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Elapiden: Mambas, Kobras & Co.
Schlangen mit vorderen Giftzähnen:
Die Familie Elapidae
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Allgemein
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Die
wirklich gefährlichen Giftschlangen gehören zu zwei verschiedenen
Gruppen: die Proteroglyphen (zu denen Kobras und deren Verwandte
gehören), die "feststehende Fänge" haben (Problem der
maximalen Größe, Maul muss noch schließbar bleiben) und die Vipern,
die eine geniale Lösung gefunden haben.
Trotz
zahlreicher Ausnahmen ernähren sich die meisten Schlangen mit vorn
feststehenden Giftzähnen von wechselwarmen Beutetieren, etwa Fischen,
Fröschen, Echsen und anderen Schlangen.
Die
terrestrischen (auf Land lebenden) Elapiden sind auf allen tropischen
und subtropischen Landmassen artenreich und häufig. Bis heute kennt
man 180 Arten. Viele Elapiden sind ihrer Gefährlichkeit Menschen
gegenüber berüchtigt. Dazu gehören in Afrika große, furchterregende
Arten wie die schwarze Mamba (Dendroaspis polylepis), die
grünen Mambas (Dendroaspis angusticeps und Dendroaspis
viridis) sowie eine Fülle weiterer Mambas und Kobras.
Australische Elapiden
Australien
ist der einzige Kontinent mit mehr giftigen als ungiftigen Schlangenarten,
und hier findet man auch die Formen mit dem wirksamsten Gift.
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Mambas |
Afrika ist die Heimat
zahlreicher Elapiden (Unterfamilie Dendroaspinae). Darunter
findet man kleine, versteckt lebende Formen und berüchtigte. Diese
Schlange ist die Hauptfigur vieler Schauergeschichten. In den meisten
Berichten werden die Angriffslust, ihr Tempo und die Wirkung ihres
Giftes stark übertrieben. Trotzdem besteht kein Zweifel daran,
dass sie zu den gefährlichsten Schlangen überhaupt gehören. Allein
die Drohgeste einer wütenden Mamba ist ein wirklich furchterregender
Anblick.
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Kobras und Verwandte |
Die
Unterfamilie Elapinae hat, trotz ihrer weiten asiatischen Verbreitung
in Asien, ihre größte Artenfülle in Afrika. Hier sind zehn Arten
zuhause.
Zweifellos entstand das Gift
zunächst als Hilfsmittel, um Beutetiere zu lähmen. Es ist aber auch
brauchbar als Abwehr gegen Angreifer. Zwei Gruppen afrikanischer
Kobras und eine asiatische Art haben in dieser Hinsicht besonders
daran gefeilt: Sie sprühen ihr Gift direkt in die Augen des Angreifers.
Die
berühmteste asiatische Elapide ist die Königskobra. Es gibt
Berichte über Elefanten, die den Biss dieser Schlange nur wenige
Stunden überlebten. Glücklicherweise ist die Königskobra nicht angriffslustig,
selbst nistende Weibchen nicht. Die Königskobra ernährt sich vorwiegend
von anderen Schlangen und verschont dabei auch die giftigen Arten
nicht.
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Korallen-Schlangen |
Die Korallenschlangen
gehören zur Unterfamilie Micrurinae. In den amerikanischen
Tropen, besonders in Südamerika, leben etwa 50 Arten der Gattungen
Micrurus und Micruroides. Die meisten tragen leuchtend
gefärbte Streifen, und alle sind von schlankem Körperbau. Vielleicht
dienen diese Farbmuster dazu, Räuber zu verwirren, die eine solche
Schlange im Dämmerlicht antrifft. Wenn die Schlange sich hin- und
herwälzt, scheinen diese Bänder zu flackern und ineinander zu verschmelzen,
so dass der Räuber Schwierigkeiten hat, die genaue Position der
fliehenden Schlange zu bestimmen.
Um
die Aufmerksamkeit eines Räubers von ihrem empfindlichen Kopf abzulenken,
nehmen einige Korallenschlangen eine ungewöhnliche Körperhaltung
ein: Sie verbergen ihren Kopf unter den Körperschlingen und bewegen
ihren Schwanz so in der Luft, wie man es von ihrem Kopf erwarten
würde. Schnappt der Räuber nach dem vermeintlichen Kopf, erlebt
er eine unangenehme Überraschung, wenn der richtige Kopf plötzlich
zum Vorschein kommt. |
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Seeschlangen |
Zwei große Entwicklungslinien
der Proteroglyphen haben das Meer besiedelt: Die Plattschwänze
(Laticaudinen) mit leuchtend gefärbter Querstreifung sind
Bewohner der indopazifischen Region. Eine dieser Arten (Laticauda
crockeri) kommt nur in einem vom Land abgeschnittenen See auf
den Salomonen-Inseln vor. Dagegen sind die übrigen 5 Arten
echte Meeresbewohner. Der seitlich zusammengedrückte Schwanz dient
als Ruder. Die Nasenlöcher befinden sich oben auf der Schnauze,
so dass sie gut atmen kann, wenn sich der meiste Teil ihres Körpers
im Wasser befindet. Beim Tauchen schützen Klappen gegen eindringendes
Wasser. Einige Arten sind in der Lage, dem umgebenden Wasser Sauerstoff
über die Haut zu entnehmen.
Die
"Plättchen-Schlange" (Pelamis platururs) entwickelte
eine pelagische Lebensweise (lässt sich von Winden und Strömungen
ins offene Meer treiben). Wie gelangt es einer Schlange (immerhin
durch Warnstreifen vor Räubern von oben geschützt), die an der Oberfläche
treibt, Fische zu fangen? Diese Schlange verlässt sich auf die Eigenschaft
kleinerer Fische, sich unter treibenden Objekten zu versammeln.
Fische versammeln sich unter ihrem platten Schwanz. Um diese mit
ihrem Maul zu packen, schwimmt sie plötzlich trickreich rückwärts.
Zu
im Wasser lebenden Schlangen mehr bei Warzenschlangen.
Zu den Seeschlangen im Sinne von Meeresungeheuer mehr bei den Berühmten
Schlangen. |
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Buchtipps
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Giftschlangen
von Ludwig Trutnau
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Ausgabe - 361 Seiten
Ulmer (Eugen)
Erscheinungsdatum: 1998
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Natur und Tier-Verlag
Erscheinungsdatum: September 2003
ISBN: 3931587770
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Die
faszinierende Welt der Schlangen
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Gebundene
Ausgabe - 144 Seiten
Nebel Verlag
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3895553255
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