Protest
gegen Stierkampf in Carcassonne
Linktipp:
Organisation, die sich gegen Stierkampf in Frankreich stark macht

FLAC
(Fédération de Liaisons Anti Corrida)
B.P.
16-34301 AGDE
Cedex (France)
Tél. & Fax:
04.67.37.79.31
http://anti.corrida.free.fr
anti.corrida@free.fr
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Stierkampf
in Frankreich - Informationen 2004

Zum
Tag des heiligen Franz von Assisi am 4. Oktober 2004
haben Anke und Karl Daerner folgenden Artikel geschrieben
Kirche
segnet Toreros
Der
heilige Franz von Assisi würde sich im Grabe umdrehen, wenn
er wüsste, wie die katholische Kirche sich gegenüber
dem Stierkampf verhält. Seinen Festtag am 4. Oktober nehmen
viele Tierfreunde zum Anlass, die Kirche an ihrem von Gott gegebenen
Auftrag zu erinnern (1. Buch Mose, Kap 9, Art. 8-11). Besonders
in den Ländern, in denen der Stierkampf praktiziert wird,
muss sich die katholische Kirche der Frage stellen, ob die Unterstützung
des Stierkampfes ihrer Mission entspricht.
Ausgerechnet
in den antiken Arenen des christlichen Martyriums dürfen
die Stiertöter mit dem Segen der Kirche ihrem grausamen Handwerk
nachgehen. In den französischen Städten Nîmes
und Arles wurden in den alten römischen Gemäuern zu
diesem Zweck kleine Kapellen eingerichtet, in denen ein „aumonier“
dem Torero geistlichen Beistand versichert. Als „aumonier“
werden in der französischen Sprache auch Gefängnisgeistliche
und Militärpfarrer genannt, die normalerweise ihren Auftrag
nicht mit der Verherrlichung von Verbrechen und Krieg verbinden.
Anders verhält es sich mit den Corrida-Geistlichen, die sich
geradezu als fanatische Missionare des blutigen Gemetzels aufführen,
anstatt den Tierquälern ins Gewissen zu reden.
Vielmehr
fühlen diese Geistlichen sich berufen, in öffentlichen
Auftritten den Stierkampf als Liturgie zu preisen oder mit dem
griechischen Drama zu vergleichen - nur mit dem Unterschied, dass
sich die Toten am Ende des Schauspiels wieder erheben. Einer von
ihnen empfindet den Stierkampf sogar als Augenblick des Friedens
- eines Friedens, den die Folterer mit dem Todesstoss den Stieren
gewähren. Dass in sehr seltenen Fällen Toreros von Stieren
aufgespießt werden, und in über 99 % der blutigen Spektakel
die Stiere dran glauben müssen, verdanken sie wohl dem Segen
der Kirche.
Bisher
hat die katholische Kirche zur Verbrüderung ihrer Würdenträger
mit dem mörderischen Geschäft der Stierkämpfer
trotz zahlreicher Proteste nicht einmal Stellung bezogen. Im Gegenteil,
der vom Stierkampf begeisterte „aumonier“ der Arena
von Nîmes brüstet sich damit, dass er keine Probleme
mit seiner Hierarchie hat: „Der Bischof von Nîmes
kommt regelmäßig in die Arena...und er ist begeistert.“
Anlässlich
der Frühlingscorrida veranstaltete der priesterliche Stierkampf-Fan
in der Arena von Nîmes sogar ein Treffen von Stierkampfpriestern
aller großen Arenen. Sollten wirklich alle Geistlichen Iberiens
und Südamerikas, die mit kirchlichem Segen Stierkämpfe
seelsorgerisch begleiten, erschienen sein, wäre kaum Platz
für einheimische „aficionados“ und blutdürstende
Touristen geblieben. In den Länder jenseits der Pyrenäen
und des Atlantiks ist die Verbundenheit der Kirche mit dem Stierkampfwesen
noch wesentlich stärker als in Südfrankreich. Dort sind
Stierkämpfe Mittelpunkt und traditioneller Bestandteil von
religiösen Festen!
Der
Stierkampfbegeisterung des Priesters aus Nîmes sind also
keine Grenzen gesetzt: Ein Weltkongress aller geweihter Sadisten
unter der Schirmherrschaft Roms könnte dem Stierkampf als
Liturgie in der ganzen katholischen Kirche zum Durchbruch verhelfen!
Anke
und Karl Daerner
P.S.
Die passive Haltung der katholischen Kirche gegenüber dem
Grauen des Stierkampfes und die Duldung der Aktivitäten
der „aumoniers“ durch die Kirchenleitung wird nicht
von allen Geistlichen geteilt: animal-respect-catholique.org/actu
Ebenso bei den Laien formiert sich Widerstand: protection-animale-catholique.org/documentation
Beide Webseiten in französischer Sprache dienten uns als
Quellen.
Staatliche
Forschung für Stierkampf
Frankreichs
staatliche wissenschaftliche Institute haben keine Scham, für
den Stierkampf zu forschen! Das nationale landwirtschaftliche
Forschungsinstitut INRA wurde von der Vereinigung der Stierkampf-Veterinäre
beauftragt, nach einem neuen Typ von Kampfstieren zu forschen.
Schwache Stiere und solche, die unlustig sich den Toreros verweigern,
sollen genetisch ausgemustert und durch eine neue aggressivere
Generation ersetzt werden.
In
der Stierkampfarena der südfranzösischen Stadt Nîmes
wurde ein Laboratorium der INRA eingerichtet, um toten Kampfstieren
Proben zu entnehmen: Von Muskeln, um deren Eigenschaften und Kontraktionen
kennen zu lernen; von der Leber, die den „Brennstoff“
für die Muskeln liefert; vom Blut, um dessen Sauerstoffgehalt
festzustellen. Wie beim Hochleistungssportler möchten die
Wissenschaftler wissen, wie der „toro bravo“ seine
Energie freisetzt. Beobachtungen und Filmaufnahmen während
der Stierkämpfe sollen weiteres Material liefern. Außerdem
wollen die Forscher Vergleiche mit anderen Rinderrassen anstellen,
um zu ergründen, ob die Eigenschaften der Kampfstiere rassebedingt
sind.
Das
ganze Projekt wird von dem Verband der Stierkampfstädte Frankreichs
finanziert. d.h. letztlich vom französischen Steuerzahler.
Man kann sogar vermuten, dass direkt oder indirekt auch Mittel
aus dem Agrarhaushalt der EU fließen. Wieder einmal werden
Steuergelder für die Stierkampfmafia verschwendet, obwohl
ca. 80% der Franzosen die Corrida ablehnen. Ist es nicht schon
genug, dass über 60 französische Städte, in denen
Stiere grausam zu Tode gequält werden, Stierkämpfe als
Volksbelustigung subventionieren?
Quelle:
Anke und Karl Daerner/ Artikel in der Zeitung Midi Libre vom 23.9.2004
„Une étude scientifique peut révolutionner la
corrida“
Stierkampf-News
aus Frankreich
- Gesetzesvorschlag
der Abgeordneten der französischen Nationalversammlung Muriel
Marland-Militello Antrag zur Abschaffung des Absatzes 3 des Artikels
521-1 des Strafgesetzbuches Link
-
Vorschlag für einen Brief an die Abgeordnete Link
- Die
Supermarktkette Intermarché provoziert weiter und macht
wieder einmal Propaganda für den Stierkampf! Link
- Centre
Méditerranéen de Littérature: Feria der Bücher.
Link
- Im
Sommer 2004 verteilte der Supermarkt LECLERC in Hagemaut (Aquitanien)
Freikarten für den Stierkampf, was in einer Postwurfsendung
bekannt gegeben wurde. Hier können Sie protestieren - Link
(Quelle: B Hugot)
- Der
Supermarkt AUCHAN in Béziers verkauft Papierservietten
und Pappteller mit Zeichnungen vom Stierkampf (Stiere, Toreros,
Arenen). Hier kann protestiert werden. Link
(Quelle: COLBAC)
Protestaktion:
Samstag, den 16. Oktober 2004
- In
Istres im Departement Bouches-du-Rhône
- Treffen:
14 Uhr auf dem Parkplatz des Bahnhofs von Istres
-
Aufruf des Komitees FLAC Marseille Bouches du Rhône
-
Delegierter: Alain Camisuli. BP 43. 13908 MARSEILLE Cedex 20.
Frankreich
Wir wollen in der Nähe der Arena zum Anlass eines Werbetages
für den Stierkampf und der Werbung um die Jugend protestieren.
Die Werbung dafür ist: "Tag der Stierkampfbegeisterung:
Ein folkloristischer Stierkampftag ehrt eine den Stierkampfanhängern
bekannte Persönlichkeit: Victor Mendès. Vorführung
der Stierkampfschulen (Becerradas ohne Todesstoss), folkloristischer
Umzug." Quelle: Webseite des Tourismusbüros von Istres
Quelle:
FLAC,
17.09.04
| Stierkampf-News
aus Frankreich
Wer es immer noch nicht weiß: "Stierkämpfe
werden von Tierfreunden ausgeübt!"
Noch
ein paar Wochen und die Stierkampfsaison in Südfrankreich
geht bald zu Ende. In über 60 Städten finden alljährlich
Corridas, bei denen Stiere zu Tode gequält werden, statt.
Obwohl 80 % der französischen Bevölkerung die Tierquälerei
in den Arenen ablehnt, haben es die französischen Stierkampfgegner
schwer, ein Verbot des Stierkampfes gegen die allmächtige
Stierkampfmafia durchzusetzen.
Ein großer Erfolg wäre es schon, wenn ausländische
Touristen verstehen würden, daß die mit großem
Pomp zelebrierten Stierkämpfe nichts als pure Tierquälerei
sind, und die grausamen Veranstaltungen boykottieren würden.
Mit dem folgenden Artikel möchten wir wieder einmal die
Kulturschande des iberischen Stierkampfes, der sich immer
mehr nach Norden ausbreitet, anprangern.
| Die
Gnade der Stiertöter
Dass
alle Stiere in den Arenen des Horrors beim Stierkampf
getötet werden, ist ein unverzeihliches Vorurteil
der Stierkampfgegner! Stiere, die sich trotz ihrer Qualen
gegenüber ihrem Folterer besonders tapfer erwiesen
haben, können nämlich auf Ersuchen des Toreros
oder des Publikums begnadigt werden und damit ihr Leben
retten. Das geschieht immerhin bei 0.6 % aller Stierkämpfe!
Doch bevor der Gnadenerlass ergeht, müssen die
Tiere die Stecherei der Picadores und die Banderillas
der Toreros über sich ergehen lassen und werden
dabei so blutig hergerichtet, dass ihnen, wenn tierärztliche
Hilfe nichts mehr ausrichten kann, außerhalb der
Schlachtstätte der Todesstoß verabreicht
werden muss. Andalusische Stierzüchter machen sich
oftmals überhaupt keine Mühe, ein schwer verletztes
Tier aus Frankreich in den tiefen Süden Spaniens
zu transportieren und verabreichen dem begnadigten Tier
außerhalb der Arena den Gnadenstoß.
Um
die „Tierliebe“ der Stierzüchter ins
rechte Licht zu rücken, erschien kürzlich
ein Artikel in der Stierkampf freundlichen südfranzösischen
Zeitung „Midi Libre“ über den Stier
Scandalito III, der bei einer Corrida in Saint Gilles
die Gnade der Stierquäler gefunden hat.

Als
erster Stier, der einer französischen Zucht entstammt,
hatte er das „große Los“ gezogen und
darf sein Leben bis zum Ende seiner Tage friedlich auf
der Weide fristen. Doch bis er dort seine Artgenossen
wieder trifft, werden seine tiefen Wunden von fürsorglichen
Tierärzten mit Verabreichung von Antibiotika und
entzündungshemmenden Mitteln behandelt, wenn er
die Behandlung überhaupt überlebt. Von der
Zeitung wird die tierärztliche Behandlung entlarvend
als „chirurgie de guerre“, als Kriegschirurgie,
bezeichnet.
Fazit:
"Räumt eure Vorurteile aus! Stierkämpfe
werden von Tierfreunden ausgeübt! Der Zeitungsartikel
beweist es." Welch eine Perversität!
|
Quelle:
15. September 2004, Karl und Anke Daerner
|
| Heißer
Stierkampfsommer in Südfrankreich - Protest-Termine
Der
Rest des Sommers verspricht heiß zu werden, zumindest
was den Stierkampf in Südfrankreich betrifft. An vier
Brennpunkten werden die Stierkampfgegner dafür sorgen,
dass die Stierkampflobby ihre grausamen "Spiele"
nicht ungestört veranstalten können. So sind in
den Städten
-
Béziers am 14. August
-
Carcassonne am 28.August
-
Rieumes (bei Toulouse) am 5. September und
-
Nîmes am 11. September
|
Protestaktionen
in der Nähe der Arenen vorgesehen.
Der
"Stierkampf-Mafia" soll gezeigt werden, dass die
Mehrheit der Bevölkerung das grausame Abschlachten der
Stiere zum Vergnügen eines vergnügungssüchtigen
Publikums ablehnt. Dem Publikum, unter denen sich viele neugierige
Touristen befinden, soll vor Augen geführt werden, welchen
Blutzoll sie zur Unterstützung der Tierquälerei
zahlen.
Besonders
skandalös ist, dass viele Zuschauer ihre Kinder und Enkelkinder
zu den Gemetzeln mitnehmen und ihnen gegenüber das Leiden
der Tiere banalisieren. Während Jugendlichen der Besuch
von bestimmten Filmen untersagt ist, dürfen selbst Kinder
im zartesten Alter dem 20minütigen Leiden eines Stieres
zusehen und das gleich sechs Mal während einer Corrida!
|
Die Veranstalter der Demos bitten
alle Touristen, die in der Nähe dieser Städte
ihre Ferien verbringen, an den Aktionen teilzunehmen.
Treffpunkt und andere Informationen über den Ablauf
der Demos sind bei
anti.corrida.free.fr
auch in deutscher Sprache zu finden. |
Nicht
nur in den vier zuvor erwähnten Städten werden Stierkämpfe
mit tödlichen Ausgang veranstaltet. Insgesamt werden
in über 60 französischen Städten Stiere abscheulich
hingemetzelt, was außerhalb der französischen Grenzen
wenig bekannt ist.
Quelle:
1. August 2004, Karl und Anke Daerner / FLAC |
Feria
in der Bretagne wirbt mit Stierkampf!
Die
Krake des Stierkampfunwesens streckt ihre Fangarme immer mehr
nach Nordfrankreich aus. Nach der Stadt Denain versucht sie
nun, auch die bretonische Stadt Morlaix mit dem Stierkampf
zu infizieren!
Am
17. und 18. Juli soll unter dem Motto „Spanien und Camargue
in der Bretagne“ die „Feria der Bretagne“
in einem Vorort der Stadt Morlaix stattfinden. Nichts gegen
eine Feria! Wenn doch dabei Propaganda für den Stierkampf
getrieben wird, ist es höchst bedenklich, denn im Rahmen
dieses Volksvergnügens wird ein Matador seine „Künste“
vorführen.
"Unblutige"
Propaganda für blutige Stierkämpfe!
Gewiss
wird er dem bretonischen Publikum noch keinen echten Stierkampf
mit blutiger Hinrichtung eines Stieres zeigen. Doch mit der
platonischen Demonstration eines Matadors fängt es an
und bald könnte darauf eine Tradition begründet
werden, die Behörden und Gerichten genügt, den Veranstaltern
blutige Stierkämpfe mit der Begründung, dass eine
„ununterbrochen lokale Tradition“ besteht, zu
erlauben.
Vorbereitungen
für "Ausnahmebedingungen"?
Damit
wäre die Ausnahmebedingung des französischen Tierschutzesgesetzes
für Stier- und Hahnenkämpfe erfüllt. Wenn einem
Gericht schon die Existenz eines Corrida-Fanclubs in einem
Ort genügte, um diese Kondition zu erfüllen, sind
die Bedenken der Tierschützer, dass es sich hier um erste
Vorstöße der organisierten Tierquäler handelt,
bestimmt nicht an den Haaren herbeigezogen.
Selbst
wenn es sich bei der Vorführung nur um eine Werbung für
die Corrida handelt, gibt es für alle Tierfreunde Grund,
sich gegen das Spektakel zu wenden. Im Rahmen einer Feria
werden die Besucher mit spanischem Ambiente, andalusischen
Reiterkünsten, Flamencomusik, hübschen Mädchen
in Bolerokostümen etc. eingelullt und mit Sangria in
euphorische Stimmung versetzt. Ganz nebenbei wird ihnen dann
der Stierkampf, noch unblutig dargeboten, und blumig als mediterrane
Tradition verpackt, untergeschoben.
"Warum
dann nicht in den Ferien an den Gestaden des Mittelmeeres
das echte Ambiente einer Corrida mit noch mehr Sangria in
den Fußstapfen von Picasso und Hemingway zu genießen?"
Fußballmatch
mit "Ohrring-Kuh"
Als
besonderen Gag haben sich die Feriaveranstalter ein Fußballmatch
mit einer jungen Kuh als Schiedsrichter ausgedacht. Dabei
sollen dem „Schiedsrichter“ von den Spielern Ohrringe
angelegt werden - eine wunderbare Gelegenheit für Jugendliche,
„Fairness“ an einem gehetzten Tier zu üben.
Die
französischen Corridagegner bitten um Unterstützung,
die Ausbreitung des blutigen Stierkampfs mit Todesfolge nach
Norden einzudämmen und die Hatz auf harmlose Rinder durch
eine vergnügungssüchtige Menschenmenge zu verhindern.
Sie
bitten alle Tierfreunde, beim zuständigen Präfekten
gegen diese Machenschaften zu protestieren. Schreiben Sie
bitte möglichst in französischer oder englischer
Sprache an
Monsieur
Dominique SCHMITT
Préfet du Finistère
courrier@finistere.pref.gouv.fr
mit Kopie an flac.anticorrida@wanadoo.fr
Die
bretonischen Corridagegner werden vor dem Veranstaltungsgelände
am 17. Juli um 14.30 Uhr protestieren.
Vielen
Dank für die Unterstützung!
Quelle:
FLAC, 11.07.04
Absolute
Top-Meldung! Gesetzesantrag in Frankreich: Abschaffung des
Stierkampfes?
30.06.04,
mit der Bitte um weitest mögliche Verbreitung
Die
Abgeordnete der französischen Nationalversammlung Muriel
MARLAND-MILITELLO, die der Regierungspartei UMP angehört,
hat gestern (am 29. Juni 2004) einen Gesetzesantrag eingebracht,
der das Verbot des Stierkampfes vorsieht. Das französische
Tierschutzgesetz erlaubt als Ausnahme Stier- und Hahnenkämpfe,
wenn eine "ununterbrochene lokale Tradition" vorliegen.
Die Abgeordnete aus dem südfranzösischen Departement
Alpes-Maritimes an der Côte d'Azur hat bereits die Unterstützung
von 37 anderen Parlamentariern. Der Antrag für die Gesetzesänderung
wird auf den erbitterten Widerstand zahlreicher Abgeordneter
stoßen, die zugleich Bürgermeister in Städten,
in denen Stierkämpfe veranstaltet werden, sind. Dennoch
sind die französischen Stierkampfgegner optimistisch
und erwarten eine Debatte, die seit 53 Jahren in der französischen
Nationalversammlung nicht stattgefunden hat und die den Skandal
der öffentlichen Tierquälerei in den Arenen Südfrankreichs
auf höchster Ebene zur Sprache bringt.
Detaillierte
Informationen über das umstrittene französische
Tierschutzgesetz finden sich hier
Quelle:
Karl und Anke Daerner/Meldung der CRAC vom 29.6.2004
|
| Der
Stierkampf aus der Sicht eines Stieres.
Übersetzung: Anke Daerner
Auszug
von "La Corrida" - aus dem Album "Samedi Soir
Sur la Terre". Text
und Melodie von Francis Cabrel
Link
zu amazon |
| Während
ich mich gedulde
in
dieser dunklen Kammer
Höre
ich, wie man sich amüsiert und singt
Am
Ende des Ganges;
Irgendjemand
öffnete den Verschlag
Und
ich bin in den hellen Tag getaucht
Ich
habe die Fanfaren, die Barrieren gesehen
Und
die Menschen rundherum
Im
ersten Moment habe ich geglaubt
Man
müsste sich nur verteidigen
Aber
dieser Platz hat keinen Ausgang
Ich
beginne zu begreifen
Sie
haben hinter mir wieder zugemacht
Sie
haben Angst, dass ich zurückdränge
Ich
werde sie erwischen
Diese
lächerliche Tänzerin...
Ist
diese Welt seriös?
Ist
diese Welt seriös?
Ich
erinnere mich an Andalusien
An
die Weiden von Kakteen begrenzt
Ich
werde nicht zittern
Vor
dieser Marionette, diesem Hampelmann!
Ich
werde ihn packen, ihn und seinen Hut
Beide
drehen lassen wie die Sonne |
Heute
Abend wird die Frau des Toreros
Auf beiden Ohren schlafen
Ist
diese Welt seriös?
Ist
diese Welt seriös?
Ich
habe Phantome verfolgt
Beinahe
ihre Ballerinas berührt
Sie
haben kräftig in meinen Hals gestochen
Damit
ich mich beuge
Wo
kommen diese Akrobaten her
Mit
ihren Kostümen aus Papier
Ich
habe niemals gelernt zu kämpfen
Gegen
diese Puppen
Ich
spüre den Sand unter dem Kopf
Es
ist verrückt, wie gut das tut
Ich habe gebetet, dass es aufhört
Andalusien,
ich erinnere mich
Ich
höre sie lachen, während ich röchle.
Ich
sehe sie tanzen, während ich sterbe.
Ich
dachte nicht, dass man sich so
An
einem Grab amüsieren kann
Ist
diese Welt seriös?
Ist
diese Welt seriös?
Doch,
doch Mann, Mann
Tanze,
Tanze |
Es
muss nochmals getanzt werden
Und
wir werden andere töten
Andere
Leben, andere Stiere
Und
wir werden andere töten
Kommt,
kommt zum Tanz...
Und
wir werden andere töten
Anmerkung
der Übersetzerin: Die Übersetzung wurde sehr textnah vorgenommen
und gibt nicht die Rhythmik und die Versform des Originaltextes
wieder. |
|
"La
corrida": Chanson über das Leiden eines Stieres
In
einer der beliebtesten Sonntagsfernsehsendungen Frankreichs
wurde kürzlich der bekannte französische Chansonsänger
Francis CABREL von dem nicht minder populären Entertainer
Michel DRUCKER zu einer Talkshow eingeladen. Francis CABREL
erregte schon 1994 mit seinem Chanson „La corrida“
in der französischen Öffentlichkeit großes
Aufsehen. In diesem Lied beschreibt er aus der Sicht eines
ahnungslosen Stieres sehr eindrucksvoll dessen Leidensweg,
an dessen Ende der Stier tödlich verletzt zusammen bricht
und sich wundert, dass man sich an seinem Grab so amüsieren
kann.
Während
des Fernsehinterviews sprach der Talkmaster den Chansonsänger
auf sein Lied an: „Nun, was ist mit der Corrida?“
„Ja, die Corrida?! Sie breitet sich in Südfrankreich
sehr aus. Immer mehr Städte machen sie. Man quält
Tiere in aller Öffentlichkeit! Es ist unverständlich!“
Der Talkmaster erwiderte: „Ich verstehe das auch nicht!“
Im
französischen Fernsehen ist es nicht selbstverständlich,
dass Talkmaster oder Sänger sich so freimütig über
den Stierkampf äußern. Deshalb sollte man vor den
beiden Männern den Hut ziehen und Francis Cabrel mit
dem Kauf seiner CDs belohnen (Link
zu amazon*),
um ihn in deutschsprachigen Ländern bekannter zu machen. „La
corrida“ ist der erste Titel des Albums „Samedi
soir sur la terre“, das bei Columbia erschienen ist
und dessen französischer Text auf Cabrels Webseite www.franciscabrel.com
nachzulesen ist. Wer Francis Cabrel ermutigen möchte,
weiterhin gegen den Stierkampf einzutreten, sollte sich nicht
scheuen, ihm (gerne auch auf deutsch) zu schreiben: francis@franciscabrel.com
Quelle:
Anke und Karl Daerner; frz. von FLAC, 21.06.2004

*Bei
Kauf über diesen Link
kommt eine kleine Provision
aktiven Tierschützern (IfT) zugute |
|
News
vom 19.06.04
(Weiterleitung der Information durch Karl
Daerner) |
Opel
und Stierkampf-Werbung
Ein
Vertragshändler der Firma OPEL in der südfranzösischen
Stadt Béziers warb mit einer Postwurfsendung zur Vorstellung
des neuen ASTRA mit der Anwesenheit von zwei Toreros, um von ihnen
und dem neuen Auto Fotos zu machen. Damit bringt OPEL sein Markenzeichen
in die bedenkliche Nähe der organisierten Tierquälerei.
Hat
es die Firma OPEL, die sich „als eine menschliche Marke, die
einfühlsam auf die Bedürfnisse ihrer Kundschaft eingeht“,
wirklich nötig, mit dem blutigen Spektakel der Corrida zu werben?
Einfühlungsvermögen gegenüber Kunden, die das Massaker
des Stierkampfs abscheulich finden, beweist das Unternehmen damit
nicht.
Vielleicht
ist es OPELs Marktforschung entgangen, dass 80% der französischen
Bevölkerung den Stierkampf ablehnen und dass sich in BARCELONA
der Wind gedreht hat!? Mindestens der Vertragshändler in Béziers
müsste wissen, dass in dieser Stadt mit 70.000 Einwohnern sich
nicht weniger als 23.000 Unterzeichner in einer Petition gegen den
Stierkampf ausgesprochen haben!
Wir
fordern OPEL auf, mit seiner Unternehmensphilosophie ernst zu machen
und seinen Vertragshändler in diesem Sinne zu unterrichten
und bitten alle Tierfreunde, der Firma Opel in Rüsselsheim
gegenüber ihr Missfallen zu auszudrücken: kunden.info.center@de.opel.com
Wir
überlassen dem ungetrübten Urteilsvermögen aller
Leser, ihre Kaufentscheidung für ein Auto, das mit Tierquälerei
beworben wird, bis zu einer eindeutigen Distanzierung Opels zurückzustellen.
Quelle:
Karl und Anke Daerner
|
|
| News
vom 18.06.04 |
Fenouillet
bei Toulouse: Stierkampf 25.-27. Juni 2004
In
Fenouillet, einem Vorort von TOULOUSE und nur wenige Kilometer vom
Flughafen TOULOUSE-BLAGNAC entfernt, finden vom 25. bis 27.Juni
zum zweiten Mal Stierkämpfe statt. Die französischen Stierkampfgegner
beabsichtigen, am 26. Juni um 15 Uhr in Fenoullet eine friedliche
Protestversammlung zu veranstalten. Weiter
bei fellbeisser |
|
| News
vom 10.06.04 |
Pädagogisch
hochgefährlich - Spielerischer Stierkampf
"capea"
am 24. Juni 2004: "Scheinstierkampf" in der Pfarrkirchener
Partnerstadt St-Rémy de Provence für Grundschüler!
Weiter
bei fellbeisser |
|
| News
vom 27.05.04
(Weiterleitung der Information durch Karl
Daerner) |
Anti-Corrida-Aktionen
Carcassonne

Am 27. Mai 2004 wurde in Carcassonne die Aufstellung eines Anticorrida-Plakates
in der Größe von 4 x 3 Metern von den den hiesigen Corrida-Gegnern
mit einer Pressekonferenz eingeweiht. Insgesamt werden in Carcassonne
24 Plakate für eine Woche zu sehen sein.
30.000
Euro hat die CRAC, eine sehr aktive unabhängige französische
Anticorrida-Organisation, gesammelt, um 300 dieser Plakate in Alès,
Toulouse, Béziers, Fréjus, Bordeaux und Carcassonne
anzubringen.
Auch
das bekannte Luxushotel Negresco* in Nizza hat dieses Anticorrida-Plakat
gut sichtbar vor seinem Gebäude aufgestellt. Das Plakat wird
dort in der ganzen Sommersaison die Barbarei des Stierkampfes anprangern.
Quelle:
Informationen von Anke und Karl Daerner
*Die
Besitzerin ist eine resolute Stierkampfgegnerin und unterstützt
finanziell die Anticorrida-Aktionen. Sie organisiert Pressekonferenzen
und stellt den Tierschutz-Organisationen kostenlos Konferenzräume
zur Verfügung. Wessen Geldbeutel es erlaubt, dort zu übernachten,
unterstützt damit die gute Sache. Link
zum Hotel - Link
zu fellbeisser mit Foto des Plakates vor dem Hotel
|
News
vom 22.05.04
(Weiterleitung der Information durch Karl
Daerner) |
Anti-Corrida-Aktionen
Alès

Am
22. Mai 2004 wurde von den südfranzösischen Stierkampfgegnern
(CRAC) ein Sit-in in der Arena der Stadt Alès am Südrand
der Cevennen veranstaltet. 25 Mitstreiter, die friedlich mit Eintrittskarten
in die Arena gelangten, sind vor Beginn des grausamen Schauspiels
in den Innenraum der Arena gesprungen und haben sich dort aneinandergekettet.
Den
Demonstranten gelang es noch, ein Spruchband zu zeigen, bevor die
Polizei einschritt, um die Arena zu räumen.
Die
Ordnungshüter hatten große Schwierigkeiten, die angeketteten
Demonstranten aus der Arena zu bugsieren. Die Demonstration verlief
relativ friedlich, wenn von der gewaltsamen Räumung des Menschenknäuels
durch die Polizei abgesehen wird. Doch zu Ausschreitungen kam es
nicht. An dieser Aktion beteiligten sich auch Tierschützer
aus Belgien, die zu dieser Demo extra angereist waren. Link
zu animaux en peril
An dieser Aktion beteiligten sich auch Mitglieder des Comité
Anti Stierenvechten aus Holland, die zu dieser Demo extra aus Holland
angereist waren. Link
zu Comité Anti Stierenvechten
Ebenfalls
in Alès veranstaltete eine Grundschule einen Malwettbewerb
mit dem Thema „Corrida“, der von den Stierkampfveranstaltern
unterstützt wurde. Die Werke der Grundschüler wurden öffentlich
ausgestellt. Aufgrund von Protesten einiger Eltern bequemte sich
die Schulaufsichtsbehörde, die Wiederholung des Wettbewerbs
im nächsten Jahr zu untersagen.
Quelle:
Informationen von Anke und Karl Daerner
|
|
Oster-Stierkampf? |
Protest
Südfrankreich
Die Stadt Denain will am Ostermontag 2004 ein Stierkampf"Fest"
ausrichten. Musterbrief
für Proteste bei FLAC |
|
| 2003 |
Wieder
einmal wurden auch im Jahr 2003 im Namen der Tradition und Kultur
Stiere zu Tode gequält - alle Anstrengungen von Tierfreunden,
dieses grausame Spektakel zu verhindern, blieben erfolglos.
Dennoch
dürfen wir nicht aufgeben - und deshalb schon jetzt mein Aufruf,
im Vorfeld der nächsten barbarischen Spiele in Südfrankreich
genauso fleißig zu protestieren wie in diesem Jahr. Alleine
über den hier
zur Verfügung gestellten Formmailer haben sich dieses Jahr
635 Menschen aus aller Welt gegen diese Grausamkeiten ausgesprochen
und protestiert (im Vorjahr waren es erst 222).
Herzlichen
Dank an alle, die sich für die Tiere stark gemacht haben. Ganz
besonderer Dank gilt Karl und Anke Daerner, die mich tagesaktuell
mit den Entwicklungen rund um Carcassonne informiert haben.
Viola
Kaesmacher
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