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Kein Applaus für Tierquälerei!

Die Inhalte dieser Seite sind Auszüge vom Verbraucherministerium.

Für alle, die sich für die rechtlichen Rahmenbedingungen interessieren: Ich habe auf dieser Internetpräsenz versucht, zusammenfassend die geltenden Bestimmungen laut "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen" und "Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren" (Säugetiergutachten) darzustellen. Die Infos sind nicht neu. Die Seite über die Richtlinien habe ich nicht zusammengestellt, um Tierhaltung im Zirkus in irgendeiner Weise zu legitimatisieren, sondern um zu zeigen, dass tagtäglich selbst diese Minimalanforderungen unterschritten werden und aufmerksame Bürger zu animieren, sich für den Schutz der Tiere stark zu machen und sich für die Rechte der Tiere einzusetzen.

August 2004, Viola Kaesmacher

Kamelartige im Zirkus

Trampeltierhaltung im Zirkus und die entsprechenden Anforderungen

Yahyâ ibn Mahmûd al-Wâsitî: Maqâmât (Versammlungen) des al-Harîrî, Szene: Kamelherde (32. Maqâmât), 1237, Papier, 13,8 × 26 cm, Paris, Bibliothèque Nationale.

Bild: Yahyâ ibn Mahmûd al-Wâsitî. Link zur Postkarte


§§

Kamelartige in Zirkusbetrieben

1. Biologische Grundlagen

2. Unterbringung

3. Fütterung

4. Pflege und Gesundheits-Überwachung

5. Ausbildung und Beschäftigung

6. Hinweise für die Überprüfung

Quelle

Linktipps

§§

Kamel-Haltung laut Säugetier-Gutachten

Raumbedarf

Klimatische Bedingungen

Gehege-Einrichtung

Gehege-Begrenzung

Sozialgefüge

Ernährung

Fang und Transport

§§

Zukunft und erfreuliches - Linktipps

Auftritts- und Tierhalte-Verbot für Zirkus Giovanni Althoff

Ziel: Zirkus ohne Tiere!

Belgien: Verbot von Wildtieren in Zirkussen

Dänemark, Finnland, Österreich und Schweden haben schon vor Jahren Haltungsverbote für bestimmte Tierarten beschlossen


1

Haltung von Kamelartigen im Zirkus und die entsprechenden Anforderungen

Diese Leitlinien sollen den Zirkusunternehmen selbst sowie den Überwachungsbehörden und den Justizorganen als Entscheidungshilfe an die Hand gegeben werden.

Die allgemeinen auf das Tierschutzgesetz gestützten Grundsätze der Tierhaltung gelten uneingeschränkt auch für Zirkustiere. Grundsätzlich sollen im Zirkus nur solche Tiere gehalten werden, die regelmäßig - d.h. täglich - beschäftigt werden und die unter Zirkusbedingungen verhaltensgerecht untergebracht und schadensfrei transportiert werden können.


Daten und Fakten Trampeltier
Camelus ferus
Dromedar
Camelus dromedarius
Lama
Lama guanicoe f. glama
Alpaka
Lama guanicoe f. glama
Guanako
Lama guanicae
Körpergewicht
adult (in kg)
600-1000 600-1000 130-155 55-65 80-120
Kopf-Rumpf-Länge
(in cm)
300 300 153-200 128-151 153-200
Standhöhe
(in cm)
180-230 180-210 100-125 80-100 80-100
Lebenserwartung in Menschenobhut (Jahre) 35-40 25-40 15-28 15-22 15-28
Geschlechtsreife
(Monate)
m: 60-72
w: 36-48
m: 60-72
w: 36-48
12-24 12-24 12-24
Tragezeit
(Tage)
365-406 365-395 348-368 342-345 345-360
Wurfgröße
(Anzahl)
1 1 1 1 1
Entwöhnalter
(Monate)
12-24 12-24 5-8 6-8 6-8
Sozialverhalten gesellig, Familienverbände, adulte Hengste i.d.R. unverträglich
besondere Klimaanforderungen keine

Kamele - (Camelidae)

  • Die Familie der Kamele (Camelidae) wird in die Gattungen Großkamele (Altweltkamele) und Kleinkamele (Neuweltkamele) untergliedert.

  • Das natürliche Verbreitungsgebiet der Großkamele sind die asiatischen und afrikanischen Wüsten, Halbwüsten und Trockensteppen bzw. Trockensavannen-Regionen.

  • Das Verbreitungsgebiet der wildlebenden Arten der Kleinkamele liegt im Westen von Südamerika, wobei das Guanaco bis in Höhen von 4.000 m und das Vicugna zwischen 3.800 und 5.000 m vorkommt.

  • Lamas und Alpakas sind Haustierformen der wildlebenden Kleinkamele.

  • Kamele sind sozial lebende Tiere, wobei allerdings geschlechtsreife männliche Tiere untereinander unverträglich sind.

  • Der geringe Wasserbedarf der Großkamele beruht auf der Tatsache, dass sie ihre Körpertemperatur zwischen 34°C und 40°C variieren können. So wird bei extremer Hitze Wärme im Körper gespeichert und bei kühleren Temperaturen wieder abgegeben, ohne dass die Tiere Wasser verlieren.


2

2. Unterbringung

Auszug aus dem "Säugetier-Gutachten"*:

Kamele - Raumbedarf

  • Ein Gehege für eine Gruppe von drei Großkamelen darf nicht unter 300 m² groß sein, für jedes weitere Tier 50 m² mehr

  • Kleinkamele zeigen mitunter einen stärkeren „Laufdrang“, so dass zumindest für die Wildformen Guanako und Vikunja gleiche Größen nötig sind.

  • Für die Hausformen Lama und Alpaka mindestens 150 für drei Tiere, für jedes weitere Tier 30 mehr.

Klimatische Bedingungen

Alle Kamelartigen sind winterhart und können ganzjährig in Außengehegen gehalten werden, wobei Unterstände bzw. Ställe (ungeheizt) zur Verfügung stehen müssen, die allen Tieren der
Herde Platz bieten (bei Großkamelen mindestens 4 m² pro Tier, bei Kleinkamelen 2 m² pro Tier).

Gehegeeinrichtung

Als Gehegeuntergrund ist Sand- oder Naturboden zu wählen.

Gehegebegrenzung

  • Als Gehegebegrenzung reichen für die Wildformen der Kleinkamele Zäune in Höhe von 1,50 m.

  • Die Haltung hinter Gräben (Trocken- oder Wassergräben) ist möglich.

  • Bei Großkamelen genügen häufig nur ganz kleine Bodenvertiefungen, um die Tiere abzuhalten.

  • Sicherheitsabstand zum Publikum sollte bei Guanakos, Vikunjas und Großkamelen möglichst gewahrt werden (Beißer!).

  • Die Haltung von zahmen Lamas und Alpakas ist auch in
    Kinderzoo-Kontaktzonen möglich.

Sozialgefüge

  • Die Haltung von Kamelartigen erfolgt in kleinen Gruppen

  • Eine gemeinsame Haltung mehrerer zuchtfähiger Hengste
    in einer Weibchengruppe ist kaum möglich

  • Vergesellschaftung von Lamaartigen mit anderen südamerikanischen Säugern bzw. Vögeln wird auf Südamerika-Anlagen häufig praktiziert.

  • Die Vergesellschaftung von Großkamelen mit beispielsweise Kulanen oder Przewalskipferden ist ebenfalls möglich.

Fang und Transport

Kamele werden in Kisten oder lose in Pferdehängern transportiert. Beim Einsetzen können Fangklappen und Stricke verwandt werden.

  • Kamele sind in Einzel- oder Gruppenboxen zu halten, mit einer Mindestgrundfläche von 12 m² für einzelne Großkamele bzw. 8 m² für einzelne Kleinkamele, zusätzlich 4 m² für jedes weitere Großkamel bzw. 2 m² für jedes weitere Kleinkamel.

  • Da Kamelstuten verträglich sind, sind diese grundsätzlich in Gruppen zu halten, während für die Haltung von Kamelhengsten zeitweise Einzelhaltung vorgesehen werden kann.

  • Dauernde Anbindehaltung von Kamelen ist abzulehnen.

  • Die Einstreu muss sauber und trocken gehalten werden.

  • Alle Kamelartigen sind gegen Hitze und Kälte in weiten Bereichen unempfindlich. Daher kann ggf. auch ein überdachter und eingestreuter Teil des Außengeheges als Stallfläche anerkannt werden.

  • Außengehege für bis zu 3 Großkamelen dürfen nicht unter 150 m² groß sein, für jedes weitere Tier müssen 25 m² dazukommen. Außengehege für Lamas und Alpakas sollen für 3 Tiere mindestens 75 m² groß sein, für jedes
    weitere Tier 15 m² mehr.

3

3. Fütterung

  • Kamele sind anspruchslose Pflanzenfresser, die mit Heu, Stroh, Gras, Obst, Gemüse, Laub und Astwerk ernährt werden.

  • Kamele haben einen hohen Bedarf an Salz, Vitamin E und Selen, weshalb ein Mineralstoffzusatzfutter verabreicht werden sollte.

  • Da Neuweltkamele ständig nachwachsende untere Schneidezähne haben, muss diesen Tieren ständig Nagematerial in Form von Ästen, Zweigen u.ä. zur Verfügung stehen.

  • Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen oder mehrmals täglich angeboten werden.

Auszug aus dem "Säugetier-Gutachten"*:
Ernährung - Kamele

Kamelartige sind genügsame Pflanzenfresser, die mit Heu, im Sommer Gras, etwas Obst, Gemüse und Astwerk ernährt werden. Kraftfutter nur als Zusatz.

4

4. Pflege und Gesundheitsüberwachung

  • Der Fellwechsel sollte im Juni/Juli nach max. 8wöchiger Dauer abgeschlossen sein. Er erfolgt großflächig und muss von hochgradigem Kamelräudebefall unterschieden werden.

  • Für das Abscheuern der Fellreste müssen Scheuermöglichkeiten und Wälzflächen vorhanden sein.

  • Regelmäßige Kontrolle der Futteraufnahme

  • bzw. der Zähne

  • Regelmäßige Entwurmung

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5. Ausbildung und Beschäftigung

  • Neben der Probe und Vorführung in der Manege, die ähnlich wie bei Pferden abläuft, sollten sich Kamele in Gruppenausläufen mit Artgenossen beschäftigen können.

  • Auch z.B. Kamelreiten ist eine Möglichkeit der zusätzlichen Beschäftigung dieser Tiere.

  • Die Gehege sollten aus Natur- oder Sandboden bestehen und Scheuermöglichkeiten aufweisen.

  • Insgesamt sollten Kamele mindestens eine Stunde täglich außerhalb ihrer Ställe verbringen, in Ausläufen so lange wie möglich.

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6. Hinweise für die Überprüfung

  • Zurückgebildete oder fehlende Höcker bei Großkamelen können ein Zeichen für schlechte Ernährung sein.

  • Starke Durchtrittigkeit bei Neuweltkamelen durch Schwäche des Bandapparates können durch Fütterungsfehler oder starke Inzucht verursacht sein.

  • Zustand der Zähne, der Nägel und des Haarkleids.

  • Zu lange Schneidezähne bei Neuweltkamelen müssen ggf. gekürzt werden.

  • Bei Neuweltkamelen ist besonders auf Augenerkrankungen zu achten.


Weiterführende Infos

Zusammenfassende Infos über einzelne Tiere
(wird ständig erweitert)


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Kein Applaus für Tierquälerei!

Die Bilder auf diesen Seiten wurden in verschiedenen Zirkussen aufgenommen. Leider sind dies keine Ausnahmefälle, sondern typische Beispiele für das Leben der Tiere im Zirkus. Aus diesem Grund ist es auch nicht relevant, in welchem Zirkus genau welche Bilder entstanden. Bei Verstößen gegen die geltenden Leitlinien wurden von Tierschützern bereits entsprechende Schritte in die Wege geleitet. Alle Verfahren sind abgeschlossen. Zum Teil konnten die Tiere aus der schlechten Haltung gerettet werden - größtenteils erleiden sie - bzw. ihre Nachfolger - noch immer ihr tristes Dasein.

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