| Erstaunt
und gleichzeitig erfreut waren wir über die Präsenz
der Medien - obwohl weder Einladung noch Pressemitteilung
im Vorfeld verschickt wurde.

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tierdach: Bürgermeister Held, Tierrechtler und Presse
Wir
verteilten etwa 250 eigens dafür hergestellte Info-Flugblätter,
die größtenteils von der Bevölkerung sehr
interessiert entgegengenommen wurden.

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tierdach: Etwa 250 Flugblätter wurden verteilt
Die
Stimmung, die sich durch die Medienberichte uns im Vorfeld
als "Pro-Althoff / Anti-Tierschutz" dargestellt
hat, konnten wir in Oppenheim glücklicherweise nicht
feststellen.

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TIRM: Tierrechtler verschiedenster Organisationen kamen
Der
Held
Auch
der Stadtbürgermeister Marcus Held überraschte uns
sehr mit neuen Ideen und Vorschlägen für die Zukunft.
Durch
diverse Berichterstattungen in den Lokalmedien entstand der
Eindruck, Bürgermeister Held versuche alles, damit der
Zirkus Giovanni Althoff seine Tiere behalten dürfe...

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tierdach: Held im Gespräch mit den Demonstranten
Den
Tierrechtlern und der Presse gegenüber beteuerte Bürgermeister
Held allerdings, ihm gehe es in erster Linie um die Tiere.
Er wolle nicht, dass die Elefanten nach Osteuropa kommen,
weil er gehört habe, hinter einem Auffangzoo in Polen
verberge sich ein Händlerring, der bereits einen Kaufinteressenten
- einen spanischen Zirkus (?) - habe.*

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tierdach: Bürgermeister Held nahm sich fast eine Stunde
Zeit
Das
Konzept, an das er glaubt, war uns gänzlich neu: man
wolle die Tiere in der Obhut von Oppenheim behalten. Es würde
daran gearbeitet - mit verschiedensten Sponsoren und Spendern
- um eine Auffangstation in der Nähe zu schaffen. Wichtig
sei nur, dass die Kommune finanziell nicht belastet würde.
Er zielte des öfteren auf die angeblich gute Beziehung
zwischen den Althoff-Elefanten-Betreuern und den Elefanten
ab und stellt sich als Traum-Konstellation vor, dass sämtliche
Tiere (Elefanten und Pferde) plus ein Althoff-Pfleger, z.B.
Althoff himself bleiben und der Rest des Zirkus' ohne Tiere
weiterzieht.

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TVG AACHEN: Held im konstruktiven Gespräch mit Tierrechtlern
Nur:
schnell muss es gehen, denn bekanntlich ist eine Frist bis
zum 10. August 2004 gesetzt, nach der die Tiere nicht mehr
in der Gewalt von Althoff sein werden/dürfen, sondern
- falls kein seriöser Käufer vom Zirkus Althoff
ausfindig gemacht wird - die Behörden die Initiative
ergreifen. Herr Held ließ allerdings durchblicken -
und betonte, dass er dies als Jurist so einschätze -
dass diese Fristsetzung rechtlich nicht haltbar sei.
Aus
unserer Sicht kann jemand, der sich jahrelang offensichtlich
nicht darum geschert hat, wie es seinen Tieren geht, nicht
wirklich ein geeigneter Betreuer der Elefanten sein, insofern
sehen wir es sehr kritisch, dass ausgerechnet Althoff die
Pflege und Obhut der "von Althoff geretteten" Tiere
übernehmen soll.
Ansonsten
sind wir sehr gespannt, ob der Bürgermeister seinem Namen
alle Ehre macht und tatsächlich eine Elefanten-Auffangstation
aus dem Boden stampft, die zukünftig finanziell gesichert
ist und in der es den Tieren gut geht. Dies wäre eine
sehr große Leistung und hätte sicherlich Vorbildfunktion
für andere Eskalationsherde - davon gibt es mindestens
200 in Deutschland.
Ferner
sind wir gespannt, was es von Behörden und großen
Tierschutz-/-rechtsvereinen für Stellungnahmen zu den
Vorgängen und Lösungskonzepten weiterer dieser Fälle
gibt, denn offensichtlich tut sich was in Richtung "Zirkus-Problematik"
-
in
manchen Städten planen offensichtlich einige
Fraktionen, nur noch alle 2 Jahre ein Circusgastspiel
in der Stadt zuzulassen, z.B. Bad Sobernheim
-
das Land Hessen brachte eine Bundesratsinitiative
ein mit dem Ziel eines bundesweiten Wildtierverbots
in Circussen per
Bundesverordnung zu erwirken
-
am 8. Juli 2003 beschloss das Land Hessen per Bundesverordnung,
ein Circuszentralregister einzuführen
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Wir
freuen uns über diese Entwicklungen, befürchten
allerdings, dass es keine Handhabe geben wird, den Tieren
tatsächlich zu helfen, wenn die Unterbringung nach der
Beschlagnahmung nicht zuverlässig geklärt ist.
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Was
passiert mit beschlagnahmten (Wild-)Tieren?
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Wer
fühlt sich dafür verantwortlich, eine Auffangstation
zu errichten?
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Gibt
es europäische Ansätze mit Ländern, die
in dieser Beziehung weiter sind als wir in Deutschland?
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Wie
soll die Bundesratsinitiative konkret umgesetzt werden?
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