


Protestaktion in Berlin gegen Rodeo - Bericht und Fotos
Nachschlag, März 2004: Rodeo-Befürworter bedrohen mich
Um die entsprechenden Verantwortlichen auf erhebliche Verstöße gegen (bereits bestehende!) Gesetze aufmerksam zu machen, dürfen Tierfreunde nicht müde werden, immer und immer wieder zu protestieren.
Vielen Dank an alle, die sich den Protesten am
aktiv angeschlossen haben - und das z.T. in Kostümen bei 35°C! Im roullierenden System waren ständig 5-10 Demonstranten vor Ort. Dies war nur die Spitze des Eisbergs von Menschen, die sich gegen Rodeo aussprechen. Verschiedene Transpis und Banner bekundeten unsere Meinung:
Ein Journalist des Berliner Wochenblattes hat mit uns ein Interview geführt, viele Medien berichteten im Vorfeld über unsere Protest-Aktion. Eine Tafel informierte über die Hinter- und Beweggründe der Protestaktion. Wir haben 2.000 Flugblätter gedruckt - leider nicht alle verteilen können. Das Fest insgesamt war sehr schlecht besucht. Auch die Rodeo-Veranstaltung, die wir uns am 27. Juli angetan haben, war sehr dürftig besucht. Von den 2.000 vorhandenen Arena-Plätzen waren schätzungseise 100 belegt - darunter natürlich eine Vielzahl der Rodeo-Mitwirkenden. Die Kinderrodeos, die ursprünglich immer Mittwochs an den Familientagen geplant waren und uns ein besonderer Dorn im Auge waren, fanden übrigens nicht statt. Der Großteil der Bevölkerung war an unseren Informationen sehr interessiert. Auch erhielten wir viel Zuspruch. Der Standpunkt zwischen U-Bahn-Station "Oskar Helene Heim" und Eingang zum Volksfest war insofern ein guter Standort, als auch sämtliche Verkehrsteilnehmer an der Kreuzung Clayalle/Ecke Argentinische Straße auf uns aufmerksam wurden. Zum Glück ist bei den beiden kleinen Unfällen, die sich direkt vor unseren Augen ereigneten (Radkarambolage und Autoauffahrunfall) nichts Schlimmes passiert. Immerhin erregten wir auch bei den Rodeoleuten Aufmerksamkeit. Als eine Gruppe von ca. 10 Rodeoteilnehmern auf uns zukam, waren wir erstens beruhigt, dass ein Mannschaftswagen der Polizei zu unserem Schutz bereit stand und zweitens froh, dass die deutschen und amerikanischen Cowboys und -girls nicht handgreiflich wurden. |
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Sie hatten Unverständnis für unsere Proteste. Bei den Diskussionen kam ganz klar rüber: Diese Menschen sehen nichts Schlechtes in ihrem Tun. Hier ein paar Statements von ihnen:
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Zusammenfassend können wir sagen, dass die Aktion ein voller Erfolg war. Das Kinderrodeo fand nicht statt. Besonders freut es uns, dass die Grünen sich mit einer Presseerklärung gegen Rodeo ausgesprochen haben. Erfreulich auch, dass einige Medien kritisch berichtet haben - trotz angedrohter Sanktionen der Rodeolobby.
Großen Dank an die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e.V. die uns sehr unterstützt haben - und herzlichen Dank an anti-corrida, die durch kompetente Informationen und Recherche die Protestaktionen ins Rollen gebracht haben.
Wir bitten alle, die Protest-Briefe auch weiterhin zu schreiben - das deutsch-amerikanische Volksfest mit Rodeoveranstaltungen geht noch bis zum 17. August - unser Ziel ist es, dass zukünftig derartige Veranstaltungen nicht mehr genehmigt werden!
Viola Kaesmacher und Jeannine Kraft
Übrigens unterstützen wir gerne Proteste gegen Rodeo in anderen Städten und stellen das vorhandene Deko- und Infomaterial zum Ausleihen bereit.
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