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Der
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| Stierkampf
= Ungleicher Kampf von bewaffneten Menschen gegen qualvoll präparierte
Stiere in der Arena
1725 begann
der Stierkampf, seine heutige Form anzunehmen, als Francisco Romero
einen Spieß mit einem roten Stück Stoff an einem Ende erfand, den
er dazu verwendete, den Stier anzustacheln und zu quälen. Hier
Seite über Personen und Geschichte des Stierkampfes
Viele
prominente Stierkämpfer früherer Tage berichten, dass der Stier
mit Tranquilizern und Abführmitteln oder Schlägen in die Nieren
geschwächt wird, dass man ihm Vaseline in die Augen schmiert, um
seine Sicht zu trüben, ihm wochenlang vor dem Kampf schwere Gewichte
um den Hals hängt und ihn über Stunden in Dunkelheit hält, bevor
man ihn in die Arena lässt.
Während
meiner schrecklichen Recherche habe ich sogar von Watte in den Nüstern
und Nadeln in den Hodensäcken gelesen. Ein
bekannter Stierkampf-Tierarzt, Dr. Manuel Sanz, berichtet, dass
1987 mehr als 90 Prozent der in Stierkämpfen getöteten Stiere abgeschliffene
Hörner hatten.
Bei dieser Prozedur werden dem Stier mehrere Zentimeter Horn abgesägt,
wodurch der Stier, aufgrund des geänderten Winkels, sein Ziel beim
Stoßen verfehlt. Ganz zu schweigen von den höllischen Schmerzen,
schließlich beginnt knapp unter der äußeren Hülle
das lebende Gewebe. Mehr zur diesen "Präparationen"
auf der Seite Der Spanische Stierkampf - Hintergründe
Bereits
im alten Ägypten und Vorderasien waren Stierspiele als Volksbelustigung
beliebt, allerdings unblutig. Auch in Griechenland gab es beliebte,
akrobatische Spiele mit dem Stier, die bei Festen auf Kreta vorgeführt
wurden. Die Ursprünge des Stierkampfs sind nicht genau bekannt,
jedoch glaubt man, dass er im Zusammenhang mit alten Fruchtbarkeitsriten
entstand. Mehr hierzu auf der Seite Der
Spanische Stierkampf - Ursprung
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Stierkampf
- Corrida de toros
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Den
klassischen Stierkampf nach strengen Regeln gibt es nur noch in
Spanien. In Südfrankreich, Portugal, Mexiko und Brasilien wird er
frei gehandhabt. Der mexikanische Stierkampf kennt noch eine Variante:
die Novillada, den "Baby-Stierkampf". Es gibt in diesem Abschlachten
von Kälbchen keine vorgegebenen Rituale.
Baby-Stiere,
manche kaum älter als ein paar Wochen, werden in eine kleine Arena
gebracht, wo sie von Zuschauern - unter ihnen auch viele Kinder
- zu Tode gestochen werden. Dieses Blutbad endet damit, dass die
Zuschauer dem in einer Blutlache liegenden Tier, das oft noch bei
vollem Bewusstsein ist, Ohren und Schwanz abhacken. Babystier-Gemetzel
finden nun übrigens auch in Frankreich statt! Hier
zur Online-Petition dagegen.
Die
sogenannten "unblutigen Stierkämpfe", die in vielen US- Bundesstaaten
legal sind, sind nur unerheblich weniger barbarisch als ihre blutigen
Gegenstücke. Auch wenn die Stiere in diesen "Kämpfen" nicht in der
Arena getötet werden, so werden sie doch oft unmittelbar danach
geschlachtet. Während des Kampfes werden sie gequält, gestichelt
und verängstigt. Bei der amerikanischen Variante, dem Rodeo, ergeht
es den Rindern übrigens auch alles andere als gut; Flankengurte
schneiden in empfindliche Regionen bei Pferden und Rindern. Dieser
Schmerz erzeugt das "Bocken".
Die
spanischen Stierkämpfe finden von Ostern bis Oktober an allen Sonn-
und Feiertagen, meist in einer amphitheatralisch ansteigenden Stierarena
statt (Plaza de toros). Bei einer Veranstaltung werden 4-8 Stiere
getötet, jeder (Todes-)Kampf dauert etwa eine halbe Stunde. In Spanien
gibt es auch noch viele "Fiestas", bei denen Stiere mit
fast teuflischer Erfindungsgabe zu Tode gequält werden. Hier
zu einigen "spanischen Varianten"
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"Sieh
nicht die Pferde an, nachdem der Stier sie aufgeschlitzt hat",
sagte ich zu Brett. "Sieh zu, wenn er angreift, und sieh,
wie der Picador versucht, den Stier abzuwehren. Aber dann sieh
erst wieder hin, wenn das Pferd tot ist." (Ernest
Hemingway, Fiesta)
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"Du
kannst dich zurückhalten von den Leiden der Welt, das ist dir
freigestellt und entspricht deiner Natur, aber vielleicht ist
gerade dieses Zurückhalten das einzige Leiden, das du vermeiden
könntest." (Franz Kafka)
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| Die
Stiere sind nicht die einzigen Opfer
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Den
Pferden wird für die Stierkämpfe Dope hinter die Ohren gespritzt
und man verbindet ihnen die Augen. Die Pferde bekommen gewöhnlich
auch nasses Zeitungspapier in die Ohren gestopft, um ihre Hörfähigkeit
zu verschlechtern, und ihre Stimmbänder werden durchgeschnitten,
damit ihre Schreie nicht die Menschenmenge erregen.
Klicken
Sie hier, um auf Geschichten von berühmten Stieren zu gelangen.
Diese
drei Stiere waren Ausnahme-Toros, aber auch sonst war es bis 1928
(zu der Zeit wurde übrigens der tödliche Stierkampf in Portugal
verboten. Traurig, aber wahr: am 29.08.02 ist das Datum der tragischen
Wiedergeburt) durchaus üblich, dass
in den Stierkampf-Arenen mehr Pferde als Stiere verreckten. Erst
dann schrieb ein königlicher Erlass schützende Baumwollpolster an
den Pferdekörpern vor.
Damit
sollten die Gefühle ausländischer Besucher geschont werden, die
sich daran störten, wenn die Pferde
ihre Füße in den eigenen Eingeweiden verwickelten. Auch
ein Teil der Spanier fühlte sich durch den Anblick graublauer Gedärme,
die aus einem Pferdebauch quollen, plötzlich belästigt, seit Stierkampf
mehr und mehr zum "ästhetischen" Ereignis geworden war.
Um Mitleid ging es wohlgemerkt dabei nicht, sondern um Ekel.
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Ablauf
eines klassischen Stierkampfes |
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Eine
sehr ausführliche Beschreibung des Ablaufes der corrida finden
Sie auf der Seite Der Spanische Stierkampf - Ablauf
|
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Im
ersten Gang (salida del toro) wird der Stier von den Peones
mit einem roten Mantel (capa) gereizt und durch die Arena gejagt.
Übrigens sind Stiere farbenblind, so dass auch ein blaues oder
grünes oder weißes Tuch diesen Dienst erweisen würde.
-
Wenn
der erste Elan des Stieres gebrochen ist, kommt der zweite Gang,
der Lanzenkampf (suerte de varas). Dann versucht der berittene
Picador, den gegen das Pferd anstürmenden Stier durch einen
Lanzenstich zwischen die Schulterblätter abzuwehren. Die alten
Gaule dienen gerade noch dazu, den Anschein des ritterlichen
Kampfes zu erwecken, oder mit aufgerissenem Bauch doch noch
beim Abdecker zu landen. Manchmal wird das Pferd mit flüchtig
zugenähtem Bauch noch kurze Zeit am Kampf gehalten. Der Reiter
bietet dem Stier die Brustseite des Pferdes zum Stoß an und
drückt dann das heranstürmende Tier mit der Lanze, die sich
schmerzhaft in die empfindliche Schulter bohrt, von sich ab.
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Nach
dem zweiten Lanzenstich beginnt die "suerte de banderillas",
in der die drei Banderillas von vorn mit bunten Papierstreifen
versehenen Eisenpfeilen in den Nacken des Stiers stoßen. Der
vor Schmerzen rasend gewordene Stier brüllt drohend gegen seine
Quäler und wirbelt mit den Hufen den Sand in der Arena auf.
Aus vielen Wunden tropft Blut in Sand und Staub.
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Dem
aufs äußerste gereizte Stier tritt der Espada (Torero) mit der
blanken Waffe, einem etwa 90 cm langen, starken Stoßdegen
und einem an einem Stock befestigen roten Tuch (muleta) entgegen.
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Im
letzten Kampfabschnitt (estocada) gilt es für den Torero, dem
Stier den Degen frontal zwischen Schulterblätter und Wirbelsäule
hineinzustoßen. Er stellt sich das Tier so zurecht, dass Kopf
und Hals nach unten gesenkt ist. Dies bedeutet nicht, wie es
scheint, Angriffslust, sondern ist Ausdruck tiefster Ermattung.
Bei dieser Haltung ist der letzte Halswirbel schräg geneigt.
In der knöchernen Wirbelsäule des Tieres klafft eine Lücke,
das Rückenmark ist ungeschützt vor der Waffe, nur von Muskelgeflecht
und Haut überzogen.
Mühelos kann so der Hauptnervenstrang durchtrennt werden.
Für den Zuschauer unsichtbar, für den Torero eine wichtige Hilfe:
die entscheidende Stelle ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Haare des Fells hier weg geschnitten wurden. Danach bricht der
Stier gelähmt zusammen, ist aber noch nicht tot.
Er erhält er von einem Matador (Töter) den "Gnadenstoß",
nachdem vom noch lebenden Tier ein Ohr und der Schwanz abgetrennt
und einer Dame der Gesellschaft als "Aufmerksamkeit"
und in Verehrung überreicht wird.
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