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2006


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Kein Applaus für Tierquälerei!

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2006

Grober Fall von Tierquälerei in Wendlingen
Strafanzeige gegen Circus Barelli

Nürtingen. Wie der Nürtinger Tierrechtler Frank Albrecht am Sonntag informierte, werde er beim Veterinäramt Esslingen und bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart, gegen den in Wendlingen gastierenden Circus „Barelli“ (Freizeitpark Barelli), Strafanzeige wegen grober Tierquälerei erstatten. Albrecht sieht in der Haltung der mitgeführten sibirischen und bengalischen Tiger erhebliche Mängel gegen geltende Haltungsrichtlinien („Zirkus-Leidlinien“ und „Säugetiergutachten“).

„Die Tierhaltung in Wendlingen ist eindeutig Tierquälerei“, so Frank Albrecht in seiner Pressemitteilung vom Sonntag. Albrecht weiter: „Die Tiger sollen einen Monat lang, bis zum Ende der Fußball-WM (so der Circus gegenüber der Presse), ohne Manegenauftritt und ohne ausreichend zusätzliche Bewegung, fast durchgängig in ihren eh zu kleinen Innenkäfigen dahinvegetieren. Der aufgestellte Außenkäfig ist zudem ein total lächerliches Alibi, da er für die 10 Raubkatzen ohnehin zu klein ist und nicht von allen Katzen gleichzeitig benutzt werden könne. Ein Hohn dann die Aussage des Circus in der Presse vom Vortag: „Die Tiere können jetzt kürzer treten“.

Am Circusinfotelefon (0160/4842308) entschuldigte sich der Circus am Sonntag (11.06.2006) gegenüber einer Anruferin dafür, dass die Raubkatzen nicht auftreten könnten, da der Platz zu klein und ein Auftreten zu gefährlich sei. Bei Nichtauftreten der mitgeführten so genannten „Zirkustiere“ sind Circusbetreiber, nach Tierschutzgesetz verpflichtet, Haltungsbedingungen zu schaffen, wie sie das Säugetiergutachten (!!!) und nicht die Zirkusleidlinie vorschreibt (siehe Aufstellung Anhang!).

Den mitgeführten 10 Tigern müsste, so der Nürtinger, ein Innenkäfig von insgesamt 125 qm Größe und ein Außengehege von 200 qm Größe dauerhaft zugänglich sein. Die Innengehege vom Circus Barelli sind aber, laut behördlichen Informationen die Albrecht vorliegen, nur 8,32 qm (pro Tiger) und der Außenkäfig nur 60,84 qm klein. Die Käfiggrößen sind also schon für die lächerliche Zirkus-Leid-Linie zu klein.

„Diese Mindestanforderungen, die auch nicht unterschritten werden dürfen, werden von Barelli hier auf das Gröbste ignoriert und bewusst fahrlässig nicht eingehalten. Die Tiger sollen also einen Monat lang, auf engsten Raum dahinvegetieren, zu andauernden Langeweile gezwungen, zu Bewegungsarmut verdammt und damit eindeutig dauerhaft gequält werden. Barelli „schränkt den Tiger die Möglichkeit zu artgemäßer Bewegung dermaßen ein, dass ihnen Schmerzen und vermeidbare Leiden und Schäden zugefügt werden“ (TschG §2/ Absatz 2). Diese Tierquälerei kann keine Staatsanwaltschaft und schon gar nicht das Esslinger Veterinäramt, welches leider öfters auf einem Auge blind ist, dulden.“, so der Nürtinger Tierrechtler, der alle rechtliche Schritte nutzen will, abschließend.

Albrecht listet am Ende seiner Pressemitteilung zudem Fakten auf, die deutlich machen, dass der Circus nicht das erste Mal „unangenehm“ auffiel. Verurteilungen wegen Körperverletzung, Tierausbrüche, Anzeigen wegen Betrugsverdacht und seltsamer Tierschwund sind nur einige Hinweise darauf, dass Barelli alles andere ist, als zuverlässig, seriös und tierfreundlich. So genannte nichtmenschliche Tiere haben, wie wir Menschen auch, ein Interesse daran frei und selbst bestimmend zu leben. Daher haben sie, wie wir auch, dass Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung.

Pressemitteilung vom 11.06.2006: Frank Albrecht, Nürtingen


Haltungsanforderungen nach Zirkusleidlinie
(…also bei Auftritt der Tiger)

INNENGEHEGE

SOLL (Anforderungen nach Zirkusleidlinie)
Innengehege SOLL 1 Tier/ pro Käfig: 12 qm
Innengehege SOLL 2 Tiere/ pro Käfig: 12 qm
Innengehege SOLL bei 10 Tieren: 60 qm

IST (Barelli 11.06.2006)
Innengehege gesamt: unter 40 qm (10qm Größe pro gemessener Käfigwagen)
Innengehege IST 1 Tier/ pro Käfig: 8,32 qm (laut Dr. Lindemann vom Veterinäramt Berlin Mitte vom 20.10.2005)

AUßENGEHEGE

SOLL (Anforderungen nach Zirkusleidlinie)
Außengehege SOLL bei bis zu 5 Tieren: 50 qm
Außengehege SOLL bei 10 Tieren: 75 qm

IST (Barelli 11.06.2006)
Außengehege IST: 60,84 qm ((laut Dr. Lindemann vom Veterinäramt Berlin Mitte vom 20.10.2005)


 

Haltungsanforderungen nach Säugetiergutachten
(….also bei Nicht-Auftritt der Tiger)

INNENGEHEGE

SOLL (Anforderungen nach Zirkusleidlinie)
Innengehege SOLL 1 Tier/ pro Käfig: 25 qm
Innengehege SOLL 2 Tiere/ pro Käfig: 25 qm
Innengehege SOLL bei 10 Tieren: 125 qm

IST (Barelli 11.06.2006)
Innengehege gesamt: unter 40 qm (10qm Größe pro gemessener Käfigwagen)
Innengehege IST 1 Tier/ pro Käfig: 8,32 qm (laut Dr. Lindemann vom Veterinäramt Berlin Mitte vom 20.10.2005)

AUßENGEHEGE

SOLL (Anforderungen nach Zirkusleidlinie)
Außengehege SOLL bei 1 Tier: 40 qm
Außengehege SOLL bei 2 Tieren: 40 qm
Außengehege SOLL bei 10 Tieren 200 qm

IST (Barelli 11.06.2006)
Außengehege IST: 60,84 qm ((laut Dr. Lindemann vom Veterinäramt Berlin Mitte vom 20.10.2005)


Presse
Mein Leserbrief

13.06.06 an die Nürtinger Zeitung / Wendlinger Zeitung

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,

Sie berichten freundlicherweise von den Anschuldigungen eines Tierrechtlers gegen den Zirkus Barelli. Das ist gut, denn oftmals veröffentlichen Medien blindlings die PR-Propaganda des Zirkus', der flugs noch paar Kärtchen zur Verfügung stellt... Insofern ist es richtig und wichtig, dass ein Medium bei der Verantwortung, die es gegenüber der Bevölkerung hat auch einmal über den Tellerrand blickt und andere Meinungen berücksichtigt.

Leider scheinen Sie die Informationen nicht recht ernst genommen zu haben, anders kann ich mir z.B. Ihren Satz "bis jetzt haben sich die Vorwürfe nicht bestätigt" nicht erklären. Es liegen hier eindeutige Verstöße vor - jedem der des Lesens (von Richtlinien) mächtig ist und sich nicht scheut, die Verhältnisse vor Ort anzusehen wird den Anschuldigungen recht geben müssen. Herr Albrecht hat sich bei seinen Ausführungen auf die Richtlinien des Platzangebotes beschränkt. Das wohl hauptsächlich ebenfalls aus Platzgründen, denn die Liste an "Verstößen" könnte wohl noch sehr lang weitergeführt werden. Was leider oftmals nicht weitergeführt wird, sind die Ermittlungen gegen tierquälerische Haltung in Zirkusbetrieben.

So geschehen z.B. in Frankurt. Die Anzeigen, die Tierrechtler dort gemacht haben, konnten sämtlichst nicht entkräftigt werden, die Beamten hatten mindestens ebensoviel Beweise wie die Tierschützer. Das Verfahren wurde leider dort eingestellt mangels "öffentlichen Interesses" und weil der Zirkus eh bald weiterzieht und außerdem gehörten die Tiger damals angeblich gar nicht dem Zirkus. Komisch, dass die Tiere auch 2 Jahre später noch dort sind....

"Im täglichen Zirkusprogramm sind die Tiger nicht eingebunden". Diesen Satz stellen Sie dar, als sei es etwas positives. Ist es aber nicht. Im Tierschutzgesetz steht, dass grundsäztlich nur Tiere in Zirkussen sein sollen, die täglich (!) beschäftigt werden (sonst wäre es ja ein Zoo. Und hierfür gelten ganz andere Bedingungen: mehr Platz etc.).

"Der Eintritt in den Freizeitpark" schreiben sie, sei kostenlos. Er kostet. Den Tieren die Würde und die Haltung, die ihnen zustehen würde - und das sogar laut Gesetz. Laut Tierschutzgesetz, nur können Tiere leider selbst nicht klagen und es gibt auch kein so genanntes Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine, so dass Tierschützer und Tierrechtler dies auch nicht anklagen können. Sie können nur immer wieder Anzeigen erstatten, und hoffen, dass dann doch mal eine Region, ein Staatsanwalt den Mumm hat, genauer hinzusehen. Und nicht alle Augen zudrückt ob der herankommenden Schwierigkeiten und Kosten und hofft, der Zirkus möge doch schnell in einen anderen Ort weiterziehen und mit ihm die Probleme.

Nicht ohne Grund ist der Satz "wir wollen hier kein 2. Oppenheim" schon sowas wie ein geflügeltes Wort in den Gemeinden des Rhein-Main-Gebietes*. Bitte berichten Sie weiterhin (kritisch) über diesen Zirkus und schauen Sie auch hinter die Kulissen. Vielen Dank.


*Dort war der Circus Giovanni Althoff eine ganze Weile festliegend, z.B. wegen fehlender Reisegewerbekarte und fehlender §11-Genehmigung. Gestern wurde in Mainz ein "Tierpfleger" von G. Althoff verurteilt, weil er Elefanten verprügelt und ein Pony getreten hat. "[...], weil es in der Regennacht mit einem Wasserschlauch spielte, mindestens 20 Mal auf Kopf, Rüssel und Vorderbeine geschlagen haben. Die Elefanten Vicky und Maja der fünfköpfigen Dickhäutergruppe seien ebenfalls verprügelt worden. Als das angebundene Zwergpony Pluto bei der Pflege seiner Hufe austrat, trat ihm der 44-Jährige mit seinen Arbeitsschuhen mehrmals in den Bauch, [...]" liest es sich in einem entsprechenden Zeitungsbericht**.

Ebenfalls ganz aktuell ist die Verhandlung in Mainz gegen die Zirkusbetreiber: Giovanni Althoff, seine Frau Evelyn und die Zirkusmanagerin Barbara Rothmund müssen sich wegen Tierquälerei sowie Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung verantworten. Die Anklageschrift ist 30 Seiten lang. Für den Prozess sind 15 Zeugen und 26 Sachverständige aus Deutschland, Österreich, den USA und Skandinavien geladen. Das Gericht hat drei Verhandlungstage vorgesehen. Der nächste Termin ist am Freitag, den 16.06.06.

** siehe www.main-rheiner.de


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Kein Applaus für Tierquälerei!

Die Bilder auf dieser Seite wurden im Zirkus Barelli aufgenommen. Leider sind dies keine Ausnahmefälle, sondern typische Beispiele für das Leben der Tiere im Zirkus. Aus diesem Grund ist es eigentlich auch nicht relevant, in welchem Zirkus genau welche Bilder entstanden.

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