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Dressur
ist immer Gewalt

Die
TIRM rief auf zur Demo am 6. Juni 2004 gegen die Tierausbeutung
bei Zirkus Barelli. Dem Aufruf folgten z.B. Vertreter der TARN (Tierrechtsaktion
Rhein Necker), der Tierversuchsgegner Hessen und von IfT - Internetzwerk
für Tiere.
Ständig
zeigten ca. 10 Aktivisten Transparente, verteilten Flugblätter
- trotz des bekannten Gewaltpotentials der Zirkusleute sogar direkt
am Eingang und auch vor den Kassen - und verbreiteten mündliche
und schriftliche Informationen über Tiere im Zirkus an interessierte
Menschen.
Nachdem
die Zirkusleute dies nach über einer Stunde bemerkt haben (und
nach lustigem Flyer-Austausch unter "Kollegen"), wollten
sie es zwar untersagen - und drohten damit, "die Polizei zu
rufen", die bereits anwesenden, zum Schutz der Protestanten
abgestellten Beamten haben die Lage allerdings zu Gunsten der Tierrechtler
geklärt.
Da zeitgleich auch ein Flohmarkt auf dem Platz stattfand, konnten
auch viele Leute informiert werden, die gar nicht vorhatten, den
Zirkus zu besuchen und dementsprechend offen waren. Das Special-Flugi
"Sibirische Tiger im Circus Barelli" sowie andere Informationsmaterialien
wurden haufenweise ausgeteilt. Besonders das Kinder-Prospekt mit
Malwettbewerb fand reißenden Absatz.

Der
Zirkus gastiert in Frankfurt noch bis zum 28. Juni 2004 - möglicherweise
wird es weitere Protestaktionen geben.
Ferner werden die gemachten Beobachtungen - insbesondere
bei der Tigerhaltung - Anzeigen zur Folge haben.
Viola
Kaesmacher, Mitglied im IfT
- Internetzwerk für Tiere, Hessen
PS:
Im Oktober 2002 gastierte der Circus Barelli das letzte Mal in
Frankfurt am Main. Damals wurden 3 Elefanten mitgeführt, die
an extremen Verhaltensstörungen litten. Die TierrechtsInitiative
Rhein-Main und die Tierversuchsgegner Hessen erstatteten damals
Anzeige, doch das Urteil des damaligen Verfahrens endete leider
mit der Begründung, dass nichts unternommen werden könne,
da die Tiere, die zeitweise bei Barelli waren, mittlerweile nicht
mehr in Deutschland seien. Mit solchen Tricks versuchen die Zirkusunternehmen
immer wieder, die rechtlichen Bestimmungen einzelner Länder
zu untermauern - drücken wir also die Daumen, dass es diesmal
anders läuft!
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