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Kein Applaus für Tierquälerei!

Die Inhalte dieser Seite sind Auszüge vom Verbraucherministerium.

Für alle, die sich für die rechtlichen Rahmenbedingungen interessieren: Ich habe auf dieser Internetpräsenz versucht, zusammenfassend die geltenden Bestimmungen laut "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen" und "Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren" (Säugetiergutachten) darzustellen. Die Infos sind nicht neu. Die Seite über die Richtlinien habe ich nicht zusammengestellt, um Tierhaltung im Zirkus in irgendeiner Weise zu legitimatisieren, sondern um zu zeigen, dass tagtäglich selbst diese Minimalanforderungen unterschritten werden und aufmerksame Bürger zu animieren, sich für den Schutz der Tiere stark zu machen und sich für die Rechte der Tiere einzusetzen.

August 2004, Viola Kaesmacher

Elefanten im Zirkus

Elefantenhaltung im Zirkus und die entsprechenden Anforderungen

Arabischer Maler um 1295: Buch über die Nützlichkeit der Tiere des Abû Sa'îd 'Ubayd Allâh ibn Bakhtîshû, Szene: Zwei Elefanten, 1294-1299, Papier, 21,3 × 23,5 cm, New York, Piermont Morgan Library.

Bild: Arabischer Maler um 1295. Link zur Postkarte


§§

Elefanten in Zirkusbetrieben

1. Biologische Grundlagen

2. Unterbringung

3. Fütterung

4. Pflege und Gesundheits-Überwachung

5. Ausbildung und Beschäftigung

6. Hinweise für die Überprüfung

Quelle

Linktipps

§§

Elefanten-Haltung laut Säugetier-Gutachten

Raumbedarf

Klimatische Bedingungen

Gehege-Einrichtung

Gehege-Begrenzung

Sozialgefüge

Ernährung

Fang und Transport

 

Zusatzinformationen aus Österreich

Biologische Charakteristik

Verbotene Dressuren

Hinweise zu Betreuung und Pflege

§§

Zukunft und erfreuliches - Linktipps

Auftritts- und Tierhalte-Verbot für Zirkus Giovanni Althoff

Ziel: Zirkus ohne Tiere!

Belgien: Verbot von Wildtieren in Zirkussen

Dänemark, Finnland, Österreich und Schweden haben schon vor Jahren Haltungsverbote für bestimmte Tierarten beschlossen


Elefantenhaltung im Zirkus und die entsprechenden Anforderungen

Diese Leitlinien sollen den Zirkusunternehmen selbst sowie den Überwachungsbehörden und den Justizorganen als Entscheidungshilfe an die Hand gegeben werden.

Die allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze der Tierhaltung gelten uneingeschränkt auch für Zirkustiere. Grundsätzlich sollen im Zirkus nur solche Tiere gehalten werden, die regelmäßig - d.h. täglich - beschäftigt werden und die unter Zirkusbedingungen verhaltensgerecht untergebracht und schadensfrei transportiert werden können.


1

Elefanten (Elephas maximus, Loxodonta africana)
Da sich die Haltungsanforderungen der beiden Arten Elephas maximus und Loxodonta africana im wesentlichen nicht unterscheiden, werden sie im folgenden gemeinsam abgehandelt

Daten und Fakten Afrikanischer Elefant
Loxodonta africana
Asiatischer Elefant
Elephas maximus
Körpergewicht
adult (in kg)
m: bis 7500
w: 3000-6000
m: bis 6000
w: bis 4700
Kopf-Rumpf-Länge
(in m)
6-7,5 5,5-6,4
Standhöhe
(in cm)
220-370 240-290
Lebenserwartung in Menschenobhut (Jahre) 50-70 40-69
Geschlechtsreife
(Jahre)
8-12 7-11
Tragezeit
(Monate)
22 22
Wurfgröße
(Anzahl)
1 1
Entwöhnalter
(Jahre)
3 bis 8 3 bis 8
Sozialverhalten gesellig, Mutterfamilien adulte Bullen Einzelgänger oder in lockeren Verbänden
besondere Klimaanforderungen empfindlich gegenüber Hitze und Kälte

Auszug aus dem Säugetiergutachten* - Elefanten betreffend (Seite 53/54): Rüsseltiere (Proboscidea) - Elefanten

Klimatische Bedingungen

Elefanten sind Großsäuger aus tropischen Verbreitungsgebieten. Die Innentemperatur des Stalles muss über 15 °C liegen. Dennoch soll man Elefanten auch zur Winterszeit wenigstens kurzfristig auf die Freianlage lassen. Bei Minusgraden ist darauf zuachten, dass keine Erfrierungen an Rüssel und Ohrspitzen auftreten.

Sozialgefüge

Elefanten sind Herdentiere; eine solitäre Haltung in Menschenhand ist abzulehnen. Bei der Haltung von Elefantenbullen sind unbedingt Separierungsmöglichkeiten notwendig. Da erwachsene Bullen auch für das Pflegepersonal gefährlich werden können, wird häufig eine Ankettung nicht möglich sein. Da Elefanten geistig weit entwickelte
Säugetiere sind, ist auch die Betreuung durch den Pfleger ausgesprochen wichtig. Ein regelmäßiges Trainingsprogramm mit den Tieren ist zum beiderseitigen Nutzen zu empfehlen.

Fang und Transport

Elefanten werden in Einzelkisten, an die die Tiere langsam gewöhnt werden, transportiert. Führige und zahme Tiere können auch in Eisenbahnwaggons oder in Containern transportiert werden.

1. Biologische Grundlagen

  • Elefanten leben in Familienverbänden, die aus der Leitkuh, meist der ältesten Kuh der Herde, weiteren mit ihr verwandten adulten Kühen und deren Nachkommen bestehen

  • Weibliche Jungtiere verbleiben zeitlebens in dem Herdenverband, in den sie hineingeboren wurden

  • Männliche Jungtiere verlassen den Herdenverband mit dem Erreichen der Geschlechtsreife und leben fortan zeitweise solitär oder in Junggesellenverbänden

  • Adulte Bullen stoßen nur dann zu einem Herdenverband, wenn sich eine der Kühe im Östrus befindet. Kennzeichnend für Bullen ab etwa 20 Jahren ist die alljährlich wiederkehrende Musthphase. In dieser Zeit sind die Bullen aggressiv, unberechenbar und widersetzen sich menschlicher Einwirkung.

  • Die relativ schlechte Nährstoffverwertung des Verdauungstraktes der Tiere bedingt, dass sich wilde Elefanten etwa zwei Drittel des Tages mit der Nahrungsaufnahme beschäftigen

  • Die Pflege der empfindlichen Haut, Baden, Suhlen im Schlamm, Bewerfen mit Sand sowie das Scheuern an Bäumen oder Felsen ist ein wichtiger Bestandteil im Tagesablauf wildlebender Elefanten.

Zusatzinfo aus Österreich (Biologische Charakteristik)
Auszüge der "Richtlinien für die Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen", Quelle: wiener umwelt anwartschaft

  • Spielverhalten: Diese Tierart zeigt bis ins hohe Alter hinein ein ausgeprägtes Erkundungs- und Spielverhalten

  • Kampfverhalten: Die Tiere versuchen, sich mit dem Rüssel zu schlagen und mit den Stoßzähnen zu rammen oder sie stehen Kopf an Kopf und versuchen, sich gegenseitig wegzudrücken. Der flüchtende Gegner kann über längere Zeit verfolgt werden

  • Verteidigungsverhalten: In integrierten Gruppen oder in gewachsenen Familien ist die Verteidigung der Artgenossen zu beobachten, was bedeutet, dass Hilfe und Schutzleistungen von den Elefanten durchgeführt werden - insbesondere gegenüber Jungtieren

  • Nahrungsaufnahmeverhalten: In der freien Wildbahn beschäftigen sich Elefanten ca. 16 Stunden am Tag mit der Futtersuche und Nahrungsaufnahme. [...] Wird das Futter punktuell und zeitlich begrenzt angeboten, ist bei Elefanten Futterneid zu beobachten. Elefanten trinken häufig und regelmäßig [...].

  • Komfortverhalten: Haut- und Körperpflege sind wesentliche Verhaltenselemente bei Elefanten, wobei frei lebende Asiatische und Afrikanische Elefanten die Tränkestellen für ein Bad nutzen. [...] Erwachsene Tiere baden zwischen 2,1 und 2,6 Stunden. [...] Nach dem Schlammbad werden hauptsächlich Rüssel, Stirn, Flanke und Hinterleib an Bäumen gescheuert. Anschließend folgt ein Staubbad. [...]

"Aus den dargelegten Gründen, insbesondere aufgrund ihrer biologischen Charakteristik ihres ausgeprägten Sozialverhaltens ist eine tiergerechte Haltung in Zirkusunternehmen nicht möglich. Auch aufgrund des Umstandes, dass Elefanten zu den gefährdeten Tierarten zu zählen sind, ist ihre Haltung in Zirkusunternehmen abzulehnen."

2

2. Unterbringung

Auszug aus dem Säugetiergutachten*- Elefanten betreffend (Seite 53/54): Rüsseltiere (Proboscidea) - Elefanten

Raumbedarf

Für die Haltung von bis zu drei ausgewachsenen Elefantenkühen
darf das Maß der Außenanlage 500 m² nicht unterschreiten. Eine gesonderte Bullenanlage muss mindestens 150 m² groß sein. Werden Elefanten im Stall nachts angekettet, muss eine ausreichende Standfläche pro Tier vorhanden sein, damit ungehindertes Abliegen erfolgen kann (mindestens 15 m²). Bei einer Aufstallung ohne Ankettung in Einzelställen dürfen 30 m² nicht unterschritten werden. Da Elefanten bei Kälte längere Zeit auch tagsüber in Ställen gehalten werden müssen, ist dann für einen ausreichenden Auslauf zu sorgen. Bei der Haltung von erwachsenen Elefantenbullen ist ein separater Bullenstall notwendig, der 50 m² nicht unterschreiten darf.

  • Da es sich um sozial lebende Tiere handelt, dürfen Elefanten grundsätzlich nicht alleine gehalten werden.

  • Dies gilt nicht für erwachsene Elefantenbullen. Es ist für die Entwicklung von jungen Elefanten unerlässlich, dass sie im Sozialverband mit erwachsenen Kühen aufwachsen. Das ist auch im Zirkus möglich. Für die spätere Haltung der Bullen als Zuchttiere ist es von großem Nutzen, wenn sie durch Ausbildung und Vorführung im Zirkus an das „handling“ gewöhnt sind.

  • Männliche Elefanten dürfen in Zirkusbetrieben nur gehalten und mitgeführt werden, wenn eine dauerhaft geeignete Haltungseinrichtung (z.B. stabiles Stallgebäude gemäß Säugetiergutachten) nachgewiesen werden kann, in der diese Tiere während der Musthphase untergebracht werden. Diese Haltungseinrichtung muss den Sicherheitsbedürfnissen des Menschen und den Anforderungen der Tiere entsprechen.

Stallzelt und Kettenhaltung

Auszug aus dem Säugetiergutachten*- Elefanten betreffend (Seite 53/54): Rüsseltiere (Proboscidea) - Elefanten

Gehegeeinrichtung

Als Bodengrund für die Außenanlage wird Naturboden mit Sandstellen gewählt. Als Bodenbelag für die Ställe kommen verschiedene Materialien in Frage (Asphalt, Holzziegel, Stallit
etc.), wobei auf Wärmedämmung zu achten ist. Eine Einstreu im Stall kann gereicht werden.

Der Zustand von Hufen und Fußsohle ist regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls per Hufpflege zu korrigieren. Zur Hautpflege sind Scheuersäulen, Baumstämme etc. auf der Freianlage vorzusehen. Bademöglichkeiten sind erforderlich. Bei alten Anlagen ohne Badebecken müssen die Elefanten abgeduscht werden.

Gehegebegrenzung

Als Gehegebegrenzung für Elefantenanlagen können massive Gitter gewählt werden, die 1,80 m nicht unterschreiten dürfen, bei Bullen dürfen sie nicht unter 2,50 m liegen. Häufig werden Trockengräben gewählt, die breit genug sein müssen, damit sich in ihnen ein ausgewachsener Elefant bewegen kann. Grabenausstiege sind unbedingt notwendig.

  • Während des Gastspieles muss für die Tiere ein Stallzelt und ein Auslauf (Paddock) zur Verfügung stehen. Der Transportwagen ist kein Ersatz für ein Stallzelt. Er kann als Schlafmöglichkeit genutzt werden, wenn die nutzbare Breite des Transportwagens mindestens 50 cm mehr beträgt als die Rückenhöhe des Elefanten.

  • Die Unterbringung der Tiere in Stallzelten lässt es in der Regel nicht zu, die Tiere unbeaufsichtigt ohne Ketten zu halten. Die Haltung an Ketten soll während der Saison und auch im Stammquartier auf die Nacht, die Vorbereitungsphasen vor den Vorstellungen oder Proben sowie zum Durchführen von Pflegemaßnahmen beschränkt werden.

  • Während der übrigen Zeit sollen die Tiere ohne Ketten in der Gruppe im Paddock und Stall (Witterungsschutz) gehalten werden. Um dies auch bei schlechter Witterung zu gewährleisten, bietet sich an, zusätzlich zum Außenpaddock ein Paddock im Stallzelt zu errichten mit einer Grundfläche von mindestens 100 m² für 1-3 Tiere, zusätzlich 20 m² für jedes weitere Tier.

  • Im Stammquartier muss ein festes Stallgebäude vorhanden sein. Die Temperatur im Stallzelt bzw. im festen Stallgebäude muss über 15 °C liegen. Bei trockener Kälte ist es möglich, die Tiere auch im Winter für kurze Zeit im Außenpaddock zu halten.

  • Kettenhaltung im Stallzelt: Bei der Aufstallung der Tiere ist darauf zu achten, dass Urin und Wasser ungehindert ablaufen können. Im Stallzelt muss dies erforderlichenfalls durch einen zusätzlich eingebrachten Bretterboden (Podium) gewährleistet werden.

  • Jedem Tier muss eine Fläche von mindestens 2,5 x 4 m zur Verfügung stehen. Jedes Tier wird mit zwei Ketten, eine am Hinterbein und eine am entgegen gesetzten Vorderbein oder am Hals angekettet.

  • Um Druckstellen zu vermeiden, müssen die Ketten täglich wechselnd am rechten oder linken Vorder- bzw. Hinterbein angebracht werden.

  • Die Länge der Ketten muss so bemessen sein, dass der angekettete Elefant sich bequem ablegen und einen Schritt vor und zurück machen kann. Die Ketten sollten am Hinterbein zusätzlich mit einem Kettenschutz abgepolstert werden.

  • Während der Nacht ist den Tieren neben einem ausreichenden
    Futtervorrat reichlich Stroh als Einstreu zur Verfügung zu stellen.

Paddockhaltung

  • Größe: Der Paddock muss so groß sein, dass die Tiere sich ungehindert bewegen können. Für bis zu 3 Elefanten muss das Gehege mindestens 250 m² groß sein, für jedes weitere Tier kommen 20 m² hinzu.

  • Sicherung: Aufgrund bisheriger Erfahrungen mit Elefantenpaddocks eignen sich als Absperrung mehrere in unterschiedlichen Höhen angebrachte Elektrobänder, wobei das höchste Band mindestens 150 cm über dem Boden gespannt sein soll. Im Paddock sollen die Tiere kontinuierlich unter Aufsicht stehen.

  • Ausstattung: Durch Einbringen von Sand, dem Anwässern eines Teilbereiches des Paddocks (Suhle), dem Aufstellen z.B. eines wassergefüllten Baustoffcontainers, dem Anbieten von Ästen sowie der Bereitstellung von Scheuermöglichkeiten wird den Tieren im Paddock selbständige Hautpflege und zusätzliche Beschäftigung ermöglicht.

3

3. Fütterung

Auszug aus dem Säugetiergutachten*- Elefanten betreffend (Seite 53/54): Rüsseltiere (Proboscidea) - Elefanten

Ernährung

Elefanten sind Pflanzenfresser, die als Hauptnahrung Raufutter erhalten, im Sommer durch Gras ersetzt. Zusätzlich werden Kraftfuttergemische und als Saftfutter Rüben, Obst, Gemüse gereicht. Die regelmäßige Gabe von Ästen und Laub ist notwendig. Beachtenswert ist außerdem der hohe Wasserbedarf, den Elefanten haben. An heißen Tagen können pro Tier bis über 100 Liter getrunken werden.

  • Hauptfuttermittel ist Heu, im Sommer ergänzt durch Gras

  • Die diätetische Ergänzung und zusätzliche Beschäftigung wird durch Äste und frisches Laub erreicht. Hinzu kommen: Kraftfutter (Hafer, Kleie), Obst und Gemüse

  • Jedes Tier muss mindestens zweimal täglich Wasser ad libitum [nach Belieben] aufnehmen können. Während der kalten Jahreszeit müssen die Tiere mit angewärmtem Wasser getränkt werden.

4

4. Pflege und Gesundheitsüberwachung

  • Allgemein: Grundsätzlich sollen Elefanten mindestens einmal täglich abgespritzt werden. Bei kalter Witterung kann dies durch Waschen verschmutzter Körperstellen und Bürsten der Haut ersetzt werden.

  • Regelmäßige Fußpflege, die das Schneiden und Feilen der Nägel, das Abschälen sich ablösender Sohlenbereiche und das Einfetten des Nagelbettes beinhaltet, ist notwendig.

  • Durch tägliches Bürsten kann das Verkrusten der Haut unterbunden werden.

  • Regelmäßige Blutuntersuchungen zur Diagnose von Mangelerscheinungen (Eisenmangel, Vitamin E-Mangel) haben sich in der Praxis bewährt und ermöglichen eine schnelle gezielte Therapie.

  • Die Impfung von Elefanten gegen die in den meisten Fällen tödlich verlaufende Pockeninfektion wird empfohlen.

  • Bei Allgemeinerkrankungen und schlechtem Allgemeinzustand ist differentialdiagnostisch immer an Tuberkulose zu denken.

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5. Ausbildung und Beschäftigung

  • Täglich sollen alle Tiere, abgesehen von der Zeit, die sie in der Vorstellung verbringen, mindestens eine Stunde trainiert, ausgebildet oder beschäftigt werden.

  • Davon sollten etwa 15 Minuten ausschließlich dem Ablaufen der Tiere gewidmet werden.

  • Elefanten benötigen aufgrund ihrer kognitiven Fähigkeiten ausreichend Beschäftigung, die neben Training oder Probe und der Vorstellung durch das zur Verfügung stellen von Spielgegenständen und Beschäftigungsfutter (z.B. Äste) sowie Elefantenreiten und Spaziergänge ergänzt werden kann.

Zusatzinformationen aus Österreich: Einsatz
Auszüge der "Richtlinien für die Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen", Quelle: wiener umwelt anwartschaft

  • Verboten: alle Dressurleistungen, die nicht tiergerecht sind. Dies ist vor allem der Fall, wenn sie eine statische Belastung oder Überbelastung einzelner Körperteile verursachen und dadurch zu Schädigungen oder Verletzungen führen können.

  • Dazu gehören: Kopf- und Handstand sowie das Aufrechtgehen bzw. Stehen nur auf den Hinterbeinen, da dies bei erwachsenen Elefanten zu Gelenks- und Bandscheibenschäden führen kann. Beim Handstand können durch Überdruck Nagelhornrisse provoziert werden.

  • Ebenso unzulässig: Flaschenarbeit und Laufen auf einer großen Kugel, da Bewegungsstörungen im Bereich des Ellbogen- und Kniegelenks eine häufige Folge sind.

Über dressurbedingte Krankheitsbilder wie die Hernia perinealis, die Bursitis prepatellaris und Tyloma olekrani beim Asiatischen Elefanten liegen Untersuchungen vor. [siehe hierzu auch die Seite über "Elefantentricks"]

6

6. Hinweise für die Überprüfung

  • Borkige Hautstellen geben Hinweise auf nicht ausreichende Hautpflege

  • Ständig tränende Augen können einen schlechten Allgemeinzustand anzeigen

  • Dieser wird auch durch einen unsicheren, stolpernden Gang angezeigt, der auf mangelhafte Ernährung oder unzureichende Bewegung hinweisen kann

  • Unregelmäßig durchgeführte Fußpflege ist an über den eigentlichen Fußumfang hinauswachsenden Nägeln, borkigen rissigen Nagelhäuten, Schiefstand der Sohle oder seitlichem Herausquellen der Sohle erkennbar

  • Der Ernährungszustand von Elefanten ist schwer einschätzbar. Generell neigen Elefanten in Zoos und Zirkussen eher zu Übergewicht aufgrund mangelnder Bewegung

  • Das Herausstehen der Wirbelsäule oder der Beckenknochen spricht eher für einen normalgewichtigen als für einen untergewichtigen Elefanten, unter der Voraussetzung, dass dem Tier ausreichend Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Zusatzinformationen aus Österreich: Betreuung und Pflege
Auszüge der "Richtlinien für die Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen", Quelle: wiener umwelt anwartschaft

  • Personal: Geschultes Tierpflegepersonal ist unbedingt erforderlich. Die Tiere müssen den Pfleger kennen.

  • Material: Insbesondere dann, wenn die Tiere angebunden sind, müssen ihnen Futter, Einstreu oder Äste und Beschäftigungsmöglichkeiten geboten werden

  • Tägliche Hautpflege: Eine Bademöglichkeit muss zur Verfügung stehen. Sollte dies aus unüberwindlichen Gründen nicht möglich sein, ist tägliches Abspritzen notwendig. Danach muss eine Möglichkeit zum Scheuern und Sandbaden gegeben sein (als Ersatz: unbehandelte Sägespäne; nicht in großen Mengen, da beim Verzehr die Gefahr von Koliken besteht).

  • Kontrolle: Der Zustand der Sohlen, Nägel und Zähne ist regelmäßig zu kontrollieren und im optimalen Zustand zu erhalten

  • Fütterung: mehrmals täglich, auch Äste mit Blättern


Linktipps

Link zu CAPS: Captive Animals' Protection Society

Link zu CAPS: Captive Animals' Protection Society

Literaturtipp: Dokumentation 2000 - Elefanten im Circus

Ende einer Ära oder Fortsetzung einer 200jährigen Leidensgeschichte. Blick hinter die Kulissen in Vergangenheit und Gegenwart

Circusbesitzer, Elefantentrainer oder traditionelle Circusfreunde werden in den Herausgebern dieser Dokumentation Circusgegner sehen.

Aus der Einleitung: "Keiner von uns steht der Zauberwelt der Manege grundsätzlich negativ gegenüber. Doch die Zeit hat sich gewandelt und mit ihr die Einstellung zum Wildtier. In der Vergangenheit bekam niemand einen Schock, wenn ein Elefant „bestraft” wurde, wo doch gleichzeitig Prügelstrafe für die eigenen Kinder noch Bestandteil der Erziehung war. Keinen störte die Ankettung von Elefanten auf engstem Raum, wenn Großfamilien noch auf wenigen Quadratmetern zusammenlebten.

Die Tierliebe ist für die meisten von uns in Zoo und Circus entstanden, so auch die Bewunderung für die Grauen Riesen. Doch gerade das wachsende Interesse am Elefanten, dieser außergewöhnlichen Tiergestalt, erweckte die Neugier zu näherer Betrachtung seines Verhaltens."

Dokumentation 2000 - Elefanten im Circus. Ein Leben in Ketten.

Buchtipp: Ein Leben in Ketten

128 Seiten
DIN A4
75 Fotos
20,- EURO + Porto

Diese im Februar 2001 erschienene Dokumentation ist beim ELEFANTEN-SCHUTZ EUROPA e.V. erhältlich


Zusammenfassende Infos über einzelne Tiere
(wird ständig erweitert)


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Die Bilder auf diesen Seiten wurden in verschiedenen Zirkussen aufgenommen. Leider sind dies keine Ausnahmefälle, sondern typische Beispiele für das Leben der Tiere im Zirkus. Aus diesem Grund ist es auch nicht relevant, in welchem Zirkus genau welche Bilder entstanden. Bei Verstößen gegen die geltenden Leitlinien wurden von Tierschützern bereits entsprechende Schritte in die Wege geleitet. Alle Verfahren sind abgeschlossen. Zum Teil konnten die Tiere aus der schlechten Haltung gerettet werden - größtenteils erleiden sie - bzw. ihre Nachfolger - noch immer ihr tristes Dasein.

Was Sie persönlich tun können, um Tieren im Zirkus zu helfen!


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Für die Tiere ohne Lobby.

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