Protest
gegen Stierkampf in Carcassonne
Linktipp:
Organisation, die sich gegen Stierkampf in Frankreich stark macht

FLAC
(Fédération de Liaisons Anti Corrida)
B.P.
16-34301 AGDE
Cedex (France)
Tél. & Fax:
04.67.37.79.31
http://anti.corrida.free.fr
anti.corrida@free.fr
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Stierkampf
in Frankreich - Informationen 2003

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News
vom 02.03.2004
(Weiterleitung der Information durch Karl
Daerner) |
Liebe Freunde!
Mit dem nahenden Frühling geht es hier im Süden Frankreichs
auch wieder mit den Stierkämpfen los.
Wie viele von euch wissen, haben wir uns in dem Kampf gegen die
Corrida engagiert. Nachdem wir gefragt wurden, warum wir uns gerade
damit beschäftigen, wo es doch noch viel Schlimmeres auf der
Welt gibt, möchten wir hier kurz unsere Beweggründe darlegen.
Natürlich gibt es viel Schlimmeres auf der Welt. Wir haben
uns nun einmal für das Nahe liegende entschlossen, seitdem
in Carcassonne - nur 20 km von uns entfernt - vor zwei Jahren nach
mehr als 40jähriger Unterbrechung wieder mit dem schauerlichen
Spektakel angefangen wurde, und wir die öffentliche Tierquälerei
zum Vergnügen von Touristen als skandalös ansehen. Diese
Veranstaltungen werden unter dem Etikett "Tradition" und
"Kultur" verkauft; einer "Tradition", die aus
Spanien importiert wurde und einer "Kultur", die die qualvolle
Tötung von Tieren kultiviert! Wir wenden uns gegen eine "Kultur",
die Gewalt propagiert und die Gewaltschwelle der zuschauenden Erwachsenen
und Kinder (!) bedenklich herabsetzt. Wir befürchten, dass
diese Kulturschande sich innerhalb Frankreichs und sogar über
dessen Grenzen ausdehnt, wofür es konkrete Hinweise gibt!
Wir wollten es nicht mit dem einfachen Protest bewenden lassen,
sondern die wenig zahlreichen Gegnern dieser Barbarei unserer Gegend
mit unseren Mitteln unterstützen:
-
Auf unseren Gängen durch Carcassonne kleben wir Protestzettel
an strategisch wichtige Punkte
-
stecken Protestpostkarten in Ansichtskartenständer und verteilen
sie auch an Touristen
-
Darüber hinaus versuchen wir, das Anliegen der französischen
Stierkampfgegner außerhalb der Grenzen Frankreichs bekannt zu
machen und
-
informieren deutsche und auch holländische Tierschützer
über die schrecklichen Ereignisse. Natürlich bleiben
auch unsere Freunde und Verwandten nicht von unseren Informationen
verschont
-
Seit einiger Zeit übersetzen wir die Webseite der südfranzösischen
Anticorrida-Vereinigung, was für uns Rentner auch eine geistige
Herausforderung bedeutet
Obwohl die zunehmende Ausbreitung der Stierkämpfe für
die Gegner frustrierend ist, gibt es aber auch ermutigende Meldungen.
In der von uns übersetzten Internetseite wird berichtet, dass
ein kanadisches Reiseunternehmen seine Reisen in die Stadt Arles
und in die Provence aus Protest einstellen wird! Der Bericht ist
hier
zu
finden.
Wir erlauben uns, euch hin und wieder über Ereignisse und Aktionen
zu informieren. Lasst euch bitte aber durch unsere Meldungen nicht
abhalten, unseren schönen Landstrich zu besuchen oder gar eine
gewisse Adresse in Villeneuve Minervois zu besuchen. Nur, wenn ihr
in unsere Gegend kommt, lasst euch nicht von der folkloristischen
Werbung der Stierkampfveranstalter verleiten und scheut euch nicht,
eure Abscheu vor der traditionell und kulturell verbrämten
Tierquälerei erkennen zu geben. Wir bitten euch auch, unser
Anliegen in eurem Freundes- und Bekanntenkreis bekannt zu machen
und unsere Mails weiterzuleiten.
Wir grüssen euch herzlich
Anke und Karl alias Henner
Daerner |
| News
vom 06.09.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
Nachgeschmack:
In der vergangenen Woche wurde in einer Metzgerei in Carcassonne
das Fleisch eines Stieres, der bei der Corrida in Carcassonne gequält
und getötet wurde, zum Verkauf angeboten (siehe Artikel Midi
Libre vom 5.9.03).
Über
den Verbleib der anderen getöteten Tiere wurde nichts verlautet.
Die Gefahr besteht, dass dieses unerkannt in anderen Metzgereien,
Hotels und Restaurants verkauft wird. Vielen Konsumenten, darunter
nicht wenige Touristen, würde sich der Magen umdrehen, wenn
sie wüssten, dass das Fleisch von einem in der Arena abgestochenen
Stier stammt.
Offensichtlich sind die EU-Richtlinien (z.B. 48/2000), die die Verwertung
von Schlachtvieh vorschreiben, nicht klar genug, um zu vermeiden,
dass Tiere, die unter solchen fragwürdigen hygienischen Umständen
getötet werden, unerkannt auf den Markt kommen. Bon appétit!
Wegen
des Verkaufs von Fleisch in Carcassonne, das von Stierkämpfen
stammt, haben sich Tierschützer an den Ombudsman der EU gewandt
- unter der Nummer 1652/2003/LH wird diese Angelegenheit nun geprüft.
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| News
vom 31.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
Heute
ist in Carcassonne die letzte grausige Veranstaltung in diesem Jahr.
Gestern fanden gegen den Stierkampf zwei Protestaktionen unterschiedlicher
Veranstalter statt.
-
Die
erste, an der etwa 200 Leute teilnahmen, fand in der Innenstadt
statt, um die Einwohner von Carcassonne anzusprechen. Besonders
beeindruckend war die Teilnahme einer kleinen Gruppe von "animaux
en peril", die aus aus Belgien angereist war.
Mit Flugblätter wurden die Carcassonner aufgeklärt,
dass nach einer Umfrage nur 29% ihrer Mitbürger für
die Corrida sind und dass der südfranzösischen Corrida-Mafia
im letzten Jahr rund 450.000 Euro an Subventionen zukamen. Wir
hatten den Eindruck, dass diese Informationen von den Passanten
mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen wurden.
-
Die
zweite Demo fand direkt vor der Arena statt, an der nach Zeitungsberichten
auch etwa 200 Personen teilnahmen. Dieser Versammlung schloss
sich auch eine kleine Delegation der Grünen an.
Während
die erste Gruppe mehr auf die Aufklärung der Bevölkerung
setzt und die Konfrontation vermeidet, versucht die zweite auf friedliche
Weise, die Besucher der Arena zu beschämen. Beide Gruppen kooperieren
nicht miteinander, obwohl doch beide die Abschaffung der Tierquälerei
auf ihre Banner schreiben.
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| News
vom 28.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
 Aus
den Zeitungen haben wir erfahren, dass am letzten Samstag sich doch
noch ein paar Protestler vor der Arena in Carcassonne eingefunden
haben. Allerdings war die Arena, wie auf Zeitungsfotos (rechts -
bei Klick gesamter Artikel) zu sehen ist, nur sehr schwach besucht.
Aus
diesem Grund wird für die beiden Corridas am kommenden Wochende
jetzt sehr stark geworben...
Heute wurde in der Zeitung MIDI LIBRE ein Entwurf für eine
feste Arena, die 7.000-8.000 Zuschauer fassen soll, vorgestellt
- siehe Artikel oben links - per Klick Großansicht.
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| News
vom 23.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
Das
Plakat hat heute eine Aktualität gewonnen: Von den Corrida-Anhängern
wurde überall das Wort "Torture" (Quälerei)
mit "Courage" (Mut) überklebt und eine Supermarktkette
ließ 3 Plakate auf ihrem Parkplatz durch eine andere Werburg
überdecken.
Der
Tag war sehr enttäuschend! Bei der grossen Hitze (36°)
blieb den Stierkampfgegnern die Luft aus. Von der angekündigten
Verteilung von Flugblätttern und Sammlung von Unterschriften
auf dem Marktplatz war keine Spur! Nachmittags fiel auch die Demo
wegen mangelnder Beteiligung aus. Nur etwa 30 Protestler fanden
sich am Versammlungsplatz ein. Angesichts der überall stattfindenen
Rahmenprogramme der Corrida-Veranstalter verliess den wenigen Entschlossenden
der Mut. Daraufhin wurde der Marsch zur Arena abgeblasen.
Im Nachherein wurde festgestellt, dass in der Presse trotz aller
Aufrufe weder Versammlungsort noch Uhrzeit genannt wurden. Die Demo-Veranstalter
hatten sich wohl nur auf Mundpropaganda und ihre Webseite verlassen.
Welch ein trauriger Triumpf für die Corrida-Veranstalter!
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| News
vom 22.08.2003 (Pressescreen) |
Auszug
aus: Tod am Nachmittag
(Quelle: Netzeitung/Voice of Germany)
"Nach
wie vor hat der spanische Stierkampf auch in Südfrankreich
Hochkonjunktur. Über dem blutigen Ritual geraten die sozialen
Probleme der Vorstädte für kurze Zeit in Vergessenheit.
[...] «Exclusion sociale» heißt in diesem Zusammenhang
das politische Stichwort, und die ist auch an Stierkampftagen in
Béziers zu spüren. Während sich am frühen
Abend 13.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena eingefunden haben,
überlässt sich der größere Teil der Menge lieber
draußen seinem Rausch – wohl auch ein Effekt der beträchtlichen
Eintrittspreise, die zwischen 28 und 65 Euro liegen.
[...] Die Toreros enttäuschen an diesem Tag [...] Als ein Picador
einen kräftigen schwarzen Stier viel zu lange mit der Lanze
malträtiert, kommentiert ein älterer Mann im Publikum
dies nur mit einem resignierten «Voilà» –
er weiß bereits, dass von einem derart geschwächten Tier
kein interessanter Kampf mehr zu erwarten ist.
[...]
Die Präsidentin der Antistierkampfgruppe ASACC, Claire Starozinski,
kämpft bereits seit Jahren für ein Verbot des spanischen
Rituals in Frankreich. Sie verweist auf eine Umfrage, nach der sich
83 Prozent aller Franzosen gegen den Stierkampf ausgesprochen haben
und erinnert daran, dass bereits 1850 ein Verbot dieser blutigen
Veranstaltungen erlassen worden war. [...] Zum Unmut seiner Gegner
hat der Stierkampf heute aber insbesondere in den großen politischen
Parteien eine starke Lobby, und nichts deutet derzeit auf die Möglichkeit
eines generellen Verbotes hin. [...] Im Süden tritt die überall
erhältliche Tageszeitung «Midi Libre» gar als Sponsor
der Stierkämpfe auf. [...]" Linktipp
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| News
vom 22.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
Mit
diesem Bild vom Stierkampf in Béziers wurde vor einigen Tagen
in der "Midi Libre" die Corrida von Carcassonne vorgestellt.
Immer mehr werden bei den Stierkämpfen, um den Nervenkitzel
zu erhöhen und um noch mehr Publikum anzuziehen, Frauen als
Picador oder sogar als Torrero eingesetzt.
Das Bild zeigt auch, welcher Gefahr die Pferde ausgesetzt sind.
Selbst wenn sie mit einer "Rüstung" bekleidet werden,
kommt es zu grausamen "Unfällen". Welche Schmerzen
muss der Stier erleiden, um in diese Wut versetzt zu werden, die
das Foto ausdrückt.
Morgen findet eine Demo vor der Arena in Carcassonne statt.
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| News
vom 21.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner)
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Plakataktion
Wenige
Tage vor den in Carcassonne stattfindenen Stierkämpfen wurde
in dieser Stadt von den Stierkampfgegnern eine Aktion gestartet,
die der Öffentlichkeit auf 4 x 3 m grossen Plakaten die Qual
der Stiere und Pferde als Hauptakteure der Corrida eindrücklich
vor Augen führt. Die Plakate werden in mehreren von Corrida
infizierten Städten Südfrankreichs angeschlagen.
In den Medien wurde diese Aktion sehr gut auf genommen, obwohl die
lokale Presse normalerweise nur den Corrida-Veranstaltern grossen
Raum einräumt und sogar gratis mit Extraausgaben für das
grausame Spektakel wirbt.
Pressekonferenz
In
einer Pressekonferenz wurden die Anliegen der Stierkampfgegner dargestellt:
-
ÖffentlicheTierquälerei ist nicht mit südfranzösischer
Tradition zu entschuldigen.
-
Obwohl
mehrere Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung
gegen Stierkämpfe ist, finden die Corridaveranstalter starke
Unterstützung in allen politischen Lagern,
selbst bei den Grünen!
-
Die
Teilnahme der französischen Umweltministerin
an Stierkämpfen in Dax und Bayonne ist ein Skandal!
-
Da es in Kreisen der Justiz viele Stierkampfbegeisterte
gibt, werden selbst eindeutige Regelungen im französischen
Gesetzesdschungel zum Vorteil der Veranstalter ausgelegt.
-
Die Europäische Union subventioniert die
Aufzucht von Kampfstieren und toleriert sogar das Recycling
auf dem Fleischmarkt.
-
Die Lobby der Stierkämpfer strebt an,
diesen zweifelhaften "Volkssport" in anderen Ländern
zu lancieren. Nordfrankreich, Russland, Polen, Kanada und mehrere
Länder Asiens sind im Vesier.
-
Selbst Kindern, die durch Gesetze vor Fernsehen-
und Filmvorstellungen, die Gewalt propagieren, geschützt
sind, wird der Zugang zu der organisierten Tierquälerei
nicht untersagt. Unter den Besuchern befinden sich viele Kinder
in Begleitung ihrer verantwortungslosen Eltern, Touristen aus
Nord- und Mitteleuropa nicht ausgeschlossen!
Trotz zunehmender Unterstützung durch die Bevölkerung
ist bei den Stierkampfgegnern angesichts der Einstellung der Politiker,
Gerichte und Medien Pessimismus zu spüren. Grosse Hoffnungen
werden in die Europäische Union gesetzt sowie den Einfluss
der nord- und mitteleuropäischen Länder auf die europäische
Gesetzgebung. Dazu ist es notwendig, in diesen Ländern die
öffentliche Meinung zu mobilisieren. In den engen Grenzen Europas
kann die Barberei , die in Frankreich, Spanien und Portugal stattfindet,
niemanden gleichgültig lassen.
Herzliche Grüsse aus dem trotz dieser Grausamkeiten immer noch
lebenswerten Südfrankreich
von Anke und Karl (Henner) Daerner
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| News
17.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner)
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Aufruf
zum Protest
Ende
August findet in Carcassonne wieder das blutige Spektakel einer
Corrida statt. In diesem unwürdigen Schauspiel werden Stiere
unter dem Applaus von Tausenden von Zuschauern auf grausame Weise
zu Tode gequält und Pferde, die eingesetzt werden, um die Stiere
zur Weißglut zu bringen, einer lebensgefährlichen Gefahr ausgesetzt.
Dieses Ereignis kann allen, die Respekt vor der Kreatur haben
und die menschliche Würde hoch achten, nicht gleichgültig
lassen!
Wir rufen daher zum Protest auf und bitten Euch, E-Mails an die
verantwortlichen Stellen, die die Barbarei in Carcassonne unterstützen
oder dulden, zu schicken. Wir schlagen vor, diese mit wirksamen
kurzen Slogans vorzugsweise in englischer oder französischer
Sprache zu senden. Hier einige Vorschläge:
-
Stop
torturing animals for amusement!
-
Torture
des animaux, quelle honte pour le "Pay des Cathares"!
-
Stop
the barbaric show of torturing animals as a relect of Dark Ages!
-
Arretez
l' amusemusement avec la torture des animaux!
Besser
wären eigene Erfindungen, selbst in deutscher Sprache!
Damit die E-Mails nicht gleich von den Empfängern weggeklickt
werden, sollten als "Betreff" auf keinen Fall Begriffe
wie "Corrida" erwähnt werden, sondern eher unverfängliche
Wörter wie "Carcassonne, Vacance, Information, Auskunft"
etc.
Dieser Protest ist wichtig, da immer mehr Städte in Südfrankreich
meinen, ihre Bewohner und Touristen mit diesen grausamen Schauspielen
amüsieren zu müssen. Wir danken für Eure Unterstützung
und bitten Euch, diesen Aufruf zu vervielfältigen.
Mit freundlich Grüssen!
Anke und Karl (Henner) Daerner
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News
16.08.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner)
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Gerichtsentscheid
Nachdem sich die große Sommerhitze ein wenig gelegt hat, heizt
sich das Klima um die umstrittene Corrida in Carcassonne wieder
auf. Leider hatte das Berufungsgericht am 18. Juni mit folgender
Begründung im Sinne der Corrida-Veranstalter entschieden: Im
Süden Frankreichs bestünde die ununterbochene Tradition
von Stierkämpfen, auch wenn Carcassonne diese Tradition 43
Jahre lang ruhen ließ.
Diese
Entscheidung ist sehr folgenreich, denn schon andere Städte
wie Toulouse und Castres, in denen diese Barberei lange ruhte oder
nie ausgeübt wurde, kündigen Corridas an. Die Stierkampfgegner
werden nicht aufgeben und nun vor das Kassationsgericht gehen.
Am 23., 24., 30. und 31. August wird die Corrida von Carcassonne
ihr zweites traditionsreiches Jubiläum begehen. Die Stierkampfgegner
lancieren am 19. August in Carcassonne eine Öffentlichkeitsaktion
mit 4 x 3 m großen Plakaten gegen "Gewalt und Grausamkeit",
die sich in anderen französischen Stierkampfstädten fortsetzen
wird.
Außerdem
sind an den Corrida-Tagen zahlreiche Protestaktionen in Carcassonne
geplant.
Wir bitten Sie, uns weiterhin mit Protesten und der Brandmarkung
des grauenvollen Spektakels in der Stadt, die sich zweier Stätten
des UNESCO-Weltkulturerbes rühmt, zu unterstützen.
Mit freundlichen Grüssen!
Anke und Karl Daerner E-Mail
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| News
vom 03.06.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner, Quelle: Artikel vom 03.06.03 der Zeitung MIDI
LIBRE |
Heute
äußerte sich der Abgeordnete der Nationalversammlung
und Stadtverordnete von Carcassonne M. Jean-Claude PEREZ gegenüber
der Presse positiv zu der Tierquälerei in seiner Stadt und
gab bekannt, dass er eine Gesetzesänderung im Sinne der Stierkampfveranstalter
beantragt hat. Hier ist die Adresse des Abgeordneten, um gegen das
blutige Ereignis in Carcassonne und gegen die Gesetzesinitiative
(möglichst in englisch oder französisch) zu protestieren:
M. Jean-Claude PEREZ
46, boulevard Jean Jaurès
B.P. 158
11004 CARCASSONNE Cedex
jcperez@assemblee-nationale.fr
Unser Protestbrief an Herrn Jean-Claude PEREZ
wurde von ihm umgehend beantwortet. In seiner Antwort wehrt er sich
gegen den Vorwurf, sich mit seiner Gesetzesinitiative auf die Seite
der Stierkampfveranstalter gestellt zu haben. Mit seinem Änderungsantrag
möchte er lediglich zur Klärung der verworrenen Bestimmungen
des Stierkampfgesetzes beitragen, die von den Veranstaltern als
"Damoklesschwert" empfunden wird und sie in ständige
Rechtsstreitigkeiten verwickelt. In seiner Antwort wehrt sich Herr
Perez gegen den Vorwurf der Parteinahme, obwohl in dem einleitenden
Satz des Artikels ausdrücklich erklärt wird, dass er jemand
sei, der die Corrida liebt. Seinen Vorschlag hat er der parlamentarischen
Studiengruppe für den Stierkampf und der "Union der französischen
Stierkampf-Städte" unterbreitet; von Kontakten mit Stierkampgegnern
ist nicht die Rede. Man kann sich vorstellen, was dabei herauskommt.
Mit keinem Wort ist der Herr Perez als Stadtverordneter auf den
Vorwurf der Tierquälerei in Carcassonne eingegangen! Wer sich
für den Schriftverkehr mit Herrn Perez interessiert, dem stellen
wir Kopien zur Verfügung.
Freundliche Grüsse!
Anke und Karl Daerner
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| News
vom 17.05.2003 (Weiterleitung der Information
durch Karl Daerner) |
Bevor
die Corrida in Carcassonne am 23., 24., 30. und 31. August 2003
wieder veranstaltet wird, findet das Berufungsverfahren der Corrida-Gegner
, das erst am 23. September vor dem Gericht in Montpellier vorgesehen
war, schon am 18. Juni statt.
Siehe
beigefügten Artikel! Hoffentlich hat die Berufung Erfolg.
Weiterleitung der Information durch Karl Daerner. |
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