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Kein Applaus für Tierquälerei!

Die Inhalte dieser Seite sind Auszüge vom Verbraucherministerium.

Für alle, die sich für die rechtlichen Rahmenbedingungen interessieren: Ich habe auf dieser Internetpräsenz versucht, zusammenfassend die geltenden Bestimmungen laut "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen" und "Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren" (Säugetiergutachten) darzustellen. Die Infos sind nicht neu. Die Seite über die Richtlinien habe ich nicht zusammengestellt, um Tierhaltung im Zirkus in irgendeiner Weise zu legitimatisieren, sondern um zu zeigen, dass tagtäglich selbst diese Minimalanforderungen unterschritten werden und aufmerksame Bürger zu animieren, sich für den Schutz der Tiere stark zu machen und sich für die Rechte der Tiere einzusetzen.

Mai 2005, Viola Kaesmacher

Robbenhaltung im Zirkus und die entsprechenden Anforderungen

Bild: Giovanni Boschi/Raimondo Petraroja, Naples: 1863-1879 - Bearded Seal

Bild: Giovanni Boschi/Raimondo Petraroja, 1863-1879 - Bearded Seal Link zur Postkarte


§§

Robben in Zirkusbetrieben

1. Biologische Grundlagen

2. Unterbringung

3. Fütterung

4. Pflege und Gesundheits-Überwachung

5. Ausbildung und Beschäftigung

6. Hinweise für die Überprüfung

Quelle

Linktipps

§§

Robben -Haltung laut Säugetier-Gutachten

Raumbedarf

Klimatische Bedingungen

Gehege-Einrichtung

Sozialgefüge

Ernährung

Fang und Transport


1

Diese Leitlinien sollen den Zirkusunternehmen selbst sowie den Überwachungsbehörden und den Justizorganen als Entscheidungshilfe an die Hand gegeben werden.

Die allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze der Tierhaltung gelten uneingeschränkt auch für Zirkustiere. Grundsätzlich sollen im Zirkus nur solche Tiere gehalten werden, die regelmäßig - d.h. täglich - beschäftigt werden und die unter Zirkusbedingungen verhaltensgerecht untergebracht und schadensfrei transportiert werden können.

Raubtiere (Carnivora); Robben

Im Zirkus werden am häufigsten kalifornische Seelöwen (Haarrobben), die aus Südamerika stammenden patagonischen Seelöwen, auch Mähnenrobben genannt (Haarrobben) sowie Seebären (Pelzrobben) gehalten.

  • Seelöwen und Seebären zählen zur Familie der Ohrrobben.
  • Seelöwen und Seebären sind Tagtiere.
  • Ihr natürlicher Lebensraum sind felsige Küsten oder Inseln, das offene Meer und auch die Küstennähe.

Sie leben gesellig in gemischt geschlechtlichen Herden, zeitweise auch in rein männlichen Gruppen. Die Tiere sind relativ ortstreu sowie gewandte und ausdauernde Schwimmer, gute Taucher und sehr gelehrig.


Daten und Fakten (Robben) Kalifornischer Seelöwe
Zalophus californianus
Südafrikanischer Seebär
Arctocephalus pusillus
Mähnenrobben
Otaria byronia
Körpergewicht
adult (in kg)
m: 200-300
w: 80-90
m: 250-350
w: 80-125
m: 300 und mehr
w: 150
Kopf-Rumpf-Länge
(in cm)
m: bis 236
w: bis 180
m: 200-250
w: 180
m: 250
w: 200
Lebenserwartung in Menschenobhut (Jahre) 17-30 bis 26 20
Geschlechtsreife
(Jahre)
m: 4
w: 3
m: 2-3
w: 3
4-6
Tragezeit
(Monate)
11-12 11-12 11-12
Wurfgröße
(Anzahl)
1 1  1 (selten 2)
Entwöhnalter
(Monate)
5-12 12 6-12
(möglicherweise später)
Sozialverhalten gesellig, Harembildung. Geschlechtsreife männliche Tiere i.d.R. untereinander aggressiv
besondere Klimaanforderungen keine

2

2. Unterbringung

  • Voraussetzung für eine Robbenhaltung im Zirkus ist der Nachweis eines festen Stammquartiers, das die Mindestanforderungen des Säugetiergutachtens erfüllt.
  • Die Robben sollen für einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens drei Monaten jährlich unter Bedingungen gehalten werden, die den Mindestanforderungen des Säugetiergutachtens entsprechen.
  • Im Transportfahrzeug ist ein Schwimmbecken von mindestens 4,0x2,2x1,0 m (8,8 m³) für bis zu 2 Tiere zu errichten. Für jedes zusätzliche Tier sind mindestens 2 m³ Wasser erforderlich. Jedem Tier ist zusätzlich eine Liegefläche von 2 m² anzubieten.
  • Als Bodenbelag eignen sich Lattenroste aus Holz. Die Unterkünfte im Transportwagen sind ohne Einstreu, aber trocken und zugfrei zu halten.
  • Seelöwen und Seebären sind bis zu -15 °C winterhart.
  • Am Gastspielort ist ein zusätzliches Badebecken außerhalb des Transportwagens notwendig, in dem die Tiere tagsüber gehalten werden müssen. Für bis zu 4 Tiere soll das Badebecken eine Tiefe von mindestens 1,2 m und eine Fläche von mindestens 50 m² haben, für jedes weitere Tier zusätzlich 5 m².
  • Das Badebecken soll nicht rund sondern rechteckig mit einer deutlich längeren Seite sein und muss mit Liegeflächen (mindestens 2 m² je Tier) verbunden sein.
  • Als Wasser wird in der Regel Süßwasser, häufig Trinkwasser, verwendet. Je nach Verschmutzungsgrad (Kot, Urin und Futterfischreste) ist das Becken täglich bzw. in größeren Abständen vollständig zu entleeren und zu reinigen.
  • Robben spielen gerne mit Gegenständen, die ins Wasser geworfen werden, verschlucken diese und können sich daran verletzen. Um die Tiere vor derartigen Schäden zu bewahren, muss das Badebecken eingezäunt oder beaufsichtigt werden.

Auszug aus dem "Säugetier-Gutachten": Robben

Raumbedarf

Bei allen Robben ist darauf zu achten, dass ein Landteil zur Verfügung steht, der es allen Robben erlaubt, sich gleichzeitig an Land aufzuhalten. Darüber hinaus sind Wasserbecken notwendig.

  • Für Seehunde und die verwandten Kegel- und Ringelrobben darf die Beckenfläche für eine Kleingruppe von drei bis vier Tieren 60 m² nicht unterschreiten, bei einer Wassertiefe von mindestens 1 m.
  • Seelöwen und Seebären benötigen für eine Kleingruppe eine Beckenfläche von 100 m² Mindestmaß, wobei die Wassertiefe nicht weniger als 1,20 m betragen darf.
  • Die beiden größten Robben – Walross und See-Elefant – müssen in einem Wasserbecken nicht unter 200 m² Grundfläche und mindestens 1,8 m Tiefe gehalten werden.

Neben dem oben angegebenen Landteil müssen Absperrboxen vorhanden sein, deren Maße sich nach der Körpergröße der einzelnen Arten richtet, das heißt, in einer Absperrbox soll eine erwachsene Robbe der jeweiligen Art ohne Schwierigkeiten ausgestreckt liegen können.

Zusätzliche Becken für Mutter/Kind oder kranke Tiere sind erwünscht.

Gehegeeinrichtung

Der Qualität des Wassers entsprechend muss ein regelmäßiger Wasserwechsel vorgenommen werden. Eine Filterung ist möglich, aber nicht notwendig. Obwohl fast alle Robben im Salzwasser zu Hause sind, ist die Haltung in Süßwasser unproblematisch. Neben den Landflächen sind Inseln im Wasserbecken eine Bereicherung für den Lebensraum der Robbe. Verschiedene Höhen des Wasserstandes sind anzustreben, zum Beispiel Flachwasserzonen.

Fang und Transport

Je nach Körpergröße können Robben mit dem Fangnetz oder durch Einzwängung mittels Fangklappen in die Kisten gebracht werden. Bei der Verwendung von Fangklappen ist Vorsicht geboten, da Robben starke Körperkräfte besitzen. Als Transportkisten werden Raubtierkisten mit reichlich Belüftung, das heißt Gitterschieber, verwandt.

Auf einen Blick: Mindestmaße

Vergleich Leidlinien Säugetiergutachten
Transport Zwei Tiere: 8,8 m³ plus 2 m³ für jedes weitere Tier. Plus 2m² Liegefläche pro Tier.
1= Seehunde/"Robben"
2 = Seelöwen/Seebären
3 = Walrosse/See-Elefanten
Beckenfläche (Zusatzbecken)
bis 4 Tiere: 50 m²
plus je zusätzliches Tier: 5 m²
1: Kleingruppe 60 m²
2: Kleingruppe 100 m²
3: Kleingruppe 200 m²
Beckentiefe
1,20 m
1: 1,00 m
2: 1,20 m
3: 1,80 m
Landteil Liegeflächen:
mindestens 2 m² je Tier
für alle Tiere gleichzeitig
Absperrboxen   pro Box Platz für eine erwachsene Robbe, sich ausstrecken zu können
Außerdem   Zusätzliche Becken für Mutter/Kind oder kranke Tiere

3

3. Fütterung

  • Verfütterung von frisch und vollständig aufgetauten Fischen (z.B. Heringen oder Makrelen).
  • Durch das Tiefgefrieren werden Robbenparasiten im Fisch abgetötet. Beim Auftauen in kaltem Wasser kommt es zum Ausschwemmen von Kochsalz und anderen wichtigen Inhaltsstoffen. Das Auftauen sollte deshalb in Kühlräumen erfolgen.
  • Die Fütterung soll 2-3 mal täglich erfolgen, am Besten in Form der Handfütterung für jedes Tier. Die Nahrungsaufnahme ist während des Fellwechsels in der Regel reduziert.
  • Bei reiner Süßwasserhaltung sind täglich Gaben von Kochsalztabletten durch Einmischen in Futterfisch möglich.
  • Zusätzliche Gaben von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen können in Form von Kapseln im Futterfisch versteckt werden.

Auszug aus dem "Säugetier-Gutachten": Robben

Nahrung

Nur ein Teil der heute lebenden Robbenarten wird regelmäßig in Menschenhand gepflegt. Ernährungsgrundlagen bestimmter Südrobben zum Beispiel sind bisher noch nicht geschaffen worden.

Ernährung

Die Fütterung muss bei Robben über den Tag verteilt erfolgen (mindestens zweimal) und besteht in der Regel aus Seefisch mit Zusätzen an Vitaminen, speziell Vitamin B1. Neben der Sättigung ist vor allem auch die Beschäftigung der Robben während der Fütterung ein wichtiges Anliegen. Diese kann als Futterdressur erfolgen.

4

4. Pflege und Gesundheitsüberwachung

  • Fütterungsbedingte Mangelkrankheiten nach Vitamin E-, B-oder Kochsalzmangel führen zu Muskeldegenerationen und unkoordinierten oder spastischen Körper- oder Flossenbewegungen.
  • Eine angemessene tierärztliche Betreuung muss sichergestellt sein.
  • Parasitologische Kontrollen, wenn Frischfisch verfüttert wird.

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5. Ausbildung und Beschäftigung

  • Die Nutzung des zusätzlichen Badebeckens ist unabdingbar.
  • Robben sind sehr beweglich, haben ein gutes Springvermögen und große Fangsicherheit.
  • Besonders auf der Nasenspitze können sie kleine, schwere und unsymmetrische Gegenstände balancieren.
  • Dabei können sie auf den Vorderflossen oder aufgerichtet auf der Schwanzflosse stehen.

6

6. Hinweise für die Überprüfung

  • Haarkleidverluste an der Flossenaußenseite und am Hals durch wiederholte Schwimmbewegungen
  • Scheuerstellen
  • Zustand der Augen
  • Bissverletzungen
  • Wasserqualität
  • Futterbevorratung

Weitere Infos

Zusammenfassende Infos über einzelne Tiere
(wird ständig erweitert)


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