zurStartseite
Zirkus-Startseite

Rinder und Bestimmungen


Hier klicken: aktuelles Thema bei tierdach!Home Suche Gästebuch Impressum Tier-News Tier-Links Tier-Termine Tiere in der Kunst Zitate


Linktipp: zum Bündnis für die Befreiung der Althoff-Tiere

tierdach.de - die Tierlobby
ist Mitglied im Bündnis für die Befreiung der Althoff-Tiere


Statistik heute

 
Besucher*
 
Seitenaufrufe**
 
jetzt online***

Counter by PrimaWebtools.de

Hier gehts zur Statistik dieser Webseite!
zur tierdach-Demostatistik

*Erfassung bis 1.000 bzw
**Erfassung bis 3.000
***Begrenzte Erfassung

 

Zirkus-Geschichten. Storys und Fotos. Texte und Bilder unterliegen dem Copyright!


Aktuelles/News

Presseberichte:
Zeitungsenten

Über Zirkus Barelli

Circus Giovanni Althoff Skandal


Bilder und Texte. Zu verschiedenen Tierarten und Tieren. Texte und Bilder unterliegen dem Copyright!

Affen im Zirkus

Elefanten im Zirkus
Richtlinien Elefanten
Glosse: Elefanten-Gutachten
Elefantentricks

Großkatzen im Zirkus
Tiger im Zirkus
Richtlinien Katzen

Rinder im Zirkus
Richtlinien Rinder

Pferde im Zirkus

Trampeltiere im Zirkus
Richtlinien Trampeltiere

verschiedene Tiere im Zirkus


Linktipps.
Zu Seiten mit ähnlichen Themen

Linktipp


Linktipp

tierdach.de-Buchtippstierdach-Buchtipps
verschiedene Bücher. c/o tierdach/IfT


Der tierdach-Special-Buchtipp



Suchen nach:

tierdach.de/Ift in Partnerschaft mit Amazon.de

tierdach-Suche



 

Kein Applaus für Tierquälerei!

Die Inhalte dieser Seite sind Auszüge vom Verbraucherministerium.

Für alle, die sich für die rechtlichen Rahmenbedingungen interessieren: Ich habe auf dieser Internetpräsenz versucht, zusammenfassend die geltenden Bestimmungen laut "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen" und "Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren" (Säugetiergutachten) darzustellen. Die Infos sind nicht neu. Die Seite über die Richtlinien habe ich nicht zusammengestellt, um Tierhaltung im Zirkus in irgendeiner Weise zu legitimatisieren, sondern um zu zeigen, dass tagtäglich selbst diese Minimalanforderungen unterschritten werden und aufmerksame Bürger zu animieren, sich für den Schutz der Tiere stark zu machen und sich für die Rechte der Tiere einzusetzen.

August 2004, Viola Kaesmacher

Rinder im Zirkus

Rinderhaltung im Zirkus und die entsprechenden Anforderungen

Franz Marc: Rinder, 1913, Pappe, 30 × 51 cm, Köln, Wallraf-Richartz-Museum.

Bild: Franz Marc. Link zur Postkarte


§§

Rinder in Zirkusbetrieben

1. Biologische Grundlagen

2. Unterbringung

3. Fütterung

4. Pflege und Gesundheits-Überwachung

5. Ausbildung und Beschäftigung

6. Hinweise für die Überprüfung

Quelle

Linktipps

§§

Rinder-Haltung laut Säugetier-Gutachten

Raumbedarf

Klimatische Bedingungen

Gehege-Einrichtung

Sozialgefüge

Ernährung

Fang und Transport

§§

Zukunft und erfreuliches - Linktipps

Auftritts- und Tierhalte-Verbot für Zirkus Giovanni Althoff

Ziel: Zirkus ohne Tiere!

Belgien: Verbot von Wildtieren in Zirkussen

Dänemark, Finnland, Österreich und Schweden haben schon vor Jahren Haltungsverbote für bestimmte Tierarten beschlossen


1

Diese Leitlinien sollen den Zirkusunternehmen selbst sowie den Überwachungsbehörden und den Justizorganen als Entscheidungshilfe an die Hand gegeben werden.

Die allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze der Tierhaltung gelten uneingeschränkt auch für Zirkustiere. Grundsätzlich sollen im Zirkus nur solche Tiere gehalten werden, die regelmäßig - d.h. täglich - beschäftigt werden und die unter Zirkusbedingungen verhaltensgerecht untergebracht und schadensfrei transportiert werden können.


Daten und Fakten (Rinder) eigentliche Rinder (Bos)
Hausrinderrassen (Zebu, Watussi, u.a.), Yak
Wasserbüffel (Bubalus)
Hausbüffel
Bisons (Bison)
Bison, europäischer Wisent
Körpergewicht
adult (in kg)
m: 600-1000
w: 400-700
bis 1000 m: bis 1000
w: bis 750
Kopf-Rumpf-Länge
(in cm)
190-325 240-280 290-380
Standhöhe
(in cm)
60-280 150-180 150-180
Lebenserwartung in Menschenobhut (Jahre) 20-27 20-29 20-27
Geschlechtsreife
(Jahre)
2-3 2-3 2-3
Tragezeit
(Tage)
285-340 300-340 260-270
Wurfgröße
(Anzahl)
92-96 90-105  
Entwöhnalter
(Monate)
6-9 6-9 5-12
Sozialverhalten gesellig, Muttergruppen
adulte Bullen i.d.R. unverträglich
besondere Klimaanforderungen je nach Herkunft verschieden keine

Rinder (Bovinae)

  • Die echten Rinder, Bovini, sind plumpe wiederkäuende Paarhufer mit nacktem Flotzmaul

  • Beide Geschlechter tragen Hörner

  • Es gibt 4 Gattungen: Bubalus und Syncerus (als Büffel zusammengefasst), den Bison (mit Wisent) und Bos (Gaur, Gayal und Banteng)

  • Im Zirkus werden vor allem Hausrinder (Bos primigenius taurus) gehalten, insbesondere die verschiedenen Rassen des europäischen Hausrindes und des indischen Zebu, des Buckelrindes, mit Muskelhöcker im Nacken.

  • Es sind ferner afrikanische Hausrinder anzutreffen, wie das Watussirind mit seinen besonders langen, bis zu zwei Meter spannenden Hörnern.

  • Es findet sich aber auch der vom Wild-Yak abstammende Haus-Yak aus den Hochebenen Asiens.

  • Von Bedeutung sind auch die Hausbüffel, bei dem beide Geschlechter meist weit ausladende, im Basalquerschnitt dreieckige Hörner tragen.

  • Vor allem der Wasserbüffel hält sich bei großer Hitze gern im Wasser auf, so dass man oft nur das Flotzmaul sieht.

  • Die einzelnen Arten und Rassen der Rinder leben sozial und zeigen eine sehr starke Bindung an den Herdenverband.

  • Wie ihre Verbreitung zeigt, haben sie sich während der Evolution an sehr unterschiedliche Lebensräume angepasst.

  • Anhand ihrer Behaarung wird erkennbar, ob sie Vertreter aus kalten oder heißen Klimazonen sind.

  • Als Wildrinder sind in europäischen Zirkussen nur vereinzelt Vertreter der Gattung Bison bison anzutreffen. Es gibt den europäischen Wisent und den Nordamerikanischen Bison. Wisente sind als Waldbewohner Blätter- und Zweigefresser, die auf der Steppe lebenden Bisons Gras- bzw. Heufresser.


2

2. Unterbringung

Auszug aus dem "Säugetier-Gutachten"*: Rinder

Raumbedarf

Mindestgröße des Außengeheges: 400 m² bei Gruppen bis zu fünf Tieren. Für jedes weitere Tier 30 m² mehr. Bei meist nur paarweise verträglichen Anoas 150 m² Mindestgröße.
Größe des Stalls: 6 m² pro Tier

Klimatische Bedingungen

  • Rinder leben in gemäßigten und warmen Klimazonen

  • Nordische Formen sind winterhart und kommen mit Unterstand oder unbeheiztem bzw. Offenstall aus

  • Für tropische Formen ist warmer Stall (18 °C) erforderlich,
    doch können auch sie sich im Winter zeitweilig im Außengehege aufhalten.

Gehegeeinrichtung

  • Wegen der großen Kraft vieler Rinder ist hohe Stabilität der Gehegebegrenzung nötig. Zaunhöhe von 1,6 m für die meisten Arten ausreichend (Wisent und Waldbison besser 1,8 m)

  • Wasser oder Trockengraben möglich

  • Raumteiler im Gehege bieten Kühen Ausweichmöglichkeiten bei Auseinandersetzungen

  • Befestigte Stellen am Futterplatz oder auf Hauptwechseln
    begünstigen Sauberhaltung des Geheges und Hufabnutzung

  • Wasserbüffel schätzen Bademöglichkeiten

  • Sandbäder zum Wälzen werden von vielen Arten regelmäßig benutzt

  • Absperrmöglichkeiten für die häufig aggressiven Bullen muss vorhanden sein

Fang und Transport

  • Fang mit Schlinge um die Hörner oder durch Immobilisation

  • Schonendste Art des Transports ist die lose Verladung – auch zu mehreren – auf Viehtransporter. Sonst stabile Kiste, deren Breite die Hornauslage berücksichtigen muss

  • Rutschfester Kistenboden oder Einstreu

  • Keine Wandaussparungen im Hornbereich, um Frakturen zu vermeiden

Sozialgefüge

  • Anoas häufig unverträglich. Oft nur zeitweise Haltung als Paar oder Familiengruppe möglich

  • Andere Wildrinder in Herden mit einem adulten Bullen

  • In seltenen Fällen Aggression des Bullen gegen Kälber

  • Haltung von Bullen als Junggesellentrupps möglich

  • Rinder aus kalten Klimazonen kommen mit unbeheizten Stallzelten bei trockener Einstreu gut zurecht,

  • während für feinhaarige Rinderrassen im Winter eine Stalltemperatur von 8-10 °C sicherzustellen ist.

  • Sie sind in sozialen Gruppen nicht angebunden zu halten

  • Stallfläche: 6 m²/500 kg Körpergewicht

  • Auslauf auf rauer Oberfläche ist u.a. wegen des Klauenabriebes unabdingbar

  • Fläche des Außengeheges: 100 m² für bis zu 5 Tiere, für
    jedes weitere Tier 10 m² mehr.

  • Wegen der großen Kraft vieler Rinder, insbesondere der
    Wisente und Bisons, ist eine besonders stabile Gehegebegrenzung erforderlich

  • In der Regel können Individuen verschiedener Arten oder
    Rassen
    bei entsprechender Gewöhnung problemlos gemeinsam gehalten werden.

  • Mehrere Bullen gemeinsam in einer Gruppe zu halten, kann im Einzelfall gefährlich sein.

  • Bei der Haltung in Einzelboxen muss die Fläche mindestens 12 m² betragen.

3

3. Fütterung

  • Heu bzw. Grünfutter, Kraftfutter auf Getreidebasis, Obst und Gemüse nach Saison, Laub und Äste

  • Um Mangelsituationen vorzubeugen, empfehlen sich mit Mineralstoffen versehene Salzlecksteine

4

4. Pflege und Gesundheitsüberwachung

  • Rinder sind im allgemeinen relativ wenig krankheitsanfällig

  • Es ist besonders auf die Klauengesundheit zu achten

  • Wegen des raschen Verschlingens großer Mengen von Futter
    besteht die Gefahr der Aufnahme metallischer Fremdkörper, die zu Erkrankungen führen können

5

5. Ausbildung und Beschäftigung

  • Aufgrund ihrer starken Sozialbedürfnisse soll mit Rindern möglichst in Gruppen gearbeitet werden

  • Es bieten sich für die Ausbildung Bewegungsabläufe in Schritt und Trab an, auch ist an Springübungen über Hindernisse bis ca. 80 cm zu denken

  • Besonders gut geeignet sind Rinder für so genannte Exotentableaus, d.h. für das gemeinsame Auftreten mit anderen Tierarten

6

6. Hinweise für die Überprüfung

  • Der Zustand der Klauen ist zu überprüfen


Weitere Infos

Zusammenfassende Infos über einzelne Tiere
(wird ständig erweitert)


Linktipps


Spaziergang
durch die Zirkus-Seiten
vorige Seite
Zirkustiere
nächste Seite

Kein Applaus für Tierquälerei!

Die Bilder auf diesen Seiten wurden in verschiedenen Zirkussen aufgenommen. Leider sind dies keine Ausnahmefälle, sondern typische Beispiele für das Leben der Tiere im Zirkus. Aus diesem Grund ist es auch nicht relevant, in welchem Zirkus genau welche Bilder entstanden. Bei Verstößen gegen die geltenden Leitlinien wurden von Tierschützern bereits entsprechende Schritte in die Wege geleitet. Alle Verfahren sind abgeschlossen. Zum Teil konnten die Tiere aus der schlechten Haltung gerettet werden - größtenteils erleiden sie - bzw. ihre Nachfolger - noch immer ihr tristes Dasein.

Was Sie persönlich tun können, um Tieren im Zirkus zu helfen!


tierdach.de - die Tierlobby. Tierportraits, Tierschutz, Tierrechte - News, Linktipps, Service.
Für die Tiere ohne Lobby.

zu tierdach-Homepage