|


tierdach.de
- die Tierlobby
ist Mitglied im Bündnis für die Befreiung der Althoff-Tiere
|
|
|
|
|
|
|
Linktipp
|
|
| |
|
|
tierdach-Suche
|
|
|
|
|
Kein
Applaus für Tierquälerei!
Die
Inhalte dieser Seite sind Auszüge einer CAPS Kampagnenseite.
Auf dieser Seite finden Sie Infos über Elefanten im Blackpool
Zoo mit interessanten Experten-Meinungen über gängige
"Elefanten-Tricks"
|
|
Text
und Bilder von CAPS.




|
Elefanten
im Zoo und ihre "Zirkustricks"
Auszüge von CAPS - mit freundlicher Genehmigung
Übersetzung: Viola Kaesmacher.
Originalseite
bei CAPS
Captive
Animals' Protection Society
|
|
CAPS |
|
| Blackpool
Zoo:
Elefanten führen Zirkustricks im
Zoo vor
Als
Teil der Kampagne, auf das Leiden von Elefanten in Gefangenschaft
hinzuweisen, hat CAPS auf "Zirkustricks" im Zoo
aufmerksam gemacht. Schwerpunkt dieser Kampagne waren Beobachtungen
in Blackpool Zoos "Elephant encounter". 2002 schien
der Blackpool Zoo die Anzahl der Tricks zu erhöhen, die
von den dort gehaltenen vier weiblichen Elefanten ausgeführt
werden. Diese "Kunststücke" schließen
ein:
-
Tierpfleger reitet Elefant
-
Elefant steht auf Podium, hebt Beine und Rüssel
-
Elefant trägt Gegenstände
-
Elefant wandert über Podien
-
"Long
Mount" - ein Elefant hebt die Vorderbeine
auf den Rücken eines anderen Elefanten
-
Elefant hebt Müll auf und tut es in einen Abfalleimer
-
alle vier Elefanten stellen sich dem Publikum gegenüber,
heben ein Bein und Rüssel, "winken Auf Wiedersehen",
kreuzen dann das angehobene Bein über das andere
Vorderbein in einem Bogen
-
Das Publikum wird angehalten, nach jedem Trick zu applaudieren
Als
Erwiderung auf Kritik an diesen Vorführungen behaupten
die Zooinhaber (der Stadtrat von Blackpool), dass "die
Tiere nur gebeten werden, Tätigkeiten zu verrichten,
welche Spiegel ihre Aktionen in freier Wildbahn oder notwendig
für deren Gesundheit seien". Der Rat versäumte
es allerdings bis jetzt, zu erklären, welche Relevanz
diese Tricks für das natürliche Verhalten von Elefanten
haben solle.
CAPS
fragte drei bekannte Tierärzte über Ihre Meinung
zu diesen Aufführungen:
Simon
Adams,
Zoo- und Wildtierarzt und -berater. Er fungiert weltweit als
Berater und Sachverständiger in Angelegenheiten bei Elefanten
in Gefangenschaft
Herr
Adams betont, dass das Trainieren von Elefanten, damit sie
derartige Tricks aufführen, auf intensivem praktischem
Training basiert, was eine "ernste Gefahr in Form von
Verletzung oder Tod des Elefantenwärters bedeutet sowie
das Wohlbefinden des Elefanten beeinträchtigt".
Diese Art des intensiven Trainings "vereitelt die Entwicklung
einer normalen Sozialstruktur bei Elefanten, indem der Wärter
als ihre 'Gruppenführerin' angesehen wird".
-
Die
"Rüssel-Schwanz-Halten-Polonaise"
beinhaltet eine Vielzahl von Gefahren: bei starkem Zug
kann das Rückenmark beschädigt werden. Schwäche
oder Lähmung der Blase und/oder der Hinterbeine können
daraus resultieren, bis hin zu vollständiger Invalidität.
[Kommentar: Dazu Tanner in seinem Buch "Dicke Haut
und Zarte Seele": "Der Unsinn, dass sich Zirkuselefanten
beim Gehen mit ihrem Rüssel am Schwanz des vorderen Elefanten
festhalten müssen, bedeutet Stress für die Tiere. Elefanten
beißen sich während ihrer Rangkämpfe auf die Schwänze,
deshalb lässt kein Elefant es gerne zu, dass er dort gehalten
wird."]
-
Gegenstände
sammeln zu müssen, kann Elefanten dazu
veranlassen, Besitz ergreifend zu werden (besonders weibliche
Tiere in Gefangenschaft), was zu Angriffen führen
kann. Wie bei der "Polonaise" ist es auch hier
wichtig zu verstehen, dass Elefanten hierarchische Herdentiere
sind - jeder hat seine Sozialposition innerhalb der Gruppe
im Rahmen der Rangordnung.
-
Balancieren
und Gehen auf Podien:
Elefanten bevorzugen einen festen Untergrund. Um Elefanten
zu derartigen Tricks auszubilden, muss die Motivation,
auf einem unsicheren Boden zu gehen, größer
sein als die natürliche Furcht. "Einen Elefanten
zu ermutigen, Dinge zu tun, vor denen er sich fürchtet,
ist insofern unklug, als dass dieser verursachte Stress
unvorhersehbares Verhalten nach sich ziehen kann".
Die Gefahr besteht, dass ein Elefant abrutscht und sich
verletzt oder - in Panik versetzt und aggressiv geworden
- einen Wärter angreift.
-
Marcellas
Balance-Trick [auf Podium stehend auf beiden
Vorderbeinen, die Hinterbeine hochhaltend] hat nach
Adams' Ansicht keinerlei gut tuende Funktion und ist ein
besonders gefährlicher Zirkustrick: "Meiner
Meinung nach sollte dies im Interesse der Sicherheit und
des Tierschutzes künftig verboten werden".
-
"Long
Mount":
Die "lustige Bergformation"
ahmt die Elefantenpaarung nach. Dies kann als hierarchische
Herausforderung angesehen werden, die zu Angriffen führen
kann. Dieses Verhalten ist angeboren und muss nicht erlernt
werden. Kommentare während dieser Show erklären
dann auch in der Tat, dass die Fortpflanzungsform dieser
Tiere die künstliche Befruchtung, nicht jedoch natürliche
Paarung ist. [Kommentar: Elefantenkühe
zeigen keine äußeren Anzeichen, die auf einen
Oestrus hinweisen.
Elefantenkühe haben einen Zyklus von 3-4 Monaten,
sind also ca. 4mal im Jahr paarungsbereit.]
Samantha
Scott, Ehrenmitglied der Königlichen
Hochschule für Veterinärmedizin der Edingburgh Universität
sowie Lehrende an der Glasgower Veterinär-Hochschule.
Sie ist eine führende Kapazität auf dem Gebiet von
Tierverhalten und bei Angelegenheit des Tierschutzes für
in Gefangenschaft lebende Wildtiere
Frau
Scott ist der Meinung, dass man diese Demonstrationen als
nichts anderes als "Zirkustricks" bezeichnen kann.
Ihre Kritik hierüber schließt folgendes ein:
-
Gegenstände sammeln: Elefanten heben in freier
Wildbahn keinen Müll auf - geschweige denn, dass
sie es in Mülleimer entsorgen.
-
Balancieren
und Gehen auf Podien:
Das Gehen über Podien hat nicht im entferntesten
etwas mit "über Hügel klettern, um nach
Mineralien zu suchen" zu tun. Es ist potentiell gefährlich
und lediglich Show.
-
""Long
Mount" ist
gefährlich. Das Hauptgewicht des steigenden Elefanten
ist auf seinen Hinterbeinen. Nur wenig Gewicht ist auf
dem bestiegenen Tier - es ahmt also nicht "Bulle
begattet Kuh" nach... Elefanten müssen ein solch
normales Verhalten nicht üben und ihnen dies in derart
unnatürlicher Weise aufzuerlegen, schreit nach Ärger.
-
Insgesamt: Elefanten, Wärter und die Öffentlichkeit
sind in Gefahr während dieser Aufführungen.
Es besteht kein Zweifel daran, dass dies billig imitierte
Zirkustricks sind
Dr.
William J. Jordan, internationaler Wildtierarzt
und Gründer von "Care for the Wild". Er war
16 Jahre lang tierärztlicher Berater des Chester Zoo
und Gründungsmitglied der britischen zoologischen Veterinärgesellschaft
Dr.
Jordan stimmt mit den anderen Experten darin überein,
dass diese Aufführungen die Erscheinung von Zirkus-Tricks
haben. Von all diesen Tricks, die im 'Elephant encounter'
des Blackpool Zoo aufgeführt werden, "ist das
einzig sinnvolle Programm für Veterinärbehandlungen
das Anheben der Beine, um die Fußsohlen zu überprüfen".
Er folgert, dass alle anderen Tätigkeiten aus veterinärmedizinischer
Sicht wertlos seien. Sie seien wie Zirkustricks.
In
einem Jahr, wo lediglich ein britischer Zirkus mit einem
Elefanten herumreist (welcher noch nicht einmal Vorführungen
macht), ist es sehr bizarr, dass man - um auftretende Elefanten
zu sehen, einfach in den Zoo gehen kann - jene Bastion der
"Aufklärung, Erhaltung und Forschung". Umso
mehr Ironie offenbare sich, wenn man sich vergegenwärtigt,
dass der Rat von Blackpool, der ein Verbot von Tierzirkussen
aussprach, nun selbst im eigenen Zoo diese Zirkus-Aufführungen
durchführen lässt.
Hinweise,
was Sie dagegen tun können und wie Sie die CAPS-Kampagnen
unterstützen können, finden Sie bei CAPS
Weitere
Linktipps dort:
|
|
|
|
Linktipps

Link
zu CAPS: Captive Animals' Protection Society |
Literaturtipp:
Dokumentation 2000 - Elefanten im Circus
| Ende
einer Ära oder Fortsetzung einer 200jährigen Leidensgeschichte.
Blick hinter die Kulissen in Vergangenheit und Gegenwart
Circusbesitzer,
Elefantentrainer oder traditionelle Circusfreunde werden in
den Herausgebern dieser Dokumentation Circusgegner sehen.
Aus der Einleitung: "Keiner von uns steht der Zauberwelt
der Manege grundsätzlich negativ gegenüber. Doch
die Zeit hat sich gewandelt und mit ihr die Einstellung zum
Wildtier. In der Vergangenheit bekam niemand einen Schock,
wenn ein Elefant „bestraft” wurde, wo doch gleichzeitig
Prügelstrafe für die eigenen Kinder noch Bestandteil
der Erziehung war. Keinen störte die Ankettung von Elefanten
auf engstem Raum, wenn Großfamilien noch auf wenigen
Quadratmetern zusammenlebten.
Die
Tierliebe ist für die meisten von uns in Zoo und Circus
entstanden, so auch die Bewunderung für die Grauen Riesen.
Doch gerade das wachsende Interesse am Elefanten, dieser außergewöhnlichen
Tiergestalt, erweckte die Neugier zu näherer Betrachtung
seines Verhaltens." |
Dokumentation
2000 - Elefanten im Circus. Ein Leben in Ketten.

128
Seiten
DIN A4
75 Fotos
20,- EURO + Porto
Diese
im Februar 2001 erschienene Dokumentation ist beim ELEFANTEN-SCHUTZ
EUROPA e.V. erhältlich |
|
Spaziergang
durch die Zirkus-Seiten |
|
Zirkustiere |
|
|
|
Kein
Applaus für Tierquälerei!
Die
Bilder auf diesen Seiten wurden in verschiedenen Zirkussen aufgenommen.
Leider sind dies keine Ausnahmefälle, sondern typische Beispiele
für das Leben der Tiere im Zirkus. Aus diesem Grund ist es
auch nicht relevant, in welchem Zirkus genau welche Bilder entstanden.
Bei Verstößen gegen die geltenden Leitlinien wurden von
Tierschützern bereits entsprechende Schritte in die Wege geleitet.
Alle Verfahren sind abgeschlossen. Zum Teil konnten die Tiere aus
der schlechten Haltung gerettet werden - größtenteils
erleiden sie - bzw. ihre Nachfolger - noch immer ihr tristes Dasein.
Was
Sie persönlich tun können, um Tieren im Zirkus zu helfen!
|
tierdach.de
- die Tierlobby. Tierportraits,
Tierschutz, Tierrechte - News, Linktipps, Service.
Für die Tiere ohne Lobby.

|