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Der
Stierkampf
Allgemeines über Stierkampf,
Der
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Tücher,
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Höhere
Bundeslehranstalt
für wirtschaftliche Berufe
A-2020 Hollabrunn
Mühlgasse 35
Klasse:
HL5A
Jahrgang:
2002/03 |
"Der
Spanische Stierkampf"
Einzelarbeit
von: Maria EBENAUER
Gegenstand:
Geschichte
Betreuungslehrer:
Mag. Walter Trunk |
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| Der
Stier
(el Toro) |
Der
Stierkampf könnte nicht bestehen ohne den Kampfstier, der einer
uralten Rinderrasse, die nur in Spanien überlebt hat, angehört.
Seinen Vorfahren, den Urus, das Ur oder den Auerochsen, gab es in
weiten Teilen der Welt.
Die Auerochsen hielten sich in Europa bis ins 17. Jh. An ihrem Aussterben
trug der Mensch die Hauptschuld, vor allem durch die fortschreitende
Einengung der Waldgebiete durch die landwirtschaftliche Nutzung.
Wenn
man einen Vergleich zwischen einem gezüchteten Kampfstier und
einem in der Wildbahn frei lebenden Stier zieht, so ist das, als
ob man Hunde mit Wölfen vergleicht.
Der
Kampfstier ist ein wildes Tier, das auf Tausende von Morgen großen
Ranches gezüchtet wird. Begegnungen zwischen den Menschen und
Stieren werden dort auf ein Minimum beschränkt. Kampfstiere
wiegen zwischen 400 und 700 Kilogramm.
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Die
Stierzucht
Stiere werden in Spanien hauptsächlich in Andalusien gezüchtet,
wo sich ideale Lebensbedingungen vorfinden. Dort lebt der Stier
die ersten vier Jahre seines Lebens auf riesigen Weiden in Herden
und bekommt nur das beste Futter. Wenn die Jungstiere ein Jahr alt
sind, wird ihnen das Zeichen der Züchterei und meist eine Nummer
in die Flanke eingebrannt.
Nach
etwa zwei Jahren werden die Stiere erstmals einem Probekampf unterzogen.
Dieser Probekampf findet in der gewohnten Umgebung der Stiere, auf
den Weiden, statt. Dabei werden einzelne Tiere durch vaqueros, die
andalusischen Cowboys, von der Herde abgesondert und mit Lanzenstößen
zu Fall gebracht.
Wenn er sich überschlagen und wieder aufgerappelt hat, sieht
sich der Jungstier dem berittenen tenador, dem Prüfer, gegenüber,
der ihn mit Zurufen zu sich lockt, um dem Tier – wie später
die picadore in der Arena – die Metallspitze einer Lanze,
der pica, in den Nackenmuskel zu stoßen.
Von
der nun gezeigten Angriffsfreude und Tapferkeit hängt es ab,
ob der Jungstier für die Kastration und ein späteres Ende
im Schlachthaus vorgemerkt oder für den rituellen Tod bei der
corrida aufgezogen wird. Nach vier Jahren gelten die ausgewählten
Tiere als Kampfstiere und werden nun in den letzten Monaten mit
Kraftfutter gefüttert, damit sie mehr Masse zulegen, um noch
gefährlicher auszusehen. Danach werden sie an die Veranstalter
von corridas verkauft.
Die
Stierzucht ist ein großes Geschäft in Spanien. Die Stierzüchter
sind darauf bedacht, ihren Namen mit ihren Tieren gut zu vermarkten.
Das ist der Grund, warum man auf jedem Plakat neben dem Namen des
Matadors auch den Namen des Züchters, dessen Tiere in der Arena
antreten, findet.
Zu
diesem Thema gibt es 2 wichtige Petitionen, die bei antistierkampf.de
gehostet sind; in Zusammenarbeit mit anderen Anti-Corrida-Intitiativen:
Der
Stier als Spielfigur
Der Stier ist die Zentralfigur im "Spiel", um ihn dreht
sich alles. Bei einem Spiel geht man in der Regel davon aus, dass
die Spieler sich freiwillig daran beteiligen. Der Stier kann also
nicht als gleichwertiger Mitspieler betrachtet werden, sondern nur
als Spielfigur, da er nicht freiwillig mitspielt. Der Mensch nimmt
sich das Recht, den Stier als Gegenspieler und Mitspieler für
den Stierkampf heranzuziehen. In Spanien finden pro Jahr an die
sechshundert Stierkämpfe statt, bei denen jeweils sechs Stiere
getötet werden.
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Die
Kampf-Arena |
Die
Stierkampfarena
Der Schauplatz des Stierkampfes ist die Arena. Die Arena misst rund
50 m Durchmesser und ist von einer Bretterwand umgeben, die nicht
allzu hoch und überdies rundum mit einer 45 Zentimeter hohen
Fußleiste ausgestattet ist. Ein sich auf der Flucht befindender
Matador sollte diese Barriere leicht überwinden, der ihm folgende
Stier kann sie jedoch nicht überspringen.
An
vier Stellen kann man die Arena betreten. An diesen auf den Kreisumfang
verteilten Stellen hat die Bordwand einen Durchgang. Diese Durchschlupfe
sind ihrerseits durch eine vorgebaute Bretterwand geschützt,
hinter die sich der Matador bei Gefahr begeben kann.
Um
den Kampfplatz herum sind nach oben hin im Kreis geführte Zuschauerreihen
angelegt. Neben den besseren unteren und weniger guten oberen Plätze
ist nach den Kriterien sol y sombra (Sonne und Schatten) zu unterscheiden.
Da
die Stierkämpfe pünktlich um fünf Uhr nachmittags
beginnen, ist die eine Hälfte der Arena noch mit Sonnenlicht
erfüllt. Da die Sonne im Sommer sehr heiß ist und man
im Gegenlicht nicht so gut sehen kann, sind die Sonnenplätze
die billigsten Plätze, auf denen die ärmeren und leidenschaftlicheren
Zuschauer sitzen.
Die
Präsidentenloge, die Kapelle, die Ehrenplätze und natürlich
die teuren Plätze und liegen im Schatten. In der Präsidentenloge
versammelt sich die Leitung des Stierkampfes. Von dort werden Weisungen,
Warnungen und Trophäen vergeben. Ferner
sind in der Arena ein Pferdehof, ein Stiergehege und die Boxen,
eine Schlachterei und eine Krankenstation untergebracht.
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| Tücher |
Weißes
Tuch
Dieses zeigt der Präsident zum Beginn des Kampfes, zum Wechsel
der Drittel, beim Eintritt des Stieres und für das Zugestehen
der Ohren. Sie werden auch vom Publikum gezeigt, um den Präsidenten
um ein Ohr des Stieres für den Torero zu bitten.
Grünes
Tuch
Der Präsident zeigt es vor, um einen kampfuntauglichen Stier
in das Gehege zurückzuschicken. Normalerweise geschieht das
wegen körperlicher Mängel. Auch das Publikum zeigt es,
wenn es der Meinung ist, der Stier sei kampfuntauglich. Dadurch
bittet es den Präsidenten um die Rücknahme des Stiers.
Wenn der Präsident entscheidet, den untauglichen Stier auszuwechseln,
so tritt an dessen Stelle ein anderer Stier, den man „sobrero“
nennt.
Blaues
Tuch
Wenn der Stier es aufgrund seiner "Qualität" verdient,
posthum eine Runde durch die Arena gezogen zu werden, zeigt der
Präsident ein blaues Tuch.
Orangefarbenes
Tuch
Der Präsident zieht ein orangefarbenes Tuch, wenn der Stier
wegen außergewöhnlicher Tapferkeit begnadigt wird. Wenn
ein begnadeter Stier seine Kampfverletzungen überlebt, kommt
er in der Zucht zum Einsatz.
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Trophäen |
Nach
Beendigung des Kampfes fällt das Publikum sein Urteil durch
Schwenken von Tüchern. Wenn es mit dem Torero zufrieden ist
und meint, dieser verdiene eine Trophäe, dann schwenkt es weiße
Tücher und bittet damit den Präsidenten um das Zugestehen
eines Ohres.
Wenn
diese Forderung mehrheitlich vertreten wird und die Ränge sich
mit weißen Tüchern füllen, ist der Präsident
verpflichtet, das Ohr zuzugestehen.
Sehr viel schwieriger ist es, beide Ohren und den Schwanz zu bekommen.
Das Publikum muss, nachdem der Präsident das erste Ohr zugestanden
hat, seine Tücher weiterhin schwenken, aber in diesem Falle
hat der Präsident das letzte Wort und muss dem Wunsch der Zuschauer
nicht unbedingt nachkommen.
Er
wird die Frage mit den Stierkampfexperten an seiner Seite besprechen,
und wenn beide einverstanden sind, erhält der Torero auch das
zweite Ohr.
Wenn er ein beinahe perfektes Schauspiel geliefert hat, stehen ihm
beide Ohren und der Schwanz zu, die allerhöchste Auszeichnung!
Vom noch lebenden Tier werden die Ohren und der Schwanz abgetrennt;
erst danach erhält der Stier seinen „Gnadenstoß".
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