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Hasenartige: Hasen

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Hasen gehören zur Ordnung Lagomorpha (Hasenartige) - und sind keine Nagetiere.

Diese Ordnung umfasst jene vertraute Gruppe mit großen Ohren und weit auseinanderliegenden Augen


 Allgemein

aus www.tiere-kunst.de.vu: Eduard Ockel (1834-1910): Hare Study, late 19th century. 29,2x22,4cm, oil on board.

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Säugende Häsin (Quelle: cliparts Barry)Die Lagomorphen haben, entweder von Natur aus oder infolge der Verschleppung durch den Menschen, ein weite Verbreitung.

Obwohl sie typische Bewohner der Tundren, offenen Grasebenen, Felsgebiete und Trockensteppen sind, leben einige auch in den Waldgebieten der gemäßigteren Breiten, in den kalten Wäldern des Nordens und auch in den Tropenwäldern.

Hasen sind den Nagetieren ähnlich, jedoch unter anderem durch ein weiteres Schneidezahnpaar im Oberkiefer von ihnen verschieden.

Zu den Hasen gehören Kaninchen und die echten Hasen. Diese sind hauptsächlich Bewohner der Kultursteppen und lichten Wälder. Hasen und Kaninchen können sehr schnell flüchten. Weil sie im Zickzack laufen und Haken schlagen, sind sie sehr schwierig zu fangen. Im Fluchtlauf sollen sie bis 80 km/h erreichen können.

Hasen sind Einzelgänger. Sie graben keine Bauten, sondern ducken sich in Mulden, die sie im hohen Gras scharren. Der Feldhase (Lepus europaeus), der "Meister Lampe" der Tierfabel, bis 76 cm lang, lebt in fast ganz Europa. Die Häsin (Setz- oder Satzhase) wirft 2-4 mal im Jahr. Der männliche Hase heißt Rammler. In Nordeuropa lebt der veränderliche Hase, der im Sommer braun, im Winter weiß gefärbt ist. Eng verwandt ist der auch nur im Winter weiße Alpenhase.


Hasen und Kaninchen - Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Der größte Teil der Körperwärme entweicht bei Hasen und Kaninchen über die Ohren. Darum ist je nach Lebensraum die Ohrgröße unterschiedlich. Die Hasen in der Wüste Arizonas haben beispielsweise große Ohren, die ihnen Kühlung verschaffen. Schneehasen dagegen haben eher kleine Ohren.

Hasen und Kaninchen sind Verwandte. Kaninchen wurden gezähmt und zu Haustieren gemacht, Hasen dagegen sind immer wild geblieben. Beide Arten haben sehr lange Hinterbeine. Ihre Nagezähne wachsen während ihres ganzen Lebens nach. 

Hasen und Kaninchen unterscheiden sich äußerlich stark. Ein Hase kann bis 76 cm lang werden, das kleinere Kaninchen dagegen nur etwa 40 cm. Außerdem haben Hasen viel längere Ohren und noch kräftigere Hinterbeine.


Der Pflanzenpate

Blume Esparsette

Viele Pflanzen verdanken ihre Namen dem Hasen:

Hasenglöckchen (Scilla), Hasenheide (Besenginster), Hasenklee (Trifolium), Hasenkohl (Sauerkohl), Hasenkopf (Esparsette), Hasenlattich (Prenanthes purpurea), Hasenohr (Bupleurum), Hasenpfötchen (z.B. Grasnelke), Hasenpilz (Röhrlingspilze), Hasenschwanz (Samtgras).


Hasenartige

Ordnung Lagomorpha
2 Familien
12 Gattungen
59 Arten

Artenschutz:  Das Sumatra-Kaninchen ist selten. Folgende Arten werden in der Roten Liste für bedrohte Säugetiere der IUCN als gefährdet angesehen: Borstenkaninchen, Amami-Kaninchen, Vulkan-Kaninchen.

 

Kopf-Rumpf-Länge

Schwanz-Länge

Gewicht

 

Kleinste Art
Steppenfpeifhase
(Ochotona pusilla)

18 cm

75 - 210 g

 

Größte Art
Europäischer Hase
(Lepus europaeus)

50 - 76 cm

7- 12 cm

2,5 - 5,0 kg

 
   

Der Schneehase

Francesco del Cossa: Fresken mit den Monatsdarstellungen März, April, Mai im Palazzo Schifanoia, Szene: April -Triumphzug der Venus, Detail. 1469-1470

Wenn es geschneit hat und die Tiere kein Gras finden, fressen sie auch Rinde.

Der Schneehase ist ein Gebirgsbewohner und unterscheidet sich vom Feldhasen dadurch, dass er im Winter weiß wird. Schweizerische Forscher halten es für wahrscheinlich, dass es sich um ein Ausbleichen der Haare handelt, das dem Altersergrauen der Menschen ähnlich sei und wie dieses durch eine Anreicherung von Säure in der Haut verursacht werde. Im Frühjahr erfolgt dann ein Haarwechsel.

Der Schneehase hat im Winter dicke Fellbüschel an den Beinen. Sie verhindern, dass er im Schnee einsinkt. Wie kam er zu diesen Schneeschuhen?

Sage von den Schneeschuhen

Als die Welt noch neu war, kämpfte der mächtige Jäger Michabou gegen den Geist der Bären um die Herrschaft im Norden. Der Hase half dem Bären: Er stahl Michabou die Schneeschuhe, als dieser schlief. Als Michabou erwachte, versank er im tiefen Schnee und konnte nicht weitergehen. Müde gab er schließlich den Kampf auf. Der Hase aber durfte als Belohnung die Schneeschuhe behalten.


Mehr Legenden und Sagen

Osterhasen (Quelle: http://www.osterhasen-museum.de/index.html )

Linktipp Osterhasen-Museum Besuchen Sie diese Seite, wenn Sie alles über Osterhasen und Brauchtum wissen möchten.

Legende der eierlegenden Osterhasen

Die hasenköpfige Ostara war die heidnische Göttin des Frühlings. Ihr Lieblingstier war natürlich der Hase, darum bringt man ihn noch heute mit dem ersten Fest des Frühlings in Verbindung.

Im frühen Christentum verschlechterte sich der Ruf des Hasen. Er galt wegen seiner Fruchtbarkeit als leibhaftiges Symbol für Unzucht und unnatürliche Geschlechtslust.
Papst Zacharias verbot deshalb im Jahre 751 sogar den Verzehr von Hasenfleisch, weil der Teufelsbraten für den keuschen Christen eine Gefahr darstellte.

Doch der fruchtbare Hase ließ sich durch die christliche Verdammung nicht aus dem Oster-Brauchtum vertreiben.
Es gelang ihm sogar im Laufe der Jahrhunderte, alle "eierbringenden" Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen, so dass er im heutigen Oster-Brauchtum zum alleinigen Eierbringer geworden ist.

Dass aber der Hase die Ostereier legen soll, hat eine andere Geschichte. Vielleicht die, dass der Regenpfeifer seine Eier in leere Hasenmulden legt.


Von der Sage, wie Frösche den Hasen das Leben retteten

Die Hasen hatten Angst. Sie waren umgeben von Feinden: Menschen, Hunde, Raubvögel und andere.

Sie hielten Rat und beschlossen nach langen Reden, dass sich sich alle umbringen wollten. Die Hasen rannten auf einen nahe gelegenen Teich zu, um sich zu ertränken.

Dabei erschreckten sie Frösche, die aufgeregt ins Wasser sprangen. Vor lauter Freude, dass sie ein Tier gefunden hatten, das sich vor ihnen fürchtete, fanden die Hasen ihren Lebensmut wieder.

Linktipp: Hasen in der Kunst in der Tiere-in-der-Kunst-Liste von tierdach. Mit E-Card-Service!


Mehr Glauben und Religion

Der Hase kam als viertes Tier, in manchen Ländern ist es auch die Katze. Quelle: dragonluck

Der schwierige Hase im chinesischen Horoskop

Der Hase ist eines der schwierigsten Tiere unter den zwölf Tierkreiszeichen des chinesischen Horoskops. Hasen sind meist freundlich und süß und selbstverständlich beliebte Leute.

Niemand ignoriert sie und sie sind gute Gesellschafter, die wissen, wie man das Beste aus sich macht. Das Zuhause eines Hasen ist immer schön eingerichtet, weil Hasen für ihren guten Geschmack und Ihren Kunstsinn berühmt sind. Sie sind normalerweise auch sehr gut angezogen.

Schauen Sie sich den Kleiderschrank eines befreundeten Hasen an und sie werden überrascht sein, was für schöne und exotische Kleider sie dort finden können. Aber selbst wenn Hasen beliebt sind und von ihren Freunden und der Familie geliebt werden, sind sie trotzdem pessimistisch. Sie sind konservativ und unsicher und das erklärt, warum die meisten Hasen Veränderungen nicht schätzen.

Hasen können in einer Beziehung die besten Partner sein. Romantisch und liebevoll, auch treu, fehlt es Hasen nie an passenden Partnern. Männliche Hasen können manchmal etwas wählerisch sein und sind sicher keine guten Familienväter.

Weibliche Hasen sollten möglicherweise etwas weniger Zeit damit verbringen, sich selbst im Spiegel zu betrachten und mehr Zeit für ihre Freunde haben. Quelle: Chinalink


Hexen in Hasengestalt?

Im Mittelalter glaubte man, dass sich Hexen in Hasen verwandeln können. Fand man einen verletzten Hasen, so dauerte es nicht lange, bis man eine Hexe mit einer ähnlichen Verletzung fand. Im Jahre 1662 soll eine wegen Hexerei angeklagte Frau während ihres Prozesses ausgerufen haben: "Als Hase werde ich gehen, mit aller Sorge und Furcht. Doch in Teufels Namen werde ich wieder zurückkommen."

In den Volksmärchen Westafrikas gilt der Hase als Mogler und Betrüger. Auch bei Prärie-Indianern hatte er keinen guten Ruf. Noch heute rankt sich viel Aberglauben um den Hasen.


Hilfe für Feldhasen

Zur Anti-Jagd-Seite
(Antijagd! externer Linktipp)

aus dem tierdach-Gästebuch, 15. August 2002:

"Ich möchte gerne Hilfestellung für Feldhasen leisten und habe mich daher schlau gemacht, wie man den Tieren am besten helfen kann. Wer also ein „verwaistes“ Tier finden sollte, nimmt am besten mit mir Kontakt auf.

Ich helfe weiter. Bitte auf alle Fälle mitteilen, in welcher Stadt man ist und auch Telefonnummer angeben. Mailing ist oft nicht so gut, denn ich sitze natürlich nicht immer vor dem Internet. Anrufen geht schneller. Vielleicht bis bald, viele Grüße"

Birgit de Levie, Scholleite 10, 91235 Hartenstein
0172/8572273, oder 09152/921444, E-Mail, Homepage


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