Gebundene
Ausgabe
320 Seiten - Nebel Verlag
Oktober 2002
ISBN: 3895550736 Link
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Die
Seele der Tiere
In
einzigartigen Fotos zeigt der renommierte Fotograf Walter
Schels über siebzig Tierpersönlichkeiten und offenbart
damit ihre Seele. Die Autorin Sabine Schwabenthan porträtiert
anhand von Mythen, Sagen, Märchen und Volksweisheiten
den Charakter der abgebildeten Tiere und beschreibt, wie sich
das Verhältnis von Mensch und Tier im Laufe der Zeit
verändert hat. Ein ideales Geschenkbuch sowohl für
Tierliebhaber als auch für Fotobegeisterte, in hochwertiger
Leinenausstattung. Link
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Igel
gehören wie Maulwürfe zur Ordnung Insectivora (Insektenfresser)
Der
europäische Igel (Erinaceus europaeus) ist wahrscheinlich der
bekannteste Insektenfresser
Igel
gehören zur Familie Erinaceidae, deren Vertreter überall in Europa,
Afrika und Asien vorkommen. Diese Gruppe umfasst 17 Arten. Die meisten
haben Stacheln, während andere, wie die Haarigel oder die Gymnuren
Südostasiens, ein Körperkleid aus grobem Haar besitzen.
Fortpflanzung
Igel
sind einzelgängerische Tiere. Die Bewohner trockener Gegenden vermehren
sich nur 1x jährlich. In den gemäßigten Zonen kommen regelmäßig
2 Würfe vor. In den Tropen, wo die Verfügbarkeit von Nahrung und
das Wetter leicht vorhersagbar sind, können Igel sich während des
ganzen Jahres fortpflanzen.
Nahrung
Igel
haben einen sehr hohen Energiebedarf. Aktive Igel sind ständig auf
der Suche nach Nahrung. Während des Beutezugs einer einzigen Nacht
können sie mehr als 3 km zurücklegen. Am liebsten fressen sie Regenwürmer.
Igel verachten die meisten Wirbellosen als Kost nicht und ernähren
sich auch von Samen und Früchten. Ihr Appetit auf Schnecken und
Maikäfer macht sie oft zum Verbündeten der Gärtner, der sie gerne
anlockt, um "Schädlings"-Bekämpfung zu betreiben.
"Winterruhe"
Um
mit teilweise ungünstigen Lebensbedingungen (Nahrungsmangel und
extreme Temperaturen) zurechtzukommen, haben zahlreiche Arten die
Fähigkeit entwickelt, eine Ruhepause (Starre oder Überwinterung)
einzulegen. In diesen Zeiten sinkt die Körpertemperatur beinahe
auf das Niveau der umgebenden Luft (wird aber nicht niedriger als
ca. +4° C). Auch der Sauerstoffbedarf kann vom normalen Niveau
von 500 Mililiter pro kg und h auf nur 10 Mililiter zurückgehen.
Die Tiere können dann länger von weniger Reserven überleben. Die
"Überwinterung" ist keine Eigenheit der Art, sondern wird
von den Umweltbedingungen ausgelöst. Tropische Igel überwintern
nicht. Werden sie jedoch Nahrungsknappheit oder niedrigen Temperaturen
ausgesetzt, "überwintern" auch sie.
Nur
namensverwandt
Igelfisch
(auch Kugelfisch; Diodon hysterix) ist ein stacheliger
Fisch, der einen schnabelförmigen Kiefer hat und sich durch
Aufnahme von Wasser oder Luft in den Magen kugelig aufblasen
kann
Seeigel
(Stachelhäuter; Echinoideen) haben einen kugeligen
Körper und sind von einer kalkigen Schale umschlossen. Sie leben
meist in Küstenregionen; die meisten sind Räuber, andere ernähen
sich von Tangen. Zu ihnen gehört z.B. auch der Lederigel
und der Herzigel.
Igelkaktus
(Echinocactus) ist eine Pflanze. Sie hat einen seeigel-
bis säulenförmigen Stamm sowie Höckerreihen und ist mit Stacheln
besetzt
Die
Stachelhülle besteht bei einem erwachsenen Tier aus bis zu 5.000
nadelspitzen Stacheln, die 2-3 cm lang sind.
Die
"Stacheln" sind umgewandelte Haare. Jeder dieser Stacheln
ist mit Luftkammern und Verstärkungsgraten ausgestattet. Die Stacheln
bedecken die gesamte Rückenfläche. Der Bauch ist von einer derben
Haut bedeckt, aus dem grobhaariges Fell wächst.
Bei
einer Bedrohung richten sich die Stacheln kreuz und quer auf und
stützen einander. So bilden sie ein hervorragendes Verteidigungssystem.
Zusätzlich können sich Igel schützen, indem sie sich zu einem dichten
Ball zusammenrollen und dadurch die weichen Bereiche verbergen.
Räuber
machen selten den Versuch, diese Super-Verteidiger anzugreifen.
Dafür haben sie andere Feinde, denen sie oft hilflos ausgeliefert
sind: Zecken machen ihnen das Leben schwer.
...
Geschichten, Sagen, Legenden, Märchen
Igel-Stories
Hase
und Igel
Das
plattdeutsche Märchen, überliefert durch die Brüder
Grimm, gehört zu den weitverbreitensten moralischen Lesebucherzählungen.
Das Paradoxon hinter der Geschichte: "Langsamer ist schneller
als schnell". Und die Moral von der Geschicht: Verachte
den Geringeren nicht. Außerdem: "Vertrödle
nicht Deine Zeit".
Nachzulesen bei
Igelhelfer
Der Igel darf also zu jenen kleinen Tieren dazugezählt
werden, die den Größeren und Stärkeren die
Stirn bieten. In seiner politischen Fabel "Der Igel"
lässt Conrad Pfeffel einen Igel dem herrischen Löwen
trotzen: "Verschlingen kannst du mich; jedoch verdauen
nicht."
Grimms
Märchen
Gebundene
Ausgabe
Deutscher Klassiker Verlag
März 1999
ISBN: 3618641540 amazon-Link
Die
Stachelmaus
Laut
einer katalanischen Geschichte lebten einst Katzen und Mäuse
friedlich nebeneinander. Eines Tages ging die Katze zum Scherenschleifer
und ließ Krallen und Zähne schärfen. Der schutzlose
Igel hat sich eine Gegenmaßnahme einfallen lassen: In einer
Pechschmelzerei wälzte er sich in flüssigem Harz, dann
im Gebüsch an stacheligen Pflanzen. Seitdem konnte die Katze
ihm nichts mehr antun.
Stachelkleid von Schlangen-Hexerei?
Einem
Märchen nach hatten Igel früher keine Stacheln, sondern
schönes feines Haar. Eine futterneidige Kreuzotter war so erbost
über die ihr entgangene Beute, wurde zudem noch aufs äußerste
gereizt (erinnere eine Schlange nie daran, dass sie keine Beine
hat, vergleiche sie nie mit Würmern und mache sie nicht neidisch
auf Deine Federn, Fell oder Haare), dass sie den Tieren Stacheln
anhexte. Dies stellte sich im nachhinein allerdings für den
Igel als großes Glück und für die Schlange als Todesurteil
dar. Ganze Geschichte bei
Igelhelfer
Das
Heckenschwein
Im englischen heißt der Igel "hedgehog". Die alten
Bestiarien erzählen, das Tier sehe aus wie ein Ferkelchen,
sei jedoch ganz mit Stacheln bedeckt. Im Herbst gehe es in den Weinberg,
schneide sich Trauben ab, so dass sie zu Boden fallen und wälze
sich darin, um sie aufzuspießen und seinen Jungen nach Hause
bringen zu können.
Ratespiel:
Ein paar Fragen zu Igeln. Testen Sie Ihr Wissen!
Quelle:
z.T. "Biologie in Zahlen", Gustav Fischer
Verlag