (Insektenfresser)

Der europäische Igel (Erinaceus europaeus) ist wahrscheinlich der bekannteste Insektenfresser


Igeltanrek: kein Igel, sondern Tanrek

Langohr-Igel, Bewohner der trockenen Zonen. Mit den Ohren wird Wärme abgeführt

Igel gehören zur Familie Erinaceidae, deren Vertreter überall in Europa, Afrika und Asien vorkommen. Diese Gruppe umfasst 17 Arten. Die meisten haben Stacheln, während andere, wie die Haarigel oder die Gymnuren Südostasiens, ein Körperkleid aus grobem Haar besitzen.

Fortpflanzung

Igel sind einzelgängerische Tiere. Die Bewohner trockener Gegenden vermehren sich nur 1x jährlich. In den gemäßigten Zonen kommen regelmäßig 2 Würfe vor. In den Tropen, wo die Verfügbarkeit von Nahrung und das Wetter leicht vorhersagbar sind, können Igel sich während des ganzen Jahres fortpflanzen.


Nahrung

Igel haben einen sehr hohen Energiebedarf. Aktive Igel sind ständig auf der Suche nach Nahrung. Während des Beutezugs einer einzigen Nacht können sie mehr als 3 km zurücklegen. Am liebsten fressen sie Regenwürmer. Igel verachten die meisten Wirbellosen als Kost nicht und ernähren sich auch von Samen und Früchten. Ihr Appetit auf Schnecken und Maikäfer macht sie oft zum Verbündeten der Gärtner, der sie gerne anlockt, um "Schädlings"-Bekämpfung zu betreiben.


"Winterruhe"

Um mit teilweise ungünstigen Lebensbedingungen (Nahrungsmangel und extreme Temperaturen) zurechtzukommen, haben zahlreiche Arten die Fähigkeit entwickelt, eine Ruhepause (Starre oder Überwinterung) einzulegen. In diesen Zeiten sinkt die Körpertemperatur beinahe auf das Niveau der umgebenden Luft (wird aber nicht niedriger als ca. +4° C). Auch der Sauerstoffbedarf kann vom normalen Niveau von 500 Mililiter pro kg und h auf nur 10 Mililiter zurückgehen. Die Tiere können dann länger von weniger Reserven überleben. Die "Überwinterung" ist keine Eigenheit der Art, sondern wird von den Umweltbedingungen ausgelöst. Tropische Igel überwintern nicht. Werden sie jedoch Nahrungsknappheit oder niedrigen Temperaturen ausgesetzt, "überwintern" auch sie.


Nur namensverwandt

Pflanze, "Igelstäubling"

Fisch, "Igelfisch"

  • Igelfisch

    (auch Kugelfisch; Diodon hysterix) ist ein stacheliger Fisch, der einen schnabelförmigen Kiefer hat und sich durch Aufnahme von Wasser oder Luft in den Magen kugelig aufblasen kann

  • Seeigel

    (Stachelhäuter; Echinoideen) haben einen kugeligen Körper und sind von einer kalkigen Schale umschlossen. Sie leben meist in Küstenregionen; die meisten sind Räuber, andere ernähen sich von Tangen. Zu ihnen gehört z.B. auch der Lederigel und der Herzigel.

  • Igelkaktus

    (Echinocactus) ist eine Pflanze. Sie hat einen seeigel- bis säulenförmigen Stamm sowie Höckerreihen und ist mit Stacheln besetzt

  • noch mehr Pflanzen

    Igelkolben (schilfähnliche Uferpflanze)
    Igelsame (Klettenkraut, vergissmeinnicht-artig)
    Igelschwamm (Stachelpilz)


Das Stachelkleid

schützend, schön und schmerzhaft

Die Stachelhülle besteht bei einem erwachsenen Tier aus bis zu 5.000 nadelspitzen Stacheln, die 2-3 cm lang sind.

Die "Stacheln" sind umgewandelte Haare. Jeder dieser Stacheln ist mit Luftkammern und Verstärkungsgraten ausgestattet. Die Stacheln bedecken die gesamte Rückenfläche. Der Bauch ist von einer derben Haut bedeckt, aus dem grobhaariges Fell wächst.

Bei einer Bedrohung richten sich die Stacheln kreuz und quer auf und stützen einander. So bilden sie ein hervorragendes Verteidigungssystem. Zusätzlich können sich Igel schützen, indem sie sich zu einem dichten Ball zusammenrollen und dadurch die weichen Bereiche verbergen.

Räuber machen selten den Versuch, diese Super-Verteidiger anzugreifen. Dafür haben sie andere Feinde, denen sie oft hilflos ausgeliefert sind: Zecken machen ihnen das Leben schwer.


... Geschichten, Sagen, Legenden, Märchen

Igel-Stories

 

Hase und Igel

Das plattdeutsche Märchen, überliefert durch die Brüder Grimm, gehört zu den weitverbreitensten moralischen Lesebucherzählungen. Das Paradoxon hinter der Geschichte: "Langsamer ist schneller als schnell". Und die Moral von der Geschicht: Verachte den Geringeren nicht. Außerdem: "Vertrödle nicht Deine Zeit".
Nachzulesen bei
Igelhelfer

Der Igel darf also zu jenen kleinen Tieren dazugezählt werden, die den Größeren und Stärkeren die Stirn bieten. In seiner politischen Fabel "Der Igel" lässt Conrad Pfeffel einen Igel dem herrischen Löwen trotzen: "Verschlingen kannst du mich; jedoch verdauen nicht."

Grimms Märchen

Buchtipp: Grimms Märchen

Gebundene Ausgabe
Deutscher Klassiker Verlag
März 1999
ISBN: 3618641540

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Die Stachelmaus

Laut einer katalanischen Geschichte lebten einst Katzen und Mäuse friedlich nebeneinander. Eines Tages ging die Katze zum Scherenschleifer und ließ Krallen und Zähne schärfen. Der schutzlose Igel hat sich eine Gegenmaßnahme einfallen lassen: In einer Pechschmelzerei wälzte er sich in flüssigem Harz, dann im Gebüsch an stacheligen Pflanzen. Seitdem konnte die Katze ihm nichts mehr antun.

Stachelkleid von Schlangen-Hexerei?

Einem Märchen nach hatten Igel früher keine Stacheln, sondern schönes feines Haar. Eine futterneidige Kreuzotter war so erbost über die ihr entgangene Beute, wurde zudem noch aufs äußerste gereizt (erinnere eine Schlange nie daran, dass sie keine Beine hat, vergleiche sie nie mit Würmern und mache sie nicht neidisch auf Deine Federn, Fell oder Haare), dass sie den Tieren Stacheln anhexte. Dies stellte sich im nachhinein allerdings für den Igel als großes Glück und für die Schlange als Todesurteil dar. Ganze Geschichte bei Igelhelfer

Das Heckenschwein

Im englischen heißt der Igel "hedgehog". Die alten Bestiarien erzählen, das Tier sehe aus wie ein Ferkelchen, sei jedoch ganz mit Stacheln bedeckt. Im Herbst gehe es in den Weinberg, schneide sich Trauben ab, so dass sie zu Boden fallen und wälze sich darin, um sie aufzuspießen und seinen Jungen nach Hause bringen zu können.


Ratespiel: Ein paar Fragen zu Igeln. Testen Sie Ihr Wissen!


  • Quelle: z.T. "Biologie in Zahlen", Gustav Fischer Verlag
  • Programmierung Flash: match moschus
  • Idee, Gestaltung und Umsetzung: tierdach
  • Das Igel-Ratespiel ist mit der Frage 8 beendet
  • Maximale Punktzahl: 800

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