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| Carcassonne
- Barbarei in Südfrankreich

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| Wieder
einmal wurden auch im Jahr 2003 im Namen der Tradition und Kultur
Stiere zu Tode gequält - alle Anstrengungen von Tierfreunden,
dieses grausame Spektakel zu verhindern, blieben erfolglos.
Dennoch
dürfen wir nicht aufgeben - und deshalb schon jetzt mein Aufruf,
im Vorfeld der nächsten barbarischen Spiele in Südfrankreich
genauso fleißig zu protestieren wie in diesem Jahr. Alleine
über den hier
zur Verfügung gestellten Formmailer haben sich dieses Jahr
635 Menschen aus aller Welt gegen diese Grausamkeiten ausgesprochen
und protestiert (im Vorjahr waren es erst 222).
Herzlichen
Dank an alle, die sich für die Tiere stark gemacht haben. Ganz
besonderer Dank gilt Karl und Anke Daerner, die mich tagesaktuell
mit den Entwicklungen rund um Carcassonne informiert haben.
Viola
Kaesmacher
zurück (jüngere News)
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| News
vom 22.08.2003 (Pressescreen) |
Auszug
aus: Tod am Nachmittag
(Quelle: Netzeitung/Voice of Germany)
"Nach
wie vor hat der spanische Stierkampf auch in Südfrankreich
Hochkonjunktur. Über dem blutigen Ritual geraten die sozialen
Probleme der Vorstädte für kurze Zeit in Vergessenheit.
[...] «Exclusion sociale» heißt in diesem Zusammenhang
das politische Stichwort, und die ist auch an Stierkampftagen in
Béziers zu spüren. Während sich am frühen
Abend 13.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena eingefunden haben,
überlässt sich der größere Teil der Menge lieber
draußen seinem Rausch – wohl auch ein Effekt der beträchtlichen
Eintrittspreise, die zwischen 28 und 65 Euro liegen.
[...] Die Toreros enttäuschen an diesem Tag [...] Als ein Picador
einen kräftigen schwarzen Stier viel zu lange mit der Lanze
malträtiert, kommentiert ein älterer Mann im Publikum
dies nur mit einem resignierten «Voilà» –
er weiß bereits, dass von einem derart geschwächten Tier
kein interessanter Kampf mehr zu erwarten ist.
[...]
Die Präsidentin der Antistierkampfgruppe ASACC, Claire Starozinski,
kämpft bereits seit Jahren für ein Verbot des spanischen
Rituals in Frankreich. Sie verweist auf eine Umfrage, nach der sich
83 Prozent aller Franzosen gegen den Stierkampf ausgesprochen haben
und erinnert daran, dass bereits 1850 ein Verbot dieser blutigen
Veranstaltungen erlassen worden war. [...] Zum Unmut seiner Gegner
hat der Stierkampf heute aber insbesondere in den großen politischen
Parteien eine starke Lobby, und nichts deutet derzeit auf die Möglichkeit
eines generellen Verbotes hin. [...] Im Süden tritt die überall
erhältliche Tageszeitung «Midi Libre» gar als Sponsor
der Stierkämpfe auf. [...]" Linktipp
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| News
vom 22.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
Mit
diesem Bild vom Stierkampf in Béziers wurde vor einigen Tagen
in der "Midi Libre" die Corrida von Carcassonne vorgestellt.
Immer mehr werden bei den Stierkämpfen, um den Nervenkitzel
zu erhöhen und um noch mehr Publikum anzuziehen, Frauen als
Picador oder sogar als Torrero eingesetzt.
Das Bild zeigt auch, welcher Gefahr die Pferde ausgesetzt sind.
Selbst wenn sie mit einer "Rüstung" bekleidet werden,
kommt es zu grausamen "Unfällen". Welche Schmerzen
muss der Stier erleiden, um in diese Wut versetzt zu werden, die
das Foto ausdrückt.
Morgen findet eine Demo vor der Arena in Carcassonne statt.
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| News
vom 21.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner)
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Plakataktion
Wenige
Tage vor den in Carcassonne stattfindenen Stierkämpfen wurde
in dieser Stadt von den Stierkampfgegnern eine Aktion gestartet,
die der Öffentlichkeit auf 4 x 3 m grossen Plakaten die Qual
der Stiere und Pferde als Hauptakteure der Corrida eindrücklich
vor Augen führt. Die Plakate werden in mehreren von Corrida
infizierten Städten Südfrankreichs angeschlagen.
In den Medien wurde diese Aktion sehr gut auf genommen, obwohl die
lokale Presse normalerweise nur den Corrida-Veranstaltern grossen
Raum einräumt und sogar gratis mit Extraausgaben für das
grausame Spektakel wirbt.
Pressekonferenz
In
einer Pressekonferenz wurden die Anliegen der Stierkampfgegner dargestellt:
-
ÖffentlicheTierquälerei ist nicht mit südfranzösischer
Tradition zu entschuldigen.
-
Obwohl
mehrere Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung
gegen Stierkämpfe ist, finden die Corridaveranstalter starke
Unterstützung in allen politischen Lagern,
selbst bei den Grünen!
-
Die
Teilnahme der französischen Umweltministerin
an Stierkämpfen in Dax und Bayonne ist ein Skandal!
-
Da es in Kreisen der Justiz viele Stierkampfbegeisterte
gibt, werden selbst eindeutige Regelungen im französischen
Gesetzesdschungel zum Vorteil der Veranstalter ausgelegt.
-
Die Europäische Union subventioniert die
Aufzucht von Kampfstieren und toleriert sogar das Recycling
auf dem Fleischmarkt.
-
Die Lobby der Stierkämpfer strebt an,
diesen zweifelhaften "Volkssport" in anderen Ländern
zu lancieren. Nordfrankreich, Russland, Polen, Kanada und mehrere
Länder Asiens sind im Vesier.
-
Selbst Kindern, die durch Gesetze vor Fernsehen-
und Filmvorstellungen, die Gewalt propagieren, geschützt
sind, wird der Zugang zu der organisierten Tierquälerei
nicht untersagt. Unter den Besuchern befinden sich viele Kinder
in Begleitung ihrer verantwortungslosen Eltern, Touristen aus
Nord- und Mitteleuropa nicht ausgeschlossen!
Trotz zunehmender Unterstützung durch die Bevölkerung
ist bei den Stierkampfgegnern angesichts der Einstellung der Politiker,
Gerichte und Medien Pessimismus zu spüren. Grosse Hoffnungen
werden in die Europäische Union gesetzt sowie den Einfluss
der nord- und mitteleuropäischen Länder auf die europäische
Gesetzgebung. Dazu ist es notwendig, in diesen Ländern die
öffentliche Meinung zu mobilisieren. In den engen Grenzen Europas
kann die Barberei , die in Frankreich, Spanien und Portugal stattfindet,
niemanden gleichgültig lassen.
Herzliche Grüsse aus dem trotz dieser Grausamkeiten immer noch
lebenswerten Südfrankreich
von Anke und Karl (Henner) Daerner
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| News
17.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner)
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Aufruf
zum Protest
Ende
August findet in Carcassonne wieder das blutige Spektakel einer
Corrida statt. In diesem unwürdigen Schauspiel werden Stiere
unter dem Applaus von Tausenden von Zuschauern auf grausame Weise
zu Tode gequält und Pferde, die eingesetzt werden, um die Stiere
zur Weißglut zu bringen, einer lebensgefährlichen Gefahr ausgesetzt.
Dieses Ereignis kann allen, die Respekt vor der Kreatur haben
und die menschliche Würde hoch achten, nicht gleichgültig
lassen!
Wir rufen daher zum Protest auf und bitten Euch, E-Mails an die
verantwortlichen Stellen, die die Barbarei in Carcassonne unterstützen
oder dulden, zu schicken. Wir schlagen vor, diese mit wirksamen
kurzen Slogans vorzugsweise in englischer oder französischer
Sprache zu senden. Hier einige Vorschläge:
-
Stop
torturing animals for amusement!
-
Torture
des animaux, quelle honte pour le "Pay des Cathares"!
-
Stop
the barbaric show of torturing animals as a relect of Dark Ages!
-
Arretez
l' amusemusement avec la torture des animaux!
Besser
wären eigene Erfindungen, selbst in deutscher Sprache!
Damit die E-Mails nicht gleich von den Empfängern weggeklickt
werden, sollten als "Betreff" auf keinen Fall Begriffe
wie "Corrida" erwähnt werden, sondern eher unverfängliche
Wörter wie "Carcassonne, Vacance, Information, Auskunft"
etc.
Dieser Protest ist wichtig, da immer mehr Städte in Südfrankreich
meinen, ihre Bewohner und Touristen mit diesen grausamen Schauspielen
amüsieren zu müssen. Wir danken für Eure Unterstützung
und bitten Euch, diesen Aufruf zu vervielfältigen.
Mit freundlich Grüssen!
Anke und Karl (Henner) Daerner
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| News
16.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner)
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Gerichtsentscheid
Nachdem sich die große Sommerhitze ein wenig gelegt hat, heizt
sich das Klima um die umstrittene Corrida in Carcassonne wieder
auf. Leider hatte das Berufungsgericht am 18. Juni mit folgender
Begründung im Sinne der Corrida-Veranstalter entschieden: Im
Süden Frankreichs bestünde die ununterbochene Tradition
von Stierkämpfen, auch wenn Carcassonne diese Tradition 43
Jahre lang ruhen ließ.
Diese
Entscheidung ist sehr folgenreich, denn schon andere Städte
wie Toulouse und Castres, in denen diese Barberei lange ruhte oder
nie ausgeübt wurde, kündigen Corridas an. Die Stierkampfgegner
werden nicht aufgeben und nun vor das Kassationsgericht gehen.
Am 23., 24., 30. und 31. August wird die Corrida von Carcassonne
ihr zweites traditionsreiches Jubiläum begehen. Die Stierkampfgegner
lancieren am 19. August in Carcassonne eine Öffentlichkeitsaktion
mit 4 x 3 m großen Plakaten gegen "Gewalt und Grausamkeit",
die sich in anderen französischen Stierkampfstädten fortsetzen
wird.
Außerdem
sind an den Corrida-Tagen zahlreiche Protestaktionen in Carcassonne
geplant.
Wir bitten Sie, uns weiterhin mit Protesten und der Brandmarkung
des grauenvollen Spektakels in der Stadt, die sich zweier Stätten
des UNESCO-Weltkulturerbes rühmt, zu unterstützen.
Mit freundlichen Grüssen!
Anke und Karl Daerner E-Mail
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| News
vom 03.06.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner, Quelle: Artikel vom 03.06.03 der Zeitung MIDI
LIBRE |
Heute
äußerte sich der Abgeordnete der Nationalversammlung
und Stadtverordnete von Carcassonne M. Jean-Claude PEREZ gegenüber
der Presse positiv zu der Tierquälerei in seiner Stadt und
gab bekannt, dass er eine Gesetzesänderung im Sinne der Stierkampfveranstalter
beantragt hat. Hier ist die Adresse des Abgeordneten, um gegen das
blutige Ereignis in Carcassonne und gegen die Gesetzesinitiative
(möglichst in englisch oder französisch) zu protestieren:
M. Jean-Claude PEREZ
46, boulevard Jean Jaurès
B.P. 158
11004 CARCASSONNE Cedex
jcperez@assemblee-nationale.fr
Unser Protestbrief an Herrn Jean-Claude PEREZ
wurde von ihm umgehend beantwortet. In seiner Antwort wehrt er sich
gegen den Vorwurf, sich mit seiner Gesetzesinitiative auf die Seite
der Stierkampfveranstalter gestellt zu haben. Mit seinem Änderungsantrag
möchte er lediglich zur Klärung der verworrenen Bestimmungen
des Stierkampfgesetzes beitragen, die von den Veranstaltern als
"Damoklesschwert" empfunden wird und sie in ständige
Rechtsstreitigkeiten verwickelt. In seiner Antwort wehrt sich Herr
Perez gegen den Vorwurf der Parteinahme, obwohl in dem einleitenden
Satz des Artikels ausdrücklich erklärt wird, dass er jemand
sei, der die Corrida liebt. Seinen Vorschlag hat er der parlamentarischen
Studiengruppe für den Stierkampf und der "Union der französischen
Stierkampf-Städte" unterbreitet; von Kontakten mit Stierkampgegnern
ist nicht die Rede. Man kann sich vorstellen, was dabei herauskommt.
Mit keinem Wort ist der Herr Perez als Stadtverordneter auf den
Vorwurf der Tierquälerei in Carcassonne eingegangen! Wer sich
für den Schriftverkehr mit Herrn Perez interessiert, dem stellen
wir Kopien zur Verfügung.
Freundliche Grüsse!
Anke und Karl Daerner
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| News
vom 17.05.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
Bevor
die Corrida in Carcassonne am 23., 24., 30. und 31. August 2003
wieder veranstaltet wird, findet das Berufungsverfahren der Corrida-Gegner
, das erst am 23. September vor dem Gericht in Montpellier vorgesehen
war, schon am 18. Juni statt.
Siehe
beigefügten Artikel! Hoffentlich hat die Berufung Erfolg.
Weiterleitung der Information durch Karl Daerner. |
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