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tierdach.de
- die Tierlobby
ist Mitglied im Bündnis für die Befreiung der Althoff-Tiere
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Linktipp
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tierdach-Suche
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| Kein
Applaus für Tierquälerei!
Die
Inhalte dieser Seite sind Auszüge vom Verbraucherministerium.
Für
alle, die sich für die rechtlichen Rahmenbedingungen interessieren:
Ich habe auf dieser Internetpräsenz versucht, zusammenfassend
die geltenden Bestimmungen laut "Leitlinien für die Haltung,
Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen
Einrichtungen" und "Gutachten über die Mindestanforderungen
an die Haltung von Säugetieren" (Säugetiergutachten)
darzustellen. Die Infos sind nicht neu. Die Seite über die
Richtlinien habe ich nicht zusammengestellt, um Tierhaltung im Zirkus
in irgendeiner Weise zu legitimatisieren, sondern um zu zeigen,
dass tagtäglich selbst diese Minimalanforderungen unterschritten
werden und aufmerksame Bürger zu animieren, sich für den
Schutz der Tiere stark zu machen und sich für die Rechte der
Tiere einzusetzen.
Mai
2005, Viola Kaesmacher |
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| 1 |
Diese
Leitlinien sollen den Zirkusunternehmen selbst sowie den Überwachungsbehörden
und den Justizorganen als Entscheidungshilfe an die Hand gegeben
werden.
Die
allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze
der Tierhaltung gelten uneingeschränkt auch für
Zirkustiere. Grundsätzlich sollen im Zirkus nur solche
Tiere gehalten werden, die regelmäßig - d.h. täglich
- beschäftigt werden und die unter Zirkusbedingungen
verhaltensgerecht untergebracht und schadensfrei transportiert
werden können. |
Raubtiere
(Carnivora); Robben
Im
Zirkus werden am häufigsten kalifornische Seelöwen (Haarrobben),
die aus Südamerika stammenden patagonischen Seelöwen,
auch Mähnenrobben genannt (Haarrobben) sowie Seebären
(Pelzrobben) gehalten.
- Seelöwen
und Seebären zählen zur Familie der Ohrrobben.
-
Seelöwen und Seebären sind Tagtiere.
-
Ihr natürlicher Lebensraum sind felsige Küsten oder
Inseln, das offene Meer und auch die Küstennähe.
Sie leben gesellig in gemischt geschlechtlichen Herden, zeitweise
auch in rein männlichen Gruppen. Die Tiere sind relativ ortstreu
sowie gewandte und ausdauernde Schwimmer, gute Taucher und sehr
gelehrig.
| Daten
und Fakten (Robben) |
Kalifornischer
Seelöwe
Zalophus californianus |
Südafrikanischer
Seebär
Arctocephalus pusillus |
Mähnenrobben
Otaria byronia |
Körpergewicht
adult (in kg) |
m:
200-300
w: 80-90 |
m:
250-350
w: 80-125 |
m:
300 und mehr
w: 150 |
Kopf-Rumpf-Länge
(in cm) |
m:
bis 236
w: bis 180 |
m:
200-250
w: 180 |
m:
250
w: 200 |
| Lebenserwartung
in Menschenobhut (Jahre) |
17-30 |
bis
26 |
20 |
Geschlechtsreife
(Jahre) |
m:
4
w: 3 |
m:
2-3
w: 3 |
4-6 |
Tragezeit
(Monate) |
11-12 |
11-12 |
11-12 |
Wurfgröße
(Anzahl) |
1 |
1 |
1
(selten 2) |
Entwöhnalter
(Monate) |
5-12 |
12 |
6-12
(möglicherweise später) |
| Sozialverhalten |
gesellig,
Harembildung. Geschlechtsreife männliche Tiere i.d.R. untereinander
aggressiv |
| besondere
Klimaanforderungen |
keine |
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2 |
2.
Unterbringung
- Voraussetzung
für eine Robbenhaltung im Zirkus ist der Nachweis eines festen
Stammquartiers, das die Mindestanforderungen
des Säugetiergutachtens erfüllt.
- Die
Robben sollen für einen zusammenhängenden Zeitraum von
mindestens drei Monaten jährlich unter Bedingungen gehalten
werden, die den Mindestanforderungen des Säugetiergutachtens
entsprechen.
-
Im Transportfahrzeug ist ein Schwimmbecken von
mindestens 4,0x2,2x1,0 m (8,8 m³) für bis zu 2 Tiere
zu errichten. Für jedes zusätzliche Tier sind mindestens
2 m³ Wasser erforderlich. Jedem
Tier ist zusätzlich eine Liegefläche
von 2 m² anzubieten.
- Als
Bodenbelag eignen sich Lattenroste aus Holz.
Die Unterkünfte im Transportwagen sind ohne Einstreu, aber
trocken und zugfrei zu halten.
- Seelöwen
und Seebären sind bis zu -15 °C winterhart.
-
Am Gastspielort ist ein zusätzliches Badebecken
außerhalb des Transportwagens notwendig, in dem die Tiere
tagsüber gehalten werden müssen. Für bis zu 4 Tiere
soll das Badebecken eine Tiefe von mindestens 1,2 m und eine Fläche
von mindestens 50 m² haben, für jedes weitere Tier zusätzlich
5 m².
-
Das Badebecken soll nicht rund sondern rechteckig
mit einer deutlich längeren Seite sein und muss mit Liegeflächen
(mindestens 2 m² je Tier) verbunden sein.
-
Als Wasser wird in der Regel Süßwasser,
häufig Trinkwasser, verwendet. Je nach Verschmutzungsgrad
(Kot,
Urin und Futterfischreste) ist das Becken täglich bzw. in
größeren Abständen vollständig zu entleeren
und zu reinigen.
-
Robben spielen gerne mit Gegenständen, die
ins Wasser geworfen werden, verschlucken diese und können
sich daran verletzen. Um die Tiere vor derartigen Schäden
zu bewahren, muss das Badebecken eingezäunt oder
beaufsichtigt werden.
| Auszug
aus dem "Säugetier-Gutachten": Robben
Raumbedarf
Bei
allen Robben ist darauf zu achten, dass ein Landteil zur Verfügung
steht, der es allen Robben erlaubt, sich gleichzeitig an Land
aufzuhalten. Darüber hinaus sind Wasserbecken notwendig.
-
Für Seehunde und die verwandten Kegel- und
Ringelrobben darf die Beckenfläche für
eine Kleingruppe von drei bis vier Tieren 60 m² nicht
unterschreiten, bei einer Wassertiefe von mindestens 1 m.
- Seelöwen
und Seebären benötigen für eine
Kleingruppe eine Beckenfläche von 100 m² Mindestmaß,
wobei die Wassertiefe nicht weniger als 1,20 m betragen
darf.
-
Die beiden größten Robben – Walross
und See-Elefant – müssen in einem Wasserbecken
nicht unter 200 m² Grundfläche und mindestens
1,8 m Tiefe gehalten werden.
Neben
dem oben angegebenen Landteil müssen Absperrboxen vorhanden
sein, deren Maße sich nach der Körpergröße
der einzelnen Arten richtet, das heißt, in einer Absperrbox
soll eine erwachsene Robbe der jeweiligen Art ohne Schwierigkeiten
ausgestreckt liegen können.
Zusätzliche
Becken für Mutter/Kind oder kranke Tiere sind erwünscht.
Gehegeeinrichtung
Der
Qualität des Wassers entsprechend muss ein regelmäßiger
Wasserwechsel vorgenommen werden. Eine Filterung ist möglich,
aber nicht notwendig. Obwohl fast alle Robben im Salzwasser
zu Hause sind, ist die Haltung in Süßwasser unproblematisch.
Neben den Landflächen sind Inseln im Wasserbecken eine
Bereicherung für den Lebensraum der Robbe. Verschiedene
Höhen des Wasserstandes sind anzustreben, zum Beispiel
Flachwasserzonen.
Fang
und Transport
Je
nach Körpergröße können Robben mit dem
Fangnetz oder durch Einzwängung mittels Fangklappen in
die Kisten gebracht werden. Bei der Verwendung von Fangklappen
ist Vorsicht geboten, da Robben starke Körperkräfte
besitzen. Als Transportkisten werden Raubtierkisten mit reichlich
Belüftung, das heißt Gitterschieber, verwandt. |
|
Auf
einen Blick: Mindestmaße
| Vergleich |
Leidlinien |
Säugetiergutachten |
| Transport |
Zwei
Tiere: 8,8 m³ plus 2 m³ für jedes weitere Tier.
Plus 2m² Liegefläche pro Tier. |
1=
Seehunde/"Robben"
2 = Seelöwen/Seebären
3 = Walrosse/See-Elefanten |
| Beckenfläche |
(Zusatzbecken)
bis 4 Tiere: 50 m²
plus je zusätzliches Tier: 5 m² |
1:
Kleingruppe 60 m²
2: Kleingruppe 100 m²
3: Kleingruppe 200 m² |
| Beckentiefe |
1,20 m |
1:
1,00 m
2: 1,20 m
3: 1,80 m |
| Landteil
|
Liegeflächen:
mindestens 2 m² je Tier |
für
alle Tiere gleichzeitig |
| Absperrboxen |
|
pro
Box Platz für eine erwachsene Robbe, sich ausstrecken zu
können |
| Außerdem |
|
Zusätzliche
Becken für Mutter/Kind oder kranke Tiere |
|
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|
3.
Fütterung
-
Verfütterung von frisch und vollständig aufgetauten
Fischen (z.B. Heringen oder Makrelen).
-
Durch das Tiefgefrieren werden Robbenparasiten im Fisch abgetötet.
Beim Auftauen in kaltem Wasser kommt es zum Ausschwemmen von Kochsalz
und anderen wichtigen Inhaltsstoffen. Das Auftauen sollte deshalb
in Kühlräumen erfolgen.
-
Die Fütterung soll 2-3 mal täglich erfolgen, am Besten
in Form der Handfütterung für jedes Tier. Die Nahrungsaufnahme
ist während des Fellwechsels in der Regel reduziert.
- Bei
reiner Süßwasserhaltung sind täglich Gaben von
Kochsalztabletten durch Einmischen in Futterfisch möglich.
- Zusätzliche
Gaben von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen können
in Form von Kapseln im Futterfisch versteckt werden.
| Auszug
aus dem "Säugetier-Gutachten": Robben
Nahrung
Nur
ein Teil der heute lebenden Robbenarten wird regelmäßig
in Menschenhand gepflegt. Ernährungsgrundlagen bestimmter
Südrobben zum Beispiel sind bisher noch nicht geschaffen
worden.
Ernährung
Die
Fütterung muss bei Robben über den Tag verteilt
erfolgen (mindestens zweimal) und besteht in der Regel aus
Seefisch mit Zusätzen an Vitaminen, speziell Vitamin
B1. Neben der Sättigung ist vor allem auch die Beschäftigung
der Robben während der Fütterung ein wichtiges Anliegen.
Diese kann als Futterdressur erfolgen. |
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|
4.
Pflege und Gesundheitsüberwachung
-
Fütterungsbedingte Mangelkrankheiten nach Vitamin E-, B-oder
Kochsalzmangel führen zu Muskeldegenerationen und unkoordinierten
oder spastischen Körper- oder Flossenbewegungen.
-
Eine angemessene tierärztliche Betreuung muss sichergestellt
sein.
- Parasitologische
Kontrollen, wenn Frischfisch verfüttert wird.
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5.
Ausbildung und Beschäftigung
-
Die Nutzung des zusätzlichen Badebeckens ist unabdingbar.
-
Robben sind sehr beweglich, haben ein gutes Springvermögen
und große Fangsicherheit.
-
Besonders auf der Nasenspitze können sie kleine, schwere
und unsymmetrische Gegenstände balancieren.
- Dabei
können sie auf den Vorderflossen oder aufgerichtet auf der
Schwanzflosse stehen.
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6.
Hinweise für die Überprüfung
-
Haarkleidverluste an der Flossenaußenseite und am Hals durch
wiederholte Schwimmbewegungen
-
Scheuerstellen
-
Zustand der Augen
-
Bissverletzungen
-
Wasserqualität
-
Futterbevorratung
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| Weitere
Infos |
Linktipps
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Spaziergang
durch die Zirkus-Seiten |
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Kein
Applaus für Tierquälerei!
Artgerecht
ist nur die Freiheit! Robben führt z.B. der Zirkus Charles
Knie mit sich (2005). Die TIRM - Tierrechtsinitiative Rhein-Main
hat bei einigen Vorführungen des Zirkusses in Frankfurt Demonstrationen
organisiert.
Was
Sie persönlich tun können, um Tieren im Zirkus zu helfen!
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